Prof. Dr. Joachim Herrgen (* 1954)
Akademischer Werdegang
Bis 2001
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Johannes-Gutenberg Universität Mainz
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Seit 2001
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Philipps-Universität Marburg
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Dissertation (1986)
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Koronalisierung und Hyperkorrektion. Das palatale Allophon des
/CH/-Phonems und seine Variation im Westmitteldeutschen. Stuttgart
(Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung. 9.)
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Habilitationsschrift (2000)
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Die Sprache der Mainzer Republik (1792/93). Historisch-semantische
Untersuchungen zur politischen Kommunikation. Tübingen. (Reihe
Germanistische Linguistik. 216).
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Forschungs- und Lehrprofil
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Die
Hauptarbeitsfelder von Prof. Herrgen sind die
„Sprache-und-Politik-Forschung“ und die „Regionalsprachenforschung“.
Mit dem ersten Themenbereich hat sich Professor Herrgen besonders im
Rahmen seiner Untersuchungen zu den semantischen Veränderungen
beschäftigt, die durch die Französische Revolution im Deutschen
ausgelöst wurden. Am Beispiel der „Mainzer Republik“ von 1792/93, der
ersten Republik auf deutschem Boden, wurden die sprachlichen
Innovationen beschrieben, die mit politischen Umwälzungen einhergehen.
Das zweite Forschungsgebiet ist die Dynamik der Regionalsprachen des
Deutschen. Diese areallinguistischen Forschungen betreibt Professor
Herrgen im institutionellen Rahmen des Forschungsinstituts „Deutscher
Sprachatlas“. Herrgen ist einer der beiden Projektleiter der aktuell
laufenden Großprojekte „Digitaler Wenkeratlas“ (DiWA) und
„Regionalsprache.de“ (REDE), mit denen die deutschen Regionalsprachen
umfassend erforscht und in einer Internetplattform dokumentiert werden.
(Vgl. http://www.diwa.info und http://www.regionalsprache.de
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Wichtigste Veröffentlichungen
- (2006) Sprachgeographie und Optimalitätstheorie. Am Beispiel der
t-Tilgung in Auslaut-Clustern des Deutschen. In: Zeitschrift für
Dialektologie und Linguistik 72, 2005. S. 277-317.
- (2001-2008) Digitaler Wenker-Atlas (DiWA). Hgg. mit Jürgen Erich
Schmidt, bearb. von Alfred Lameli, Alexandra Lenz, Jost Nickel und
Roland Kehrein, Karl-Heinz Müller, Stefan Rabanus. Erste vollständige
Ausgabe von Georg Wenkers "Sprachatlas des Deutschen Reichs". 1888-1923
handgezeichnet von Emil Maurmann, Georg Wenker und Ferdinand Wrede.
Marburg: Forschungsinstitut "Deutscher Sprachatlas" 2001ff.
- (1994-2002) Mittelrheinischer Sprachatlas (MRhSA). 5 Bände. [Mit G.
Bell¬mann und J. E. Schmidt] Tübingen: Niemeyer
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Fragen an Joachim Herrgen
Sprache ist...
... der entscheidende Evolutionsvorteil der Menschen.
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Noam Chomsky ist...
... ein ganz Großer unseres Fachs, der sich aber leider wenig für
Sprachvariation interessiert hat.
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Auf eine einsame Insel würde ich folgende drei Dinge
mitnehmen:
1. Ein Satellitentelefon
2. Einen iPod
3. Ein Feuerzeug
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Mein Lieblingsroman:
Der Zauberberg
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Das wäre ich geworden, wenn es mich nicht an die Uni verschlagen
hätte:
Hafenarbeiter in Marseille
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Meine Frage an Ferdinand de Saussure:
Wo haben Sie Hermann Pauls "Sprachgefühl" versteckt?
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Ich lehre in der Sprachwissenschaft, weil...
... Sprache das ist, was den Menschen zum Menschen macht.
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Außer in Marburg wäre ich gerne an folgendem Ort der Erde
beschäftigt:
in Paris
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Wenn ich noch einmal studieren könnte, würde ich...
... vielleicht wieder Sprachwissenschaft studieren.
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Außer Lehre und Forschung gehört meine Leidenschaft...
... dem Kochen.
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