Verbindliche Richtlinien zur Anfertigung von Referaten, schriftlichen Hausarbeiten, Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten im Fachbereich Geographie
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Inhalt
- Vorbemerkung
- Gliederung
- Zitate
- Literaturverzeichnis
- Leitfaden zur Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit
- Plagiat
Abweichungen von diesen Richtlinien müssen im Einzelfall mit dem jeweiligen Betreuer der Arbeit abgesprochen werden. Ohne Absprache mit dem Betreuer gelten diese Regeln.
1. Vorbemerkung
Referate und schriftliche Hausarbeiten in Unter-, Mittel- und Oberseminaren bzw. (Teil)Modulen sollen ebenso wissenschaftliche Leistungen darstellen wie Staatsexamens-, Magister-, Diplom- und Bachelorarbeiten, Dissertationen und Habilitationsschriften. Insofern haben auch für sie die Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens Gültigkeit und sind zu beachten. Diese betreffen besonders:
a) Das Prinzip der Objektivität und Ehrlichkeit,
b) die Klärung und Definition aller benutzten Begriffe,
c) die Überprüfbarkeit der angewandten Arbeitsmethoden und Nachprüfbarkeit der gewonnenen Ergebnisse,
d) die möglichst vollständige Behandlung des gestellten Themas,
e) die Begründung für eine selbständig vorgenommene Themeneinengung,
f) die unbedingte Übersichtlichkeit in der Gliederung,
g) die richtige Zitierweise,
h) das vollständige Literaturverzeichnis.
Bezüglich der Punkte f-h gelten für den Fachbereich Geographie nachfolgende verbindliche Richtlinien. Arbeiten, die diesen formalen Anforderungen nicht entsprechen, werden als nicht ausreichend bewertet. Zudem wird darauf hingewiesen, dass in einzelnen Veranstaltungen weitere formale Anforderungen von den jeweiligen Kursleitern bestimmt werden können, wie z.B. die Bereitstellung von PDF-Dokumenten auf virtuellen Lernplattformen.
2. Gliederung
Die Gliederung vermittelt den besten Eindruck, wie ein Thema bearbeitet und aufgebaut wurde und gibt gleichzeitig einen Überblick über den Inhalt der Arbeit. Eine Gliederung soll übersichtlich, prägnant und knapp sein. Grundsätzlich wird jede Arbeit nach der Dezimalklassifikation gegliedert.
Beispiel einer Dezimalklassifikation
1. Titel des ersten Kapitels
1.1 Abschnittstitel
1.1.1 Titel des ersten Unterabschnitts
1.1.2 Titel des zweiten Unterabschnitts
1.2 Titel des zweiten Abschnitts
2. Titel des zweiten Kapitels
2.1 Abschnittstitel
usw.
3. Zitate
Alle für die Anfertigung einer Arbeit benutzten Quellen, Sekundärliteratur, Karten, Statistiken, Internet und sonstigen Unterlagen werden im Literaturverzeichnis (s. Kapitel 4) mit exakten und vollständigen bibliographischen Angaben aufgeführt. Im laufenden Text sind Gedankengänge (= sinngemäße Zitate) und wörtlich übernommene Stellen (= wörtliche Zitate) von anderen Autoren deutlich zu kennzeichnen, da sonst gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen wird. Dies kann u.U. zur Exmatrikulation führen.
3.1 Sinngemäße Zitate
Ein sinngemäßes Zitat liegt vor, wenn man die Gedanken eines anderen Autors (meist zusammenfassend) mit eigenen Worten wiedergibt. Es steht nicht in Anführungszeichen, enthält aber selbstverständlich einen eindeutigen Quellenhinweis. Dieser wird – um Zeit und Platz zu sparen – in der Form vorgenommen, dass der Familienname des Verfassers, das Erscheinungsjahr der benutzten Arbeit sowie die entsprechende Seitenzahl angegeben werden. Entweder geschieht dies zu Beginn eines Abschnitts oder Satzes: 'Wie Meier (1976, S. 3) festgestellt hat' oder am Ende eines Abschnitts oder Satzes: .... (vgl. Meier 1976, S. 3). Wurde der Inhalt eines Werkes nicht aus dem Original, sondern aus anderen Quellen übernommen, ist dies deutlich zu kennzeichnen, z.B. (Meier 1976. S. 3, zit. nach Müller 1977, S. 286). Gerade gegen dieses Prinzip wird häufig verstoßen!
3.2 Wörtliche Zitate
Wörtliche Zitate werden vom übrigen Text durch doppelte Anführungszeichen getrennt. Auslassungen sind durch drei Punkte (...) zu kennzeichnen. Alle Zusätze des Zitierenden, auch hinzugefügte Hervorhebungen durch Unterstreichungen oder Kursivdruck, müssen als solche markiert werden (Einschub in eckigen Klammern). Vor oder nach dem wörtlichen Zitat hat auf jeden Fall eine verkürzte Literaturangabe zu stehen (siehe: Kapitel 3.1). Auch wörtliche Zitate, die nicht aus dem Originalwerk, sondern aus Sekundärquellen entnommen wurden, sind entsprechend dem in 3.1 aufgeführten Beispiel zu behandeln.
4. Literaturverzeichnis
Das Literaturverzeichnis oder Quellenverzeichnis am Schluss einer wissenschaftlichen Arbeit soll vollständige Auskunft über sämtliche verwendete Quellen geben. Es muss formal mängelfrei sein.
4.1 Anordnung, Aufbau
Das Literatur- oder Quellenverzeichnis wird alphabetisch nach Verfassernamen geordnet. Mehrere Arbeiten desselben Verfassers stehen in chronologischer Reihenfolge, Arbeiten aus demselben Jahr werden durch Hinzufügen von a, b, c, etc. zum Erscheinungsjahr (z.B. 1965a, 1965b) etc. unterschieden. Bei mehreren Autoren wird das Werk unter dem Namen des zuerst genannten Autors eingeordnet. Fehlt der Autorname, so wird (in großen Buchstaben) der Name der veröffentlichenden Institution aufgeführt. Falls ein Autor neben seinen eigenen Schriften auch Bücher zusammen mit anderen Autoren veröffentlicht hat, sind zuerst die Einzelarbeiten, dann die Gemeinschaftspublikationen aufzuführen.
4.2 Dokumentation der einzelnen Quellen (Beispiele)
a) Monographien
Mitsch, W. J. & J. G. Gosselink (1993): Wetlands. – 2nd edition. Van Nostrand. – New York.
Scheffer, F. & P. Schachtschabel (1992): Lehrbuch der Bodenkunde. – 13. Auflage. Enke. – Stuttgart.
Schönwiese, C. D. (1985): Praktische Statistik für Meteorologen und Geowissenschaftler. Bornträger. – Berlin/Stuttgart.
b) Sammelbände
Goldstein, D. J. (1995): Third world biotechnology. Latin American development, and the foreign debt problem. – In: Peritore, P. & A. K. Galve- Peritore (Hrsg.): Biotechnol-ogy in Latin-America. – 37-56. Scholarly Resources Inc. – Wilmington.
Kracke, R., Hildebrandt, J., Rund, W.-R. & W. Voges (1998): Güterverkehrs- und –verteilzentren. – In: Isermann, H. (Hrsg.): Logistik – Gestaltung von Logistiksystemen. – 441-453. Moderne Industrie. – Landsberg/Lech.
c) Aufsätze in Zeitschriften und Schriftenreihen
Hoffmann, J. (1970): La distancia crítica para la interpolación de datos y la reducción des las estadísticas de precipitación al mismo período en la República Argentina. – Revista Meteorológica I/2: 59-61. Buenos Aires.
Huang, W. W. (1994): The prehistoric human occupation of the Xizang-Qinghau Plateau. – Göttinger Geographische Abhandlungen 95: 201-219.
Nowel, W. (1991): Eine neue quartärgeologische Übersichtskarte des ehemaligen Bezirkes Cottbus im Maßstab 1:200 000. – Petermanns Geographische Mitteilungen 135/1: 67-73. Gotha.
Saratka, J. (1969): Hydrogeologische Übersicht für den Havel-Spree-Raum. – Wissen-schaftl. Abhandlungen d. Geogr. Ges. d. DDR 10: 133-153. Berlin.
Schmidt, H. (1995): Die Bedeutung der Mangroven für tropische Küstengewässer: Beispiel Brasilien. – Geographische Rundschau 47/2: 128-132. Braunschweig.
d) Monographische Veröffentlichungen in Schriftenreihen
Gerhard, U. (1998): Erlebnis-Shopping oder Versorgungseinkauf? Eine Untersuchung über den Zusammenhang von Freizeit und Einzelhandel am Beispiel der Stadt Edmonton, Kanada. – Marburger Geographische Schriften 133. Marburger Geographische Gesellschaft. – Marburg/Lahn.
Kelletat, D. (1979): Geomorphologische Studien an den Küsten Kretas. Beiträge zur regio-nalen Küstenmorphologie des Mittelmeerraumes. – Abh. Akad. Wiss. Göttingen, Ma-them.-Phys. Klasse, 3. Folge, 32. Vandenhoeck & Ruprecht. – Göttingen.
e) Mehrere Veröffentlichungen pro Jahr
Birkenhauer, J. (1973a): Zur Chronologie, Genese und Tektonik der pliopleistozänen Ter-rassen am Mittelrhein und seinen Nebenflüssen. – Zeitschrift f. Geomorphologie, N. F. 17: 489-495. Bornträger. – Berlin/Stuttgart.
Birkenhauer, J. (1973b): Zur Entwicklung des Talsystems und des Stockwerkbaus im zent-ralen Rheinischen Schiefergebirge zwischen dem Mitteltertiär und dem Altpleistozän. – Arbeiten z. rhein. Landeskunde 34. Dümmler. – Bonn.
f) Autorenkollektive
Benkhelil, J., Guiraud, M., Ponsard, J. F. & L. Saugy (1989): The Bornu-Benue Trough, the Niger Delta and its offshore: Tectono-sedimentary reconstruction during the Creta-ceous and Tertiary from geophysical data and geology. – In: Kogbe, C. A. (Hrsg.): Ge-ology of Nigeria. – 2nd edition. 277-309. Jos.
Troll, C. & K. Paffen (1964): Karte der Jahreszeitenklimate der Erde. – Erdkunde 18: 5-28. Bonn.
g) Autorenname nicht bekannt
Anonymus (1986): Diagnóstico ambiental de la zona urbana industrial de la Banda del Río Salí, Prov. De Tucumán por medio de la técnica de evaluación rápida de contaminan-tes de aire, agua y suelo. Dirección General de Saneamiento Amiental Sec. Est. De Salud Pública.
h) Jahr der Veröffentlichung nicht bekannt/unveröffentlichte Studien
Werban, M. (o. J.) Erläuterungen zu einer Bodenformenkartierung des Oberspreewaldes. – Unveröffentl. Studie. Lübbenau.
i) Internetdokumente
Philipps-Universität Marburg (2006): Grundsätze und Verfahrensregeln für den Umgang bei wissenschaftlichem Fehlverhalten an der Philipps-Universität Marburg. – <http://www.uni-marburg.de/administration/satzung/fehlverhalten> (Stand: 2006) (Zugriff: 20.6.2007).
Deutscher Hochschulverband (2002): Zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis in der Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden. Resolution des Deutschen Hochschulver-bandes. – <http://www.hochschulverband.de/presse/plagiate.pdf> (Stand: 2003) (Zugriff: 20.6.2007).
Donath, A. (2002): Plagiate: Online-Texte-Klau an Unis soll aufgedeckt werden. Experten warnen: Hausarbeiten lieber selber schreiben. – Golem.de. IT-News für Profis. <http://www.golem.de/0210/22278.html> (Stand: 23.10.2002) (Zugriff: 20.6.2007).
j) Lexika und Wörterbuch
Brunotte, E., Gebhardt, H., Meurer, M., P. Meusburger & J. Nipper (Hrsg.) (2001): Le-xikon der Geographie in vier Bänden. – Spektrum Akad. Verlag. – Heidelberg.
Dudenredaktion (Hrsg.): Duden Deutsches Universalwörterbuch. – Dudenverlag. – Mannheim.
k) Datenträger
MagicMaps GmbH (2006): Hessen 3D. Das interaktive Kartenwerk. Version 2.0, DVD-ROM. MagicMaps. – Pliezhausen.
Bayrhuber, H. & S. Hlawatsch (2005): System Erde. Unterrichtsmaterialien für die Sekun-darstufe II. CD-ROM. – Kiel.
l) Karten
Hessisches Landesvermessungsamt (Hrsg.) (1998): TK25 Blatt 5118, Marburg. Maßstab 1:25000. – Wiesbaden.
5. Leitfaden zur Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit
Der hier vorgeschlagene Leitfaden ist als Hilfe zur schnellen formalen und inhaltlichen Konzeption von wissenschaftlichen Arbeiten zu verstehen. Die angeführten Referenzpunkte können je nach Zielsetzung desjenigen, der die Arbeit betreut, unterschiedlich gewichtet werden können.
Formalia
-
Gliederung übersichtlich?
-
Zitierweise richtig?
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Literaturverzeichnis korrekt und vollständig?
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Abbildungsnummern vorhanden?
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Rechtschreibkorrektur und automatische Silbentrennung durchgeführt?
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Höchstlänge bzw. Zeit eingehalten?
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Verweise auf Abbildungen und Tabellen im Text?
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Wissenschaftlich akzeptable Quellen?
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Abbildungen in guter Qualität?
Inhalt
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Frage- bzw. Zielstellung der Arbeit in Einleitung aufgezeigt?
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Frage- bzw. Zielstellung der Arbeit im Schlusskapitel wieder aufgegriffen?
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Thema inhaltlich zielgerecht strukturiert?
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Inhaltliches und methodisches Vorgehen erläutert?
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Argumentationslinie bzw. „roter Faden“ sichtbar?
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Theoriebezug vorhanden?
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Zusammenhänge bzw. Übergänge zwischen den einzelnen Punkten nachvollziehbar?
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Thema inhaltlich fehlerfrei bearbeitet?
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Sprachlicher Ausdruck fachgemäß?
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Erläuterung aller verwendeten zentralen Konzepte/Begriffe/Formeln?
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Umfang und Qualität der Literaturbasis adäquat?
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Eigene Fragen entwickelt?
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Kritische bzw. reflexive Auseinandersetzung mit der Literatur oder bloße Reproduktion?
6. Plagiat
Die Dozenten des Fachbereichs stellen immer wieder fest, dass in Hausarbeiten falsch zitiert oder gar abgeschrieben wird. Trotz Erläuterungen zum Thema Plagiat in der Einführungsveranstaltung am Beginn des Studiums ist einigen Studierenden nicht klar, was man unter einem Plagiat versteht. Die folgenden Ausführungen sollen dazu einige Hinweise geben.
Laut Hochschulrektorenkonferenz (1998) ist ein Plagiat „die unbefugte Verwertung unter Anmaßung der Autorschaft“. In diversen Büchern zum Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ finden sich Erklärungen mit Beispielen, wie man sauber zitiert (z.B. Baade et al. 2005; Theisen 2008). Die wichtigsten Punkte sind:
-
Wörtliche Zitate sind in Anführungszeichen zu setzen und mit genauer Seitenangabe der Originalquelle zu versehen. Gedankliche Übernahmen (indirekte Zitate) müssen an der entsprechenden Stelle gekennzeichnet sein. Es ist nicht korrekt, am Ende eines Absatzes alle irgendwo verwendeten Quellen in einer Liste aufzuführen, weil der Dozent dann nicht nachprüfen kann, welche Aussage aus welcher Quelle stammt.
-
Zu langen Abschnitten oder zu ganzen Unterkapiteln nur eine Quelle und diese am jeweiligen Absatz- oder Kapitelende zu zitieren, reicht in der Regel nicht aus.
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Langzitate (wörtliche) sollten nicht mehr als 200 Wörter umfassen und eine eigenständige Zitatformatierung erhalten, z.B. eingerückt und mit einfachem Zeilenabstand (vgl. Baade et al. 2005, S. 150 und der dortige Hinweis auf Rost und Stary 2003). Besteht eine Arbeit aus zu vielen Langzitaten, ist keine eigene wissenschaftliche Arbeit des Studenten gegeben.
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Eine bloße Umstellung der Wörter ist keine eigene Wiedergabe eines Gedankens aus einer anderen Quelle, sondern ein Strukturplagiat, wenn die Stelle nicht als wörtliches Zitat gekennzeichnet ist (vgl. Baade et al. 2005, S. 149). Dies gilt analog für Tabellen, Graphiken, Landkarten etc.: die Ergänzung eines Wortes o.ä. zu einer vorhandenen Abbildung ist noch keine „eigene Darstellung“.
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Es muss immer aus Originalquellen zitiert werden. Nur wenn dies nicht möglich ist, kann man ein Sekundärzitat nehmen, wobei aber ergänzt werden muss, von wo das Sekundärzitat stammt. Dies bedeutet, dass im Literaturverzeichnis keine Quellen stehen dürfen, die man nicht selbst gelesen hat, d.h. im Literaturverzeichnis steht nur die Sekundärquelle.
Es wird den Studierenden dringend empfohlen, sich mit der unten aufgeführten Literatur zum Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ zu beschäftigen, vor allem um die Grenzfälle einschätzen zu lernen.
Alle wissenschaftlichen Arbeiten am Fachbereich werden auf korrekte wissenschaftliche Bearbeitung geprüft. Sind die oben aufgeführten Qualitätsanforderungen nicht erfüllt, liegt ein Plagiat vor, was einem Betrugsversuch entspricht. Laut Prüfungsordnung darf der Studierende dann von der Veranstaltung ausgeschlossen werden. Im Wiederholungsfall wird die Rechtsabteilung der Universität eingeschaltet, was zur Exmatrikulation führen kann.
Zitierte Literatur:
Baade, J.; H. Gertel & A. Schlottmann (2005): Wissenschaftlich arbeiten: ein Leitfaden für Studierende der Geographie. – Haupt. – Bern.
Hochschulrektorenkonferenz (1998): Zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten in den Hochschulen. – < http://www.hrk.de/de/beschluesse/109_422.php > (Stand 1998) (Zugriff 12.07.2010).
Rost, F. & J. Stary (2003): Schriftliche Arbeiten ‚in Form’ bringen. Zitieren, Belegen, ein Literaturverzeichnis anlegen. – In: Franck, N. & J. Stary (Hrsg.): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. – 11. Auflage, Schöningh. – Stuttgart. (neueste, 15. Auflage: 2009)
Theisen, M. (2008): Wissenschaftliches Arbeiten. – 14. Auflage, Vahlen. – München.
Zusätzliche empfohlene Informationsquellen:
Borsdorf, A. (2007): Geographisch denken und wissenschaftlich arbeiten. – 2. Auflage, Spektrum.
http://plagiat.htw-berlin.de/
http://www.plagiarism.org
http://www.arbeitschreiben.de/

