Portrait Philip Müller

Hallo, mein Name ist Philip und ich studiere den Masterstudiengang „Human Geography: Innovation and Spatial Impacts“ im zweiten Semester. In Marburg bin ich erst seit Oktober 2011, vorher habe ich drei Jahre in Dresden Geographie studiert. Ich habe mich schnell in der Stadt eingelebt. Besonders geholfen hat mir dabei die familiäre Atmosphäre im Fachbereich Geographie. Die Veranstaltungen finden alle in den Räumlichkeiten des Fachbereichs statt und die Anzahl der Kursteilnehmer ist sehr überschaubar. Dadurch ist die Betreuung sehr individuell und man lernt seine Kommilitonen sehr schnell kennen.
Fachlich interessiert mich besonders der Bereich der Raumwirtschaftspolitik, weshalb ich mich bewusst für die spezifische Ausrichtung des Masters in Marburg entschieden habe. Die Mehrzahl der Kurse hat einen wirtschaftsgeographischen Schwerpunkt, durch die externen und die profilbildenden Module wird einem jedoch die Möglichkeit geboten, auch anderen Interessensgebieten nachzugehen. Gleich zu Beginn meines Masterstudiums wurde ich von der Offenheit bei der Themenwahl für Seminararbeiten positiv überrascht: So konnte ich mich im ersten Semester im Modul „Geography of Knowledge Economics“ z.B. mit dem russischen Innovationssystem im Bereich der Nanotechnologie beschäftigen, während ein Kommilitone über das multinationale Unternehmen Toyata seine Seminararbeit schrieb. Dadurch habe ich die Freiheit, mich entsprechend meiner Interessen zu spezialisieren. Besonders gut finde ich am Masterprogramm die methodische Ausbildung. Neben reinen Methodenkursen wird auch in den anderen Kursen viel methodisches Wissen vermittelt und praktisch angewendet. Im letzten Semester habe ich zusammen mit einer Kommilitonin mit Hilfe eines Planspiels Wirtschaftsdaten generiert, die wir anschließend in unserer Seminararbeit statistisch ausgewertet haben. Parallel dazu lief der Kurs „Advanced Statistics“, der die theoretischen Grundlagen dafür gelegt hat.
Was mir zu Beginn des Masters ein wenig Bedenken machte, war die Arbeit mit vorwiegend englischer Fachliteratur sowie das Anfertigen von Seminararbeiten auf Englisch. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ist dies für mich zum Alltag geworden. Zudem empfinde ich es jetzt als praxisnahe Vorbereitung auf meinen Aufenthalt im Ausland – ab September 2012 werde ich für ein Semester an die Universität Aalborg gehen und mein Studium in einem thematisch ähnlichen Masterprogramm fortsetzen.

