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Prof. Dr. Jürgen Erich Schmidt (* 1954)

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Akademischer Werdegang

Wiss. Stationen:
1975-1980


Studium der Germanistik, Politikwissenschaft, Theologie und Pädagogik in Mainz
1980-1994 Assistent und Hochschuldozent an der Universität Mainz
1995-1999 C4-Professor für germanistische Linguistik an der Universität Greifswald
seit 2000
Sprachatlasdirektor an der Philipps-Universität Marburg
Qualifikationsschriften:
Examensarbeit (1982)


Desinteresse am Religionsunterricht? Ein Test zur Messung der religiösen Ansprechbarkeit von Schülern.
Dissertation (1986)
Die mittelfränkischen Tonakzente (Rheinische Akzentuierung)
Habilitation (1993)
Die deutsche Substantivgruppe und die Attribuierungskomplikation.

Forschungs- und Lehrprofil

  • Variationslinguistik
  • Dialektologie
  • Phonetik
  • Phonologie
  • Syntax
  • Grammatik
  • Geschichte der Sprachwissenschaft


Wichtigste Veröffentlichungen
  • 1985): Systemkontrast und Hörerurteil. Zwei Dialektalitätsbegriffe und die ihnen entsprechenden Meßverfahren. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 52, S. 20–42 (mit Joachim Herrgen).
  • (1994–2002): Mittelrheinischer Sprachatlas (MRhSA). Band 1–5 (Mit Günter Bellmann und Joachim Herrgen). Tübingen: Niemeyer.
  • (2002): Die sprachhistorische Genese der mittelfränkischen Tonakzente. In: Auer, Peter / Gilles, Peter / Spiekermann, Helmut (Hrsg.): Silbenschnitt und Tonakzente. Tübingen. (Linguistische Arbeiten. 463.), S. 201–233.

Fragen an Jürgen Erich Schmidt

Sprache ist ...
... im Moment wahrscheinlich der spannendste Forschungsgegenstand überhaupt.

Noam Chomsky ist ...
... ein äußerst anregender Kopf, der mit seiner methodischen Naivität die Linguistik auf ihren Weg zu einer exakten Wissenschaft aber um Jahrzehnte zurückgeworfen hat.

Auf eine einsame Insel würde ich folgende drei Dinge mitnehmen:
Kommt drauf an: Liegt die Insel im hohen Norden oder tiefen Süden, dann wären warme Stiefel, Winterzelt und Jagdausrüstung nicht schlecht, wenn sie dort liegt, wo die Kokosnüsse von den Palmen fallen, vielleicht eine Machete, eine wasserdichte Bibliothek mit spannenden Romanen und eine Schnorchelbrille.  

Mein Lieblingsroman:
Josef und seine Brüder

Das wäre ich geworden, wenn es mich nicht an die Uni verschlagen hätte:
Kapitän

Meine Frage an Ferdinand de Saussure:
Warum um Teufels Willen soll die diachronische Sprachwissenschaft nur isolierte Einzelphänomene behandeln dürfen?
 
Ich lehre in der Sprachwissenschaft, weil ich ...
... die Forschung für das letzte wirklich lohnende Abenteuer halte und es Riesenspaß macht, die Studierenden auf die Entdeckungsreisen mitzunehmen. 

Dieses Seminar wollte ich schon immer mal halten:
Ich halte meine Lieblingsseminare schon seit ich in Marburg bin: „Lernwerkstatt Sprachatlas“, „Unbekannte Welt der Prosodie“, Sprachdynamik“.

Außer in Marburg wäre ich gerne an folgendem Ort der Erde beschäftigt:
Toll wäre Sommer in Greifswald, Winter in Marburg.

Wenn ich noch einmal studieren könnte, würde ich ...
... wahrscheinlich wieder dieselben Fächer studieren, manchmal liebäugele ich auch mit Ozeanographie.

Außer Lehre und Forschung gehört meine Leidenschaft ...
... dem Segeln mit Traditionsschiffen.





Zuletzt aktualisiert: 02.09.2008 · Wohlfart

 
 
 
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