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Archiv der Philipps-Universität Marburg

 

Das Universitätsarchiv verwahrt das in der laufenden Verwaltung der Universität nicht mehr benötigte Schriftgut, erschließt es und macht es für die Forschung, aber auch für die Universität selbst nutzbar. Zur Zeit umfasst das Universitätsarchiv knapp 500 Urkunden und mehr als 2000 lfd. Regalmeter Amtsbücher und Akten aus der Zeit vom 13. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart.

Seit 1890 sind die Bestände als Depositum im Hessischen Staatsarchiv Marburg untergebracht. Am 1. März 2006 hat die Universität mit der Einstellung einer Archivarin die Einrichtung selbst übernommen (vgl. Nachricht vom 24. April 2006). Akten und Urkunden blieben aber im Staatsarchiv und können dort im Lesesaal eingesehen werden. Seit dem 1. Februar 2010 zählt das Archiv zu den Zentralen Einrichtungen der Universität.

 

Wichtiger Hinweis!

Vom 27. Dezember 2017 bis einschließlich 2. Januar 2018 ist das Universitätsarchiv nicht besetzt. Benutzerberatungen durch Mitarbeiter des Archivs und Aktenaushebungen können in dieser Zeit nicht stattfinden. Bis zum 22. Dezember bestellte Akten können aber im Lesesaal des Hessischen Staatsarchivs Marburg eingesehen werden.


 

Die besondere Archivalie

 

 

"Jedoch 's ist heute auch nicht selten, daß Damen als Gelehrte gelten" – Advent-Nachmittag 1959

 

 

 

Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts gehörten zum akademischen Leben auch spezielle Formen der Geselligkeit. Dazu zählten Ausflüge der Professoren „mit Damen“ und veritable „Damenkränzchen“. Ein fester Punkt im Kalender war dabei auch ein „Advent-Nachmittag für Damen des Lehrkörpers“.

Im Jahr 1959 fand die Festivität am 18. Dezember in den Räumen der Mensa in der Reitgasse statt. Als Gastgeberin fungierte die Ehefrau des Rektors Rudolf Reinhardt. Aber auch der Rektor selbst fand Zeit, an der Veranstaltung teilzunehmen. Er betrat im roten Rock des Nikolaus‘ die Szene und erfreute vornehmlich die Ehefrauen seiner Kollegen mit kleinen Geschenken und einem selbstverfassten Gedicht. Leider existieren keine Bilder von dieser Veranstaltung, aber das Gedicht findet sich noch in den Akten (UniA MR 305a Nr. 3229). Es gibt einen kleinen Einblick in das „motorisierte Biedermeier“ (Erich Kästner) der fünfziger Jahre.

 


„Vom Himmel hoch, da komm ich her

mit einem Sack voll Gaben schwer.

Es ist mir gar nicht leicht geworden,

von Süden, Osten, Westen, Norden

war es am Himmel nicht geheuer

ein Sputnik- und Raketenfeuer,

Ihr könnt euch so was gar nicht denken,

wie sollt ich meinen Schlitten lenken,

daß mir im großen Weltenall

passierte kein Verkehrsunfall?

Doch seht, ich hab’s mit eigener Kraft

in diesem Jahr noch mal geschafft.“