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Berytos. Archäologie einer antiken Handelsmetropole in der Levante. Auswertung und Publikation der Rettungsgrabungen in der Altstadt von Beirut (Libanon)

Beirut: Carceres, Thermen und Theater
BEY 155 & 141
Foto: Jesper Wangen

Beirut / Libanon

Deutscher Akademischer Austauschdienst https://www.daad.de/
Deutsche Forschungsgemeinschaft http://www.dfg.de/
Gerda Henkel Stiftung https://www.gerda-henkel-stiftung.de/

 

Förderung: DFG, die Gerda-Henkel-Stiftung, DAAD

Projektleiter: Prof. Dr. Winfried Held

Kooperationspartner
:
Dr. Hans Curvers
Prof. Dr. Helga Seeden (American University of Beirut)

MitarbeiterIn /AnsprechpartnerIn:

Weitere Projektbeteiligte:

Dr. Zoi Kotitsa (Keramik)
Dr. Gerhard Jöhrens (Amphorenstempel)
Dr. Jack Nurpetlian (Münzen)
Dipl.-Ing. Christine Wilkening-Aumann (Architektur)
Ghada Daher (Terrakottastatuetten)
Johanna Kranzbühler (Anthropologie)
Jesper Wangen (Stratigraphie, Eisenzeit)

Projektgebundene Forschungsarbeiten:
Hassan El-Hajj, M.A. (DAAD-Stipendiat, Philipps-Universität Marburg), Die Wohnhäuser von Berytos

Späteisenzeitliches und hellenistisches Gebäude BEY 155
Foto: Jesper Wangen

Ziel des Projekts ist die umfassende Erforschung der urbanen Geschichte von Berytos (Beirut) vom Hellenismus bis in die Spätantike. Grundlage dafür sind die umfangreichen Rettungsgrabungen in der Beiruter Altstadt, die im Rahmen des Wiederaufbaus seit dem 1990 beendeten libanesischen Bürgerkrieg stattfanden.
In der ersten Phase des Projektes steht im Mittelpunkt die kontextspezifische Untersuchung der Großbauten im Wadi Abu Jmil, um die Entwicklung dieses Stadtteils zu erfassen. Dieses Gebiet wurde erst in der frühen Kaiserzeit in die Stadt einbezogen. Das Areal umfasst den Hippodrom, einen großen Thermenkomplex und ein Theater. Hellenistische Ruinen an der Nordseite des Hippodroms, die u. a. zu einem extraurbanen Heiligtum gehören, versprechen zudem, Licht auf die wenig bekannte urbane Geschichte Beiruts in hellenistischer Zeit zu werfen. Die Ähnlichkeit mit dem Hippodrom von Caesarea Maritima, einem Hippo-Stadion, lässt auf enge Beziehungen zwischen der neu gegründeten Colonia Iulia Augusta Felix Berytos und Herodes schließen. Daneben werden Fundgruppen aus den Rettungsgrabungen Gattungsspezifisch untersucht, insbesondere die Münzen, die Amphorenstempel und die Glasfunde. Ein Dissertationsprojekt widmet sich zugleich den antiken Wohnhäusern.

 

Abschlussarbeiten:

H. Reinhardt, Glas aus Beirut. Die Glasfunde aus der römischen Therme in BEY 178 (unv. Masterarbeit, Philipps-Universität Marburg 2014)

 

Literatur:

H. H. Curvers – U.-W. Gans – W. Held – Z. Kotitsa – J. Nurpetlian – J. Wangen, The Hippodrome of Berytos. Preliminary Report, BAAL 19, 2017 (im Druck)

H. H. Curvers – U.-W. Gans – W. Held – Z. Kotitsa – J. Nurpetlian – J. Wangen – Ch. Wilkening-Aumann, Der Hippodrom von Berytos. Vorbericht über die Ergebnisse der Arbeiten 2012 bis 2015, MarbWPr 2015/16, 147-217

W. Held, The Hippodrome of Berytus, its Functions, and Herodian Influence in Berytus, in: Greek Culture & Interaction in the Levant 4th cent. BC – 7th cent. CE, ARAM Society for Syro-Mesopotamian Studies, Oxford 2017 (im Druck)

W. Held – Z. Kotitsa, The Marburg BERYTOS Project: A New Approach to the Study of Ancient Beirut’s Archaeology, Berytus 55-2, 2016, 137-148

G. Jöhrens, Stamped Amphora Handels from Beirut, BAAL 19, 2017 (im Druck)

Z. Kotitsa, From Macedonia to the Levant? Two spool saltcellars in the AUB Museum, Berytus 55-1, 2016, 251-262

Z. Kotitsa – Chr. Römer-Strehl, Spool Saltcellars from Egypt, Cyrenaica and the Near East, in: IARPotHP 2 (im Druck)

J. Nurpetlian, The Coin Findings from the Roman Theater of Beirut, Berytus 55-1, 2016, 213-227

H. Reinhardt, Almost 2000 Years of Glass. The Glass Findings from a Roman Bath in Beirut (BEY 178), BAAL 19, 2017 (im Druck)

H. Reinhardt, Glas aus Beirut. Die Glasfunde aus der römischen Therme in BEY 178, Berytos 1 (Marburg 2019)