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Ketzerbach
Herzlich Willkommen

... auf den Seiten des Zentrums für Konfliktforschung. Das Zentrum ist eine zentrale und interdisziplinäre Einrichtung der Philipps-Universität Marburg. Es bietet neben Modulen für verschiedene Bachelor-Studiengänge einen deutschsprachigen Masterstudiengang und in Kooperation mit der University of Kent (Canterbury) einen englischsprachigen Masterstudiengang zur Friedens- und Konfliktforschung an. Forschungsprojekte am Zentrum beschäftigen sich unter anderem mit der Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen und Prozessen der Friedenskonsolidierung nach massiver Gewalt, mit Intergruppenkonflikten sowie mit der Politik Internationaler Administrationen in Nachkriegsgesellschaften. Aktuelle wissenschaftliche und politische Fragen werden darüber hinaus auch in der Ringvorlesung des Zentrums diskutiert, die jedes Semester stattfindet.

 

Neuigkeiten

 

Stellenausschreibung: Studentische Hilfskraft --> Bewerbungsfrist 15.09.2017

Logo ZfK

Am Zentrum für Konfliktforschung ist zum 1. November 2017 befristet bis 31. Oktober 2018 die Stelle einer Studentischen Hilfskraft zu besetzen. Bewerbungsunterlagen sind bis zum 15. September 2017 an Timothy Williams (timothy.williams@staff.uni-marburg.de) zu senden.

Die komplette Ausschreibung finden Sie hier.

 

Marburger Studierende unternehmen Exkursion nach Kambodscha

Kamboscha Exkursion

Vom 29. Juli bis zum 10. August 2017 unternahmen 13 Studierende der Rechtswissenschaften sowie der Friedens- und Konfliktforschung unter der Leitung des Geschäftsführers des ICWC, Dr. Wolfgang Form, eine Studienreise nach Kambodscha. Im Zentrum des 12-tägigen Aufenthaltes stand der Besuch der Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia (ECCC) in Phnom Penh. Es war nach 2008 bereits die zweite Exkursion unter der Leitung Dr. Forms in die kambodschanische Hauptstadt. 

Vor den ECCC sind die führenden Köpfe des Khmer Rouge-Regimes angeklagt, unter dem zwischen April 1975 und Januar 1978 geschätzt 1,8 bis 2 Millionen Menschen ums Leben gekommen sind. Viele verhungerten, konnten den unerträglichen Arbeits- und Lebensbedingungen nicht standhalten, hatten keine ausreichende medizinische Versorgung oder wurden Opfer von Folter, Mord und politischer Verfolgung. 

Im Mittelpunkt der Exkursion standen dementsprechend die ECCC-Verfahren gegen den ehemaligen Leiter des Foltergefängnisses Tuol Sleng in Phnom Penh, KAING Guek Eav (alias Duch) sowie die beiden ehemaligen Spitzenpolitiker des Pol Pot-Regimes, KHIEU Samphan und NUON Chea.Ersterer ist bereits zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, in den anderen beiden Fällen stehen die Berufungs-Urteile noch aus. Weitere Verfahren sind zur Zeit in Planung, ob es allerdings tatsächlich zu Anklagen kommen wird, ist noch unklar. Die Exkursionsteilnehmer*innen erlebten die ECCC dementsprechend in einer spannenden Phase des Umbruchs. 

Im Zentrum stand nicht zuletzt die Frage, welcher Stellenwert den ECCC nach fast 10-jähriger Gerichtspraxis von verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren zugeschrieben wird. Um dieser Frage nachzugehen, fanden neben dem Besuch der ECCC Treffen unter anderem mit Mitarbeiter*innen der GIZ bzw. des Zivilen Friedensdienstes, dem kambodschanischen Civil Party Lead Co-Lawyer PICH Ang und Traumaexpert*innen von der NGO Transcultural Psychosocial Organization (TPO) statt. Zudem besuchten die Exkursionteilnehmer*innen unter anderem die Paññāsāstra Universität in Phnom Penh, wo ein reger Austausch mit kambodschanischen Studierenden über die Wirkung juristischer Versöhnungsmechanismen im Allgemeinen und der ECCC im Besonderen stattfand. 

Die Exkursion war ein voller Erfolg, da die Teilnehmer*innen die gesellschaftlichen Wirkungs- und Funktionsweisen eines hybriden Gerichts miterleben, in Dialog mit nationalen und internationalen Akteuren treten und deren Einschätzung juristischer Aufarbeitungsprozesse erfahren und die gesellschaftliche Legitimation des Tribunals sowie seinen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit prüfen konnten.  

                                                                                                                                                                                                                                                           

 

Neues Drittmittelprojekt: Victimhood after mass violence. How victim participation at the ECCC and other dealing with the past projects effect justice

Foto Projekt Williams

In the past years, increasing attention has been given to the victims of mass violence in Transitional Justice processes with the will to include them in these processes. The most far-reaching attempt of inclusion of victims in judicial Transitional Justice process began in the Extraordinary Chambers of the Courts of Cambodia (ECCC), in which for the first time in international criminal justice civil parties were allowed. This research project interrogates the actual effect victim participation in the Cambodian Transitional Justice process has had on justice and reconciliation.

Financed by: Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (2017-2018)

Project leader: Timothy Williams
Researcher: Julie Bernath

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          

 

Zentrumskolloquium im SoSe 2017  --> Nächster Termin am 18.09.2017

Plakat Zentrumskolloquium SoSe 2017

Das Kolloquium soll dazu dienen, die Forschung am Zentrum mit konfliktrelevanter Forschung anderer Wissenschaftler_innen  der Philipps-Universität Marburg und darüber hinaus in Dialog zu bringen. Das Kolloquium findet einmal im Monat, jeweils montags um 12 Uhr s.t. in Raum 00/1010 in der Deutschhausstraße 3 statt.

18.09.2017

Lisa Bogerts, Goethe Universität Frankfurt

Hannah Schmidt, Zentrum für Konfliktforschung

 

 

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Weitere und ältere Mitteilungen finden Sie unter "Aktuelles".

 

Zuletzt aktualisiert: 21.08.2017 · Schiftne

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Zentrum für Konfliktforschung, Ketzerbach 11, D-35032 Marburg
Tel. +49 6421/28-24444, Fax +49 6421/28-24528, E-Mail: konflikt@staff.uni-marburg.de

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