Geschichte der Mineralogischen Sammlung und des Mineralogischen Museums – Vom Aufbau des Instituts bis zur Nachkriegszeit
1878Der Lehrstuhl Mineralogie-Geologie wird geteilt: Dunker bleibt Professor für Geologie und Direktor des gemeinsamen Instituts, Adolf von Koenen wird Professor der Mineralogie. 1881Von Koenen folgt einem Ruf an die Göttinger Universität, Nachfolger wird Friedrich Georg Klocke. Zur gleichen Zeit zieht die Mineralogie aus der Enge im Renthof in die Westhälfte des Deutschordenshauses hinter der Elisabethkirche. Die Sammlungen werden geteilt: Die Geologie behält die paläontologische Sammlung und einen Teil der Gesteins-Sammlung; den anderen Teil sowie die Mineraliensammlung erhält die Mineralogie. |
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1882Klocke erwirbt die Prüm'sche Sammlung mit 387 Stücken. 1884Klocke stirbt. Während der Krankheit und auch nach dem Tod Klockes hält Assistent und Student Reinhard Anton Brauns Vorlesungen und Übungen ab. Max Bauer wird schließlich Klockes Nachfolger. |
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1885Dunker stirbt, daraufhin werden Geologie und Mineralogie endgültig getrennt. Von nun an bestehen sie jeweils als selbständiges Institut – mit Bauer als Direktor des Mineralogischen und Emanuel Kayser als Direktor des Geologischen Instituts. |
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1888Brauns unternimmt Exkursionen nach Italien und auf die Liparischen Inseln. 1896Die Erstauflage von Bauers "Edelsteinkunde" erscheint, die zweite und dritte folgt 1909 bzw. 1932. 1904 wird die englische Fassung veröffentlicht. |
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1902Wilhelm Emil Arthur Schwantke, Assistent am Mineralogischen Institut, unternimmt eine Exkursion nach Grönland und kehrt mit wertvollem Material für die Mineral- und Gesteinssammlungen zurück. 1903Die Zoologie zieht aus der Osthälfte des Deutschen Hauses aus, die Geologie belegt von nun an die frei gewordenen Räume und ist mit der Mineralogie wieder unter einem Dach vereint. |
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1915-1917Bauer wird im Alter von 70 Jahren emeritiert. Oskar Weigel wird zu außerordentlichen Professor für Mineralogie und Petrographie sowie zum Direktor des Mineralogisch-Petrographischen Instituts ernannt. Da Weigel kurz nach seiner Berufung wieder zum Wehrdienst eingezogen wird, führt Bauer die Aufgaben bis zu seinem Tod im November 1917 aus. |
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1918-1930Weigel kann seine Stelle an der Marburger Universität antreten. 1919 wird er zum ordentlichen Professor ernannt; es beginnt die Umgestaltung des Instituts: Weigel braucht mehr Platz für Labore. Deshalb wird die neu geordnete petrographische Sammlung in rund 80 Sammlungsschränken in den ersten Stock des unbeheizbaren ehemaligen Kornspeichers ausgelagert, das sich in direkter Nachbarschaft zum Deutschen Haus befindet. 1925Weigel führt die Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft in Marburg durch. |
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1930Auch die Räume des zweiten Stockwerks und des Dachgeschosses im alten Kornspeicher werden nun mit der Mineraliensammlung und mit Gesteinen belegt, die Weigel von seinen Reisen nach Ostsibirien, Indien, Thailand, Burma, Ceylon und Indonesien mitgebracht hat. 1944Weigel stirbt. Wegen des Zweiten Weltkriegs bleibt seine Stelle zunächst unbesetzt. 1944-1945Hans Ehrenberg von der Technischen Hochschule Aachen soll als Gastprofessor Weigels Aufgaben übernehmen, doch wegen der allgemeinen schlechten Verhältnisse in den letzten Kriegsmonaten und der direkten Nachkriegszeit ist das kaum möglich. Heinrich Thürmann, langjähriger Präparator und Hausmeister des Instituts, sorgt dafür, dass das Inventar erhalten bleibt. 1945-1948Fritz Henning Laves ist offizieller Nachfolger Weigels. Unter ihm wird die Sammlung nach dem System von Hugo Strunz geordnet. 1951-1962Nachdem Institut wie Museum drei Jahre ohne Leitung waren, ist nun Helmut Winkler Nachfolger von Laves. Während dieser Zeit wird die Sammlung durch zahlreiche Stücke ergänzt und erweitert – mitgebracht von Exkursionen innerhalb Europas. 1962 folgt Winkler einem Ruf an die Universität in Göttingen. |

