Kapazitäten
Das spezifische Programm »Kapazitäten« dient der Verbesserung der Forschungs- und Innovationskapazitäten in ganz Europa. Das Programm kombiniert die Fortsetzung und Verstärkung von Maßnahmen früherer Rahmenprogramme mit einigen wichtigen Neuheiten.
- Eine europäische Forschungsinfrastruktur soll geschaffen werden. Die Förderung zur Schaffung neuer und im Aufbau bestehender Infrastrukturen findet insbesondere ausgehend auf Empfehlung des ESFRI (Europäisches Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen, gegründet 2002, besteht aus Vertreter/innen der 25 Mitgliedsstaaten und einem/einer Vertreter/in der Kommission) statt.
- Desweiteren sollen die KMUs in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch Forschung unterstützt werden. Vereinfachte Regelungen bei der Antragsstellung und der finanziellen Abwicklung sollen Anreize schaffen.
- Forschungsorientierte Cluster sollen installiert werden. In der Pilotaktion »Wissensorientierte Regionen« werden regionale Forschungsträger eingebunden, um eine Analyse der Forschungsagenda der regionalen Cluster und die Konzeption von Instrumenten zu erstellen. Ziel ist es, sich mit dieser Forschungsagenda bei besonderen Forschungstätigkeiten auseinanderzusetzen, ggf. Mentoring für weniger entwickelte Regionen zu übernehmen, eine bessere Infrastruktur zu erschaffen und alle Forschungsakteure mit einzubinden.
- Besondere Anregungen für Randregionen werden beispielsweise durch Forscherabordnungen gegeben, um Forschungspotential freizusetzen.
- Die Annäherung von Wissenschaft und Gesellschaft und politische Aktivitäten werden in diesem Programm gefördert. Das findet beispielsweise durch die Einbeziehung von Forscher/innen und der Öffentlichkeit in wissenschaftsbezogene Fragen oder durch Geschlechterforschung in Form von Studien, öffentlichen Veranstaltungen, Preisen, Umfragen etc statt.
- Maßnahmen zur internationalen Zusammenarbeit werden durch strategische Partnerschaften mit Drittländern oder durch die Auseinandersetzung mit globalen Thematiken realisiert.

