Sprachwissenschaftliche Lehre und Forschung in Marburg
Der Marburger Forschungsschwerpunkt „Germanistische Linguistik“
zählt deutschlandweit (und damit weltweit) zu den am besten ausgebauten
Universitätszentren in diesem Fach: Bei insgesamt 13 Professorinnen und
Professoren, die in den unterschiedlichsten Forschungsprogrammen
führend tätig sind, kann in Marburg die Sprachwissenschaft des
Deutschen in ihrer ganzen Breite studiert werden.
Der Forschungs- und Lehrschwerpunkt Linguistik hat sich in Marburg in
den letzten Jahren stürmisch entwickelt und bildet mit einem
Drittmittelvolumen von 1,3 Millionen Euro im Jahre 2008 den wichtigsten
geisteswissenschaftlichen Schwerpunkt der Universität. Im Zentrum der
Forschungen steht die „Theorie der Sprachkognition und der
Sprachdynamik“, deren Ziel die Entwicklung einer empirisch fundierten
Sprachtheorie ist, die die zentralen Dimensionen Sprachkognition und
Sprachdynamik integriert. Der große Standortvorteil Marburgs besteht
dabei in dem einzigartigen empirischen Fundament für diese
Forschungen:
- Zur Professur für Sprachtheorie kommen die Professuren für
Klinische Linguistik (= Sprachstörungen als Erkenntnisquelle) und
Neurolinguistik (ausgestattet mit einem hochmodernen
neurolinguistischen Labor).
- Für die Erforschung der Theorie der Sprachdynamik gibt es zwei reguläre Professuren mit dem Themenbereich „Sprache und Raum“ sowie Professuren für Phonetik und historische Sprachwissenschaft.
Die beteiligten Institute sind das „Institut für germanistische Sprachwissenschaft“ (IGS) und das „Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas“ (DSA). Zu den übrigen einschlägigen Fachbereichen (z.B. FB10) der Phillips-Universität gibt es enge Kooperationen.
Die Forschung zur Germanistischen Linguistik in Marburg ist stark
anwendungsbezogen. Dies zeigt sich zum Beispiel am
„Sprachtherapeutischen Zentrum der Abteilung Klinische Linguistik“, am
Schwerpunkt „Forensische Linguistik“ oder am aktuellen Projekt
„Alphabetisierung von erwachsenen Einwanderern“.

