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Herzlich Willkommen beim Forschungs- und Dokumentationszentrum

Kriegsverbrecherprozesse an der Philipps-Universität Marburg

(International Research and Documentation Centre for War Crimes Trials)

Am ICWC wirken mehrere wissenschaftliche Disziplinen, vor allem Rechtswissenschaft, Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften zusammen, um das Völkerstrafrecht und seine Anwendung unter verschiedenen Blickwinkeln zu erforschen und historische Quellen systematisch zu dokumentieren. Dabei trägt das Forschungszentrum nicht nur zum Lehrangebot der Universität Marburg bei, sondern unterstützt auch die Arbeit internationaler Gerichte durch die Bereitstellung von Prozessunterlagen und wissenschaftlichen Analysen. Darüber hinaus werden regelmäßig internationale Konferenzen organisiert, um die Diskussion unter Wissenschaftlern und Praktikern des Völkerstrafrechts zu bereichern und voranzutreiben.

Seine Exzellenz Judge Hans-Peter Kaul
Seine Exzellenz Judge Hans-Peter Kaul ist nach schwerer Krankheit verstorben. Das ICWC verliert mit ihm viel zu früh einen großen Freund und wissenschaftlichen Unterstützer - und das Völkerstrafrecht einen Wegbereiter (Bild: © ICC-CPI/ Hans Hordijk).

In Gedenken an Seine Exzellenz Judge Hans-Peter Kaul

Am Montag, den 21. Juli 2014, verstarb Seine Exzellenz Richter am Internationalen Strafgerichtshof Hans-Peter Kaul nach schwerer Krankheit.

Erst kürzlich, am 1. Juli, war Judge Kaul nach elf Jahren von seinem Amt als Richter des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) zurückgetreten. Bis zuletzt war sein Wirken geprägt vom Einsatz für die Fortentwicklung des Internationalen Strafrechts. Bereits vor Gründung des Strafgerichtshofs leistete Hans-Peter Kaul entscheidende Beiträge für das Zustandekommen des „Weltstrafgerichts“: Als Leiter der deutschen Delegation und Chefunterhändler in der Zeit von 1996 bis 2003 galt Hans-Peter Kaul als treibende Kraft bei der Formulierung des Rom-Statuts. Im Jahr der Gründung des Gerichtshofes, 2003, wählte die Versammlung der Mitgliedsstaaten Hans-Peter Kaul sodann zum ersten Mal zum Richter, dem einzigen deutschen Richter in den Gremien des IStGH.

„Mit Hans-Peter Kaul verlässt ein Richter der ersten Stunde den IStGH, der dieses Gericht insbesondere in den Anfangsjahren wie kein Zweiter geprägt hat“, erklärte der Direktor des ICWC, Professor Christoph Safferling unlängst anlässlich der Amtsniederlegung von Hans-Peter Kaul. In den dann folgenden elf Jahren seiner Amtszeit diente Judge Kaul dem Gerichtshof zwischenzeitlich auch als Leiter der Vorverfahrensabteilung und Vize-Präsident. Im Rahmen dessen leistete er wichtige Beiträge in anspruchsvollen Verfahren, beispielsweise in Bezug zu den Situationen in der Demokratischen Republik Kongo, in Kenia und Libyen.

Erst im vergangenen Jahr besuchte Judge Kaul die Stadt Marburg anlässlich der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Forschungszentrums. Nicht nur als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats, sondern auch als stetiger Förderer der Forschungsarbeit und als Besucher der Veranstaltungen des Zentrums war Hans-Peter Kaul auch dem ICWC stets eng verbunden. „Sein Tod ist für uns alle, die wir ihn kannten, und für jeden, der sich mit dem Völkerstrafrecht beschäftigt, es erforscht und anwendet, ein schlimmer Verlust. Ohne ihn wären wir im Völkerstrafrecht - zumal in Deutschland -  nicht da, wo wir heute stehen. Sein Einsatz, sein Wirken und seine Persönlichkeit werden uns fehlen. Wir hätten ihn noch lange gebraucht.“

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Trauer um Seine Exzellenz Judge Hans-Peter Kaul
Am Montag, den 21. Juli 2014, verstarb Seine Exzellenz Richter am Internationalen Strafgerichtshof Hans-Peter Kaul nach schwerer Krankheit.

Professor Suh (Seoul) zu Gast am ICWC
Koreanischer Soziologieprofessor zu Forschungsaufenthalt in Marburg

ICWC bedauert Rücktritt Hans-Peter Kauls
Forschungszentrum wünscht dem Richter am Internationalen Strafgerichtshof und Freund des ICWC schnelle Genesung

Legal Flows between Europe and Asia
Workshop mit Heidelberger Wissenschaftlerinnen im Rahmen des ICWC-Monatskolloquiums

Irritationen über weibliche Angeklagte in NS-Prozessen
Vortrag unter dem Titel „‚Schanddirne‘, ‚Hexe‘, ‚braune Witwe‘“

Neue Monitoring-Berichte online
Neue Wochenberichte der Marburger Prozessbeobachter aus dem kürzlich abgeschlossenen Frankfurter Völkermord-Verfahren sind abrufbar.

ICWC-Monatstreffen: Die Justiz auf der Anklagebank
Der Nürnberger Juristenprozess am Beispiel von Franz Schlegelberger und Oswald Rothaug. Es referiert Martin Luber.

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Zuletzt aktualisiert: 23.07.2014

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