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Bibliothek

Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte archiviert 1.168 für den Bildnachlass relevante Bände der Bibliothek Reinhart Kosellecks aus dem Privathaus in Bielefeld. Dabei handelt sich um einen ausgewählten Teilbestand von übernommenen Bänden. Der Hauptteil von 9.439 Bänden wird im Deutschen Literaturarchiv in Marbach aufbewahrt. Beide Bestände sind im Online-Katalog Kallías des Deutschen Literaturarchivs Marbach verzeichnet. Entsprechend seiner Zugehörigkeit zur Bildsammlung ist der Marburger Teilbestand von 1.168 Bänden im Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte aufgestellt und einsehbar.

Zum Bestand „Bibliothek Reinhart Koselleck im Online-Katalog Kallías des Deutschen Literaturarchivs Marbach

Hinweise zur Recherche im Bestand der Bibliothek Reinhart Koselleck

Inhaltlich ist der Bestand übernommener Bände breit gefächert. In Marbach sind Geschichtsschreibung und -theorie, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, Philosophie, politische Theorie, Rechts- und Verfassungsgeschichte sowie Soziologie stark vertreten; daneben finden sich Werke der Weltliteratur, der Sprach- und Literaturwissenschaft, Theologie und Kirchengeschichte, Anthropologie, Ethnologie, Sozialpsychologie und Psychologie. Die Bibliothek Koselleck repräsentiert den Typus einer universal konzipierten Gelehrtenbibliothek, in die sich auch der Teilbestand in Marburg klassisch einfügt, der inhaltlich Kosellecks Forschungsfeldern zur politischen Ikonographie beziehungsweise Ikonologie und politischen Sinnlichkeit, zur Kunst, Kunstgeschichte und Kunsttheorie und zu dem so genannten Forschungsfeld der „Hippologie“ zugeordnet ist.

Nahezu alle Bücher weisen die vielfältigen und zahlreichen Evidenzen einer Gelehrtenbibliothek auf: Widmungen, Anstreichungen, Notizen und Randbemerkungen sowie eingelegte Manuskripte, Briefe und Zeitungsausschnitte, die im Zuge einer Formal- und Provenienzerschließung dokumentiert und im Online-Katalog Kallías des Literaturarchivs Marbach mit Verweis auf Einlagen (Handschriftlicher Bestand) verzeichnet wurden. Damit steht der Forschung eine der umfangreichsten und vielseitigsten Historikerbibliotheken des 20./21. Jahrhunderts zur Verfügung, die Einblicke in die Denk- und Schreibwerkstatt Reinhart Kosellecks gewährt.

Das Projekt zur Erschließung der Bibliothek Reinhart Koselleck (Juli 2011 bis Juni 2014) wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Förderprogramms Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme unterstützt.

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