Prof. Dr. Richard Wiese (* 1953)
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Akademischer Werdegang
| Wiss. Stationen: |
Ich bin ziemlich viel herumgekommen: Studium in Marburg und Bielefeld, Mitarbeiter und Assistent an den Universitäten Bielefeld, Kassel, TU Berlin, Düsseldorf, Gastprofessor an den Universitäten Leipzig und Stuttgart. |
| seit 1996 |
Professor an der Universität Marburg |
| Qualifikationsschriften: | |
| Dissertation (1983) |
Psycholinguistische Aspekte der Sprachproduktion: Sprechverhalten
und Verbalisierungsprozesse. Buske Verlag, Hamburg. (Dissertation
Universität Bielefeld, 1982). |
| Habilitation (1988) |
Silbische und Lexikalische Phonologie. Studien zum Chinesischen und
Deutschen. Niemeyer Verlag, Tübingen (Habilitationsschrift Universität
Düsseldorf 1986). |
Forschungs- und Lehrprofil
| Meine Hauptarbeitsgebiete sind die Phonologie, die Morphologie, die Orthographie und die Psycholinguistik. Dabei interessiert mich vor allem, wie Wörter aufgebaut sind und wie sie vom Menschen verarbeitet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt neben der Beschreibung der deutschen Sprache und der Theoriebildung auf dem Zusammenspiel der vier oben genannten Bereiche: z. B. wie die prosodische Phonologie die Struktur der Wörter mitbestimmt, wie Aspekte der Wortstruktur kognitiv verankert sind, und wie die Orthographie mit Phonologie und Morphologie interagiert. In der Lehre behandele ich neben diesen Gebieten auch andere, wie die Darstellung der linguistischen Themen allgemein und die Anwendung von Expertenwissen auf die Produktnamenentwicklung. |
Wichtigste Veröffentlichungen
|
Fragen an Richard Wiese
Sprache ist ...
... das wichtigste menschliche Kommunikationsmittel, manchmal
verblüffend und unterhaltsam, manchmal verwirrend
Noam Chomsky ist ...
... der wichtigste Sprachwissenschaftler des 20. Jahrhunderts
einer, der hartnäckig an seinen Positionen festhält, auch wenn sie
wahrscheinlich falsch sind.
Auf eine einsame Insel würde ich folgende drei Dinge
mitnehmen:
1. Einen MP3-Player
2. Hat man auf einsamen Inseln eigentlich Handy-Empfang?
3. Ein Schweizer Taschenmesser
Mein Lieblingsroman:
meistens der, den ich gerade lese, aber grundsätzlich viel von John
Irving, John le Carré und Günther Grass
Das wäre ich geworden, wenn es mich nicht an die Uni verschlagen
hätte:
Vielleicht Lehrer, lieber aber Musiker.
Meine Frage an Ferdinand de Saussure:
Was haben Sie wirklich mit langue, parole und langage gemeint? Haben
Ihre Schüler Sie richtig wiedergegeben?
Ich lehre in der Sprachwissenschaft, weil...
... es zu meinem Job gehört, weil es immer wieder anders ist, weil es
manchmal Spaß macht.
Dieses Seminar wollte ich schon immer mal halten:
Was Sie schon immer über Sprache wissen wollten, aber bisher nicht zu
fragen wagten.
Außer in Marburg wäre ich gerne an folgendem Ort der Erde
beschäftigt:
Santa Cruz, Kalifornien
Wenn ich noch einmal studieren könnte, würde ich...
... wieder Sprachwissenschaft studieren, vielleicht aber auch Biologie
oder Musik
Außer Lehre und Forschung gehört meine Leidenschaft...
... Musik, Radfahren, Kindern (in wechselnden Reihenfolgen)

