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Die hellenistische Residenz Tulul adh-Dhahab

Foto: Camilla S. Lundgren

Tulul adh-Dhahab / Jordanien

Förderung: Verein zur Förderung der Archäologie im unteren Jabboktal/Jordanien e.V.

Projektleiter: Prof. Dr. Thomas Pola (TU Dortmund)
 
Teilprojekt Hellenismus: Prof. Dr. Winfried Held

MitarbeiterIn /AnsprechpartnerIn
Julia Hertzer, M.A.
Tlf.: +49 6421 28 22 326
Email: hertzerj@staff.uni-marburg.de

Weitere Projektbeteiligte:
Hannelore Kröger (Spenge, Grabung)
Werner Best (Spenge, Grabung)
Jesper Wangen (Keramik, Funde)

Projektgebundene Forschungsarbeiten
Julia Hertzer, M.A. (Philipps-Universität Marburg), Die Residenz auf dem Tell adh-Dhahab West im Kontext hellenistischer Palastarchitektur der Levante

Jordanien Tulul adh-Dhahab
Foto: Julia Hertzer

Die seit 2005 laufenden Ausgrabungen auf den Tulul adh-Dhahab werden von Thomas Pola (TU Dortmund) geleitet. Seit 2011 beteiligen sich auch Mitarbeiter des Marburger Archäologischen Seminars an den Arbeiten. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die hellenistische Residenz auf der Gipfelterrasse des westlichen der beiden Hügel, die u.a. mit zwei dorischen Peristylhöfen ausgestattet war. Der Ort ist im 2. und 1. Jh. v. Chr. im Grenzgebiet der seleukidischen und hasmonäischen Macht gelegen und wohl im frühen 1. Jh. v. Chr. zerstört worden. Davon zeugt eine Brandschicht, in der auch Schleuderbleie und Pfeilspitzen gefunden wurden.

Jordanien Tulul adh-Dhahab JRC
Foto: Julia Hertzer

Das Projekt zielt auf eine Rekonstruktion der Residenz und ihrer Funktion. Zu klären sind dabei die Datierung und der Bauherr der Errichtung der Residenz sowie die Datierung und der Grund ihrer Zerstörung. Dafür werden die Stratigraphie, C14-Daten und die Keramik aus relevanten Kontexten herangezogen.
Von Interesse sind dabei auch die früheren Siedlungsphasen seit dem Neolithikum. Herausragende Funde sind als Spolien in den hellenistischen Mauern wiederverwendete Quader mit figürlichen Ritzzeichnungen des 10. Jhs. v. Chr., die von einem eisenzeitlichen Monumentalbau auf dem Westhügel stammen müssen.

Literatur:
Th. Pola – H. Kröger – J. Hertzer – S. Neumann – W. Held – A. Büsing-Kolbe – B. Dreyer, Tulul adh-Dhahab. Eine eisenzeitliche und hellenistische Residenz in Jordanien. Vorbericht über die Forschungen 2005 bis 2015, Marburger Winckelmann-Programm 2015–2016, 77–145