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Herzlich Willkommen beim Forschungs- und Dokumentationszentrum für Kriegsverbrecherprozesse (ICWC)!

Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse (ICWC) besteht an der Philipps-Universität Marburg seit Juli 2003 und hat seit dem 11.11.2008 den Status eines interdisziplinären Forschungszentrums. Zuvor, ab 2000, war es am Max-Planck-Institut für Europäische Rechtsgeschichte Frankfurt/M. angesiedelt.

Die Arbeit am ICWC gliedert sich derzeit in fünf Projekte auf. Diese enthalten wiederum mehrere Unterprojekte, die von verschiedenen Mitarbeitern betreut werden.

 

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Studenten der Philipps-Universität vor dem Gebäude des ECCC in Kambodscha
Transitional Justice

Der Übergang von einem bewaffneten Konflikt in eine friedliche und gesicherte Ära stellt ein Land immer wieder vor schwierige Aufgaben. Vor allem die Auf- und Verarbeitung der begangenen Taten sowie die Wiedergutmachung spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Das Forschungsprojekt Transitional Justice soll hierbei in Zukunft Hilfestellung geben können. Durch Forschung in Krisenregionen und der Analyse von bereits abgeschlossenen Übergangsprozessen sollen im Rahmen dieses Projekts Möglichkeiten und Strategien erarbeitet werden.

Besonders zu erwähnen ist die "ECCC Marburg Monitoring Group". Diese Arbeitsgruppe des ICWC beobachtet und analysiert die Verfahren vor dem ECCC. Die Arbeitsgruppe kooperiert mit Prof. David Cohen von der Universität Berkley, der das Monitoring Programm am ECCC insgesamt ins Leben gerufen hat.

 

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Hauptangeklagte in Nürnberg
II. Weltkrieg

Im Rahmen dieses Projekts ermöglichen wir den Zugang und die Erforschung von Kriegsverbrecherverfahren, die nach dem Ende des II. Weltkrieges stattfanden. Diese stellen einen Meilenstein in der Geschichte des Völkerstrafrechts dar und sind bis heute von großer praktischer Relevanz.

Unser Ziel hierbei ist es langfristig, sämtliche durchgeführte Verfahren zu systematisieren und durch unsere Datenbanken zugänglich zu machen.

Die Materialien werden ständig aktualisiert und in unsere Verfahrensdatenbanken eingepflegt. Diese bieten die Möglichkeit, die ergangenen Urteile mit den dazugehörigen Quellen einzusehen.


Legal Tools

Vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) wird in Kooperation mit externen Partnern eine digitale Plattform mit Datenbanken, virtueller Bibliothek und Anwendunssoftware zum Völkerstrafrecht aufgebaut, die so genannten Legal Tools.

Das ICWC hat mit dem IStGH 2007 einen Kooperationsvertrag abegschlossen und wird im Rahmen dieses Projekts relevante Teile seiner umfangreichen Datenbank für die Legal Tools zur Verfügung stellen.


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ICTY in Den Haag
Völkerstrafprozessrecht

Im Londoner Statut des Internationalen Militärgerichtshofes wurde zum ersten Mal in der Geschichte ein Völkerstrafprozessrecht etabliert.

Das ICWC erforscht sowohl die Geschichte des Völkerstrafprozessrechts seit seinen Anfängen als auch besonders relevante Fragen der aktuellen Praxis.


Völkermordkonferenz

Nach den Gräueltaten des II. Weltkrieges wurde im Jahr 1948 die "Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes" geschaffen.

Anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens fand vom 04.12.2008 bis zum 06.12.2008 eine internationale Konferenz in Marburg statt, in deren Rahmen unter Beachtung der historischen Aspekte moderne Streitfragen in Bezug auf die Konvention erörtert wurden.

Einzelheiten zum Programm entnehmen Sie bitte der Website der Konferenz. Eine Presseerklärung in deutscher Sprache finden Sie hier.



 


Zuletzt aktualisiert: 31.08.2010 · Jürgen Nemitz

 
 
 
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