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Sammlung des Museums für Bildende Kunst

Potpouri   Das nach dem Universitätskurator Ernst von Hülsen (1875-1950) benannte Museumsgebäude wurde 1927 anlässlich der 400-Jahr-Feier der Philipps-Universität Marburg errichtet und vereint Stilelemente des Neoklassizismus und Art Déco. Zahlreiche Porträts Marburger Professoren dokumentieren seit dem 17. Jahrhundert die enge Verbindung zwischen Museum und Universität. Das Haus bietet mit einer umfangreichen Sammlung von Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen einen Überblick zur Kunst seit 1500.

Das Gemälde „Adam und Eva“ (1610) des Flamen Louis Finson, einer der ersten nicht italienischen von Caravaggio geprägten Maler, zählt ebenso zu den Hauptwerken wie Carl Spitzwegs „Der Briefbote im Rosenthal“ (um 1858). Aus der Münchner Malerschule stammt Friedrich August von Kaulbachs Porträt seiner kleinen Tochter „Hilde“ (1907), der späteren Ehefrau – „Quappi“ – von Max Beckmann. Von den Künstlern des 19. und 20. Jahrhunderts sind Carl Bantzer („Abendmahl in einer hessischen Dorfkirche“ 1891/92, „Schwälmer Tanz“ 1893) und Otto Ubbelohde mit zahlreichen Werken vertreten, die den Kreis der Willingshäuser Malerkolonie ergänzen. Werke des deutschen Neo-Impressionismus (Paul Baum, Curt Herrmann), des Expressionismus (hierzu zählt das Spätwerk Lovis Corinths „Bacchanal“ von 1921), der Neuen Sachlichkeit (Carlo Mense „Mutter mit Kindern“ 1925) und der abstrakten Malerei (Ernst Wilhelm Nay „Sitzende“ 1949) repräsentieren weitere Kunstströmungen. Ergänzt werden sie durch Werke des Informel und der neuen figurativen Malerei (Bernard Schultze, Dieter Krieg, Hans-Hendrik Grimmling u.a.) sowie durch Installationen wie das „Steinhaus mit Seelenloch“ (1980-84) von Hannsjörg Voth.

Unter den Papierarbeiten ragen Ernst Ludwig Kirchners Pastell „Zwei sitzende weibliche Akte“ (um 1908), Paul Klees farbige Federzeichnung „Deutsche Landschaft (Partie am Flusse)“ (1921) sowie Wassily Kandinskys Aquarell „Entstehende Verbindung/Roter Kreis“ (1923) hervor. Ferner gehören plastische Arbeiten des gebürtigen Marburgers Adolf von Hildebrand (Terrakottarelief „Elisabeth von Herzogenberg als hl. Cäcilie“ 1893/97) und von Georg Kolbe („Kauernde“ 1907) zum Museumsbestand.

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Zuletzt aktualisiert: 23.11.2011 · Pressestelle

 
 
 
Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Marburg, Biegenstraße 11, D-35032 Marburg
Tel. 06421/28-22355, Fax 06421/28-22166, E-Mail: museum@verwaltung.uni-marburg.de

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