Hauptinhalt

Geographie in Marburg: Mensch – Umwelt – globaler Wandel

Studierende vor der Geographie
Foto: Felix Wesch

Am Fachbereich Geographie der Philipps-Universität Marburg erforschen wir die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Umwelt und dem Erdsystem. Unsere Forschung verbindet naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Perspektiven, um zentrale Herausforderungen des globalen Wandels zu verstehen und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln.

Wie verändern sich Ökosysteme, Städte und Gesellschaften im globalen Wandel? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen menschlichen Aktivitäten und natürlichen Systemen? Und wie lassen sich nachhaltige und lebenswerte Räume für die Zukunft gestalten?

Forschung zu zentralen Herausforderungen unserer Zeit

Geographische Forschung in Marburg beschäftigt sich mit zentralen Fragen des globalen Wandels – von Klimadynamiken und Biodiversität über nachhaltige Wirtschaftssysteme bis hin zu urbanen und ländlichen Transformationsprozessen.

Die Forschung am Fachbereich bündelt sich in vier zentralen Themenfeldern:

Mensch und Erdsystem

Dieses Themenfeld untersucht die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Umwelt. Dazu gehören beispielsweise Fragen der nachhaltigen Entwicklung, Ernährungssysteme, Umwelt und Gesundheit sowie globale Transformationsprozesse.

Monitoring und Modellierung

Moderne Geographie arbeitet zunehmend datenbasiert. Forschende am Fachbereich entwickeln und nutzen innovative Methoden, etwa Fernerkundung, räumliche Modellierung, Geodatenanalyse, Data Science oder KI-gestützte Analysen, um Umwelt- und Gesellschaftsprozesse besser zu verstehen.

Klima und Transformation

Der Klimawandel verändert Ökosysteme, Städte und Gesellschaften weltweit. In diesem Themenfeld untersuchen wir Klimadynamiken und ihre Auswirkungen auf natürliche Systeme, Ressourcen, Infrastrukturen und gesellschaftliche Entwicklungen. Gleichzeitig analysieren wir, wie sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unter den Bedingungen des Klimawandels verändern und welche Transformationsprozesse notwendig sind, um langfristig nachhaltige Lebens- und Wirtschaftsweisen zu ermöglichen.

Resilienz und Bildung

Dieses Themenfeld beschäftigt sich mit der Frage, wie Städte, Regionen und Landschaften widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Veränderungen werden können. Gleichzeitig spielt die Vermittlung von Wissen über nachhaltige Entwicklung sowie der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft und Bildung eine zentrale Rolle.

Forschung und Studium eng verbunden

Die Studiengänge des Fachbereichs und ihre Lehrinhalte sind eng mit diesen Themenfeldern verknüpft. Studierende lernen nicht nur geographische Theorien und Methoden kennen, sondern arbeiten frühzeitig an aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen mit.

Studierende erwerben fundierte fachliche und methodische Kompetenzen und lernen, komplexe räumliche Zusammenhänge zu analysieren, wissenschaftlich fundierte Lösungsstrategien zu entwickeln und ihre Ergebnisse verständlich zu kommunizieren.

Lernen in der Praxis

Geographie ist ein praxisorientiertes Fach. Deshalb spielen praktische Anwendungen und eigene Forschungserfahrungen bereits im Studium eine wichtige Rolle.

Unsere Studierenden profitieren dabei von

  • praxisnahen Forschungsprojekten
  • Geländepraktika und Exkursionen
  • moderner Geodatenanalyse und digitalen Methoden
  • Kooperationen mit Behörden, Unternehmen und internationalen Organisationen

So lernen sie frühzeitig, ihr Wissen auch außerhalb der Universität anzuwenden und gesellschaftlich relevante Fragestellungen zu bearbeiten.

Perspektiven

Viele aktuelle gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen haben eine räumliche Dimension. Genau hier setzt die geographische Forschung und Ausbildung an.

Die Analyse räumlicher Strukturen, Prozesse und Mensch-Umwelt-Beziehungen ist zentral, um gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu verstehen und zu bewältigen.

 Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs arbeiten später unter anderem in:

  • Umwelt- und Klimaforschung
  • Naturschutz und Biodiversitätsschutz
  • Stadt- und Regionalplanung
  • Regionalentwicklung und ländliche Entwicklung
  • Umwelt- und Ressourcenmanagement
  • Mobilitäts- und Verkehrsplanung
  • Geodatenanalyse, GIS und Fernerkundung
  • Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Wissenschaftskommunikation
  • Entwicklungszusammenarbeit und internationale Organisationen
  • Beratung, Politikberatung und Projektmanagement
  • Forschung und Wissenschaft

Mit ihrer Ausbildung tragen sie dazu bei, wissenschaftlich fundierte Lösungen für gesellschaftliche und ökologische Transformationsprozesse zu entwickeln.