BILD BUCH WORT WELT
Moderne Kunst und ihre Akteure
1901-1937
(6. Juni bis 10. August 2008)
Museum für Bildende Kunst (Ernst-von-Hülsen-Haus)
Biegenstraße 11, 35037 Marburg
Öffnungszeiten: Di bis So 11-13 und 14-17 Uhr, Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 5. Juni 2008, um 18 Uhr
Zur Ausstellung:
Die Blüte der modernen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts war nur als
Gemeinschaftsleistung vieler Akteure möglich. Auch die im Laufe der
Zeit erfolgreichen Künstler wie Paul Klee oder Wassily Kandinsky wurden
von einem Netzwerk aus Publizisten, Galeristen, Verlegern, Literaten
und Sammlern getragen.
Die aus einem Projektseminar des kunstgeschichtlichen Instituts hervorgegangene Ausstellung präsentiert Kunstwerke der Klassischen Moderne und stellt eine Auswahl von Persönlichkeiten vor, deren Arbeit dieser Kunst zur Anerkennung verhalf. Es handelt sich um teils kämpferische, teils bedächtige Vermittler zwischen den Kunstwerken und einem Publikum, dem angesichts der Neuerungen oftmals die Sprache fehlte. Neben Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgraphiken aus den Beständen des Universitätsmuseums und des kunstgeschichtlichen Instituts wird eine Vielzahl von Zeugnissen zur modernen Kunst gezeigt. Kommentiertes und Kommentierendes begegnen sich so in den Räumen des Museums. Eine Fülle von gut gestalteten und informativen Zeitschriften, Büchern und Ausstellungskatalogen bietet einen Einblick in das spannungsvolle Netzwerk Moderne mit seinen vielfältigen inneren Beziehungen.
Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind die Jahre der Weimarer Republik, als Kunstmarkt und Kunstliteratur florierten. Thematisiert werden aber auch Positionen der Jahre vor dem Ersten Weltkrieg und die Angriffe gegen die moderne Kunst nach 1933. Eine wichtige Rolle spielt in der Marburger Ausstellung der Kunsthistoriker Richard Hamann, der in der Universitätsstadt von 1913 bis 1949 Kunstgeschichte lehrte und aus dessen Sammlung wichtige Exponate der aktuellen Präsentation stammen.
Führungen durch Studierende des Seminars:
08. Juni 2008, 15.00 Uhr
15. Juni 2008, 11.30 Uhr
22. Juni 2008, 15.00 Uhr
29. Juni 2008, 11.30 Uhr
12. Juli 2008, 15.00 Uhr
Es finden sich Kunstwerke in der Ausstellung
von:
Alexander Archipenko, Ernst Barlach, Willi Baumeister, Heinrich
Campendonk, Lovis Corinth, Lyonel Feininger, Conrad Felixmüller, George
Grosz, Erich Heckel, Otto Hettner, Karl Hofer, Alexander von Jawlensky,
Wassily Kandinsky, Alexander Kanoldt, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee,
Oskar Kokoschka, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz, Wilhelm Lehmbruck, Oskar
Moll, Johannes Molzahn, Emil Nolde, Otto Pankok, Max Pechstein,
Christian Rohlfs, Rudolf Schlichter, Karl Schmidt-Rottluff, Georg
Schrimpf, Milly Steger, Maria Uhden
Folgende thematische Einheiten werden
präsentiert:
Der Dichter Theodor Däubler, die Kunsthändler Paul Cassirer und Bruno
Cassirer, Herwarth Walden, Alfred Flechtheim, der Museumsgründer Karl
Ernst Osthaus, der Museumsdirektor Ludwig Justi, der
Zeitschriftengründer und Publizist Paul Westheim, die Verleger Georg
Biermann und Wieland Herzfelde, der Schriftsteller Oskar Maria Graf,
die Kunsthistoriker Wilhelm Worringer, Max Sauerlandt, Richard Hamann,
Rosa Schapire und Carl Einstein, das Bauhaus, die Aktion „Entartete
Kunst“
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Projektseminars:
Marie Floride, Asnata Gerzen, Milena Hristova, Mascha Justus, Jenny
Lehrl, Ann-Kathrin Ochs, Maia Marghishvili, Carsten Rasch, Fabian
Reifferscheidt, André Rompf, Friedrich Jakob Söhn, Stefanie Alexa
Stork, Peter Wedwitschka, Anke-Cara Weimer, Hanna Ziervogel
Projektleitung:
Dr. Christoph Otterbeck, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des
Kunstgeschichtlichen Instituts und des Museums für Kunst und
Kulturgeschichte

