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Die 17. Marburger Gespräche zum Pharmarecht fanden am 6. und 7. März 2014 statt.

Marktzugang unter den Bedingungen des AMNOG und Werbung auf dem Markt

Der Marktzugang für innovative Arzneimittel unterliegt einigen Hürden. So verkomplizieren und verzögern beispielsweise die unterschiedlichen Regelungen und Verfahren in den EU-Ländern den Zugang zum europäischen Binnenmarkt teilweise erheblich. Analysen aus den letzten Jahren zeigen, dass in einzelnen Ländern mitunter über ein Jahr zwischen Zulassung eines Arzneimittels und dessen Verfügbarkeit für die Patienten liegen kann; wobei diese zeitlichen Abstände einem Aufwärtstrend unterliegen. Und auch auf dem deutschen Arzneimittelmarkt bereitet das Verfahren zur frühen Nutzenbewertung noch immer große Probleme. Die 17. Marburger Gespräche zum Pharmarecht widmen sich daher in einem ersten Schwerpunkt den verschiedenen europäischen und nationalen Aspekten des Marktzugangs für Arzneimittel.

Anschließend daran konzentriert sich der zweite Teil der Veranstaltung auf aktuelle Entwicklungen aus dem Werberecht. Besondere Bedeutung verdienen dabei die Werbung mit Studienergebnissen und die Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und pharmazeutischen Unternehmern. Abschließendes Thema der Marburger Gespräche zum Pharmarecht ist die Produkt- und Patienteninformation über Apps. Aufgrund der steigenden Zahl von Smartphone-Nutzern besitzt dieser innovative Bereich ein erhebliches Potential für den Arzneimittel- und Medizinproduktemarkt, wirft aber auch viele ungeklärte Rechtsfragen auf. Höchste Zeit also für eine umfassende rechtliche Untersuchung, was mit Apps möglich und zulässig ist!

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