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Wissenschaftliche Zentren der Philipps-Universität Marburg

Center for Mind, Brain and Behavior (CMBB)

EEG-Haube
Foto: Rolf K. Wegst

Das in Gründung befindliche Center for Mind, Brain and Behavior (CMBB) wird gemeinsam von der Phillips-Universität Marburg und der Justus-Liebig Universität Giessen am Forschungscampus Mittelhessen (FCMH) getragen. Ziel der gemeinsamen interdisziplinären Forschungsarbeiten ist das bessere Verständnis der Funktionsweisen des menschlichen Gehirns und des menschlichen Verhaltens. Beteiligt sind einschlägige Disziplinen, insbesondere Psychologie, Neurowissenschaften, Biologie, Medizin, Pharmazie, Physik und Informatik. Die Projekte aus dem Bereich der Grundlagen- und translationalen Forschung reichen von der Untersuchung subzellulärer Prozesse bis hin zum gesamten Gehirn und des Verhaltens gesunder Versuchspersonen sowie neurologischer und psychiatrischer Patienten. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums.

LOEWE-Zentrum für Synthetische Mikrobiologie

Logo Förderprogramm LOEWE zusammen mit Logo des Zentrums für Synthetische Mikrobiologie, kurz SYNMIKRO

Die Philipps-Universität Marburg, das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie und die Max-Planck-Gesellschaft haben im Januar 2010 mit der Förderung des Hessischen Exzellenzprogramms LOEWE in Marburg den Aufbau eines Zentrums für Synthetische Mikrobiologie - Kürzel SYNMIKRO - begonnen. In dem Zentrum sollen neue Funktionseinheiten synthetisiert und in Zellen integriert werden, um Mikroorganismen mit neuen Eigenschaften und Anwendungspotential herzustellen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Zentrums.

Centrum für Nah- und Mitteloststudien (CNMS)

Gebäude des Centrums für Nah- und Mitteloststudien in der Deutschhausstraße
Foto: Dr. Dr. Leslie Tramontini

Das 2006 errichtete interdisziplinäre Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) ermöglicht mit gegenwärtig sieben Professuren, einer Vielzahl an Mitarbeitern und durch eine breite Vernetzung Expertise in unterschiedlichsten Themenbereichen, wie Sprachen, Geschichte, Literatur, Religion, Archäologie, Geographie, Politik, Sozialwissenschaften und Wirtschaft. Dadurch wird die Region (MENA - Middle East and North Africa sowie Iran und die Türkei) in ihrem Gesamtkontext verständlich und zugänglich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Centrums. 

Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg

Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg ist eine national und international agierende Forschungs- und Serviceeinrichtung, deren Träger die Philipps-Universität Marburg ist. Das Zentrum beinhaltet die Sammlung, Erschließung und Vermittlung von Fotografien zur europäischen Kunst und Architektur sowie die Erforschung der Geschichte, Praxis und Theorie der Überlieferung von visuellem Kulturgut, insbesondere die Erkundung der damit verbundenen medialen Transformationsprozesse, der Bedingungen des Speicherns von Wissen in visueller Form, der Bedeutung der Erinnerung visueller Kultur in der Gesellschaft. Mit rund 1,7 Millionen Aufnahmen ist Foto Marburg eines der größten Bildarchive zur europäischen Kunst und Architektur. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums.

Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas (DSA)

Abbildung: Studierende in der Bibliothek des Deutschen Sprachatlas
Foto: David Maurer

Zentrale Aufgabe des Forschungszentrums Deutscher Sprachatlas ist die Erforschung der Dialekte, Substandardvarietäten und Regionalsprachen der deutschen Sprache. Für diese Aufgabe bietet das Institut der „scientific community“ umfassende Forschungsmöglichkeiten. Hierzu gehören umfangreiche, zum größeren Teil einmalige Sammlungen und Dokumentationen (Forschungsmaterialien), eine Spezialbibliothek, linguistische Sprachdatenerhebungs- und Analyseeinrichtungen und ein sprachgeographisches Computerlabor. Mit der Einweihung des mit 10,5 Millionen finanzierten Neubaus im Mai 2016 ist der Deutsche Sprachatlas in den Pilgrimstein 16 innerhalb Marburgs umgezogen. Die am Institut arbeitende spezialisierte und international vernetzte Arbeitsgruppe forscht vor allem zu den Themen Dialektologie, Regionalsprachenforschung, Phonetik, Prosodie, Phonologie, Morphologie und Syntax und entwickelt Methoden der linguistischen Datenerhebung und Datenanalyse. Dies sind auch die thematischen Schwerpunkte der von den Institutsmitgliedern abgehaltenen Lehrveranstaltungen. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums.

Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse (ICWC)

Zu den wichtigsten Aufgaben des Zentrums gehören die Erforschung und Dokumentation historischer Quellen, insbesondere von Material im Zusammenhang mit Kriegsverbrecherprozessen. Im Zuge dieser Tätigkeiten sammeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ICWC (International Research and Documentation Centre for War Crimes Trials) überall auf der Welt verstreute Quellen und werten sie unter verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln aus. Auf diesem Wege bietet das Forschungszentrum nicht nur als zentrale Sammelstelle Zugriff auf diese Quellen, sondern hält auch eine umfassende und stetig wachsende Datenbank bereit, durch welche schnell und übersichtlich auf einen immensen Fundus relevanter Informationen zugegriffen werden kann. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Forschungszentrums.

Marburger Centrum Antike Welt (MCAW)  

Abbildung: Goldmünze Philipps II. von Makedonien
Foto: Prof. Andreas Müller-Karpe

Das Centrum ist ein Verbund von Fächern der Altertumswissenschaften, die eine Zeitspanne von ca. 2000 v. Chr. bis 500 n. Chr. abdecken. Der Zusammenschluss erfolgte im Jahr 2009, die offizielle Gründung war im Jahr 2013. Forschungsgegenstand sind die Staaten, Völker und Kulturen des Mediterraneums einschließlich ihrer Nachbarvölker sowie die Welt Vorderasiens. Das Ziel besteht in der interdisziplinären Forschung und Lehre. Durch den Zusammenschluss von Fächern unterschiedlicher Methodik und fachspezifischer Kultur mit je eigener Quellen- und Materialgrundlage und Betrachtungsweise wird eine Behandlung komplexer, über das eigene Fach hinausweisender Fragestellungen möglich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums. 

Wissenschaftliches Zentrum für Materialwissenschaften (WZMW) 

Der Forschungsschwerpunkt des 1989 gegründeten Zentrums für Materialwissenschaften ist in den Fachbereichen Chemie und Physik beheimatet und stark in Forschung und Lehre vertreten. Es haben sich weit gefächerte Aktivitäten im Bereich der Grundlagenforschung als auch in der anwendungsorientierten Forschung auf den Gebieten der Festkörper- und Oberflächenphysik, Polymerchemie und -physik, Anorganischen Chemie sowie Organischen Chemie und Biochemie entwickelt. Das WZMW fördert die Materialforschung durch systematische und kontinuierliche Schwerpunktbildung sowohl an der Philipps-Universität als auch durch Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums. 

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung 

Das Zentrum dient der Stärkung und Profilierung der Frauen- und Geschlechterforschung an der Philipps-Universität Marburg durch die Koordination, Vernetzung und Verstetigung von Forschungsaktivitäten und unterstützt sie mit der Organisation von Tagungen, Workshops, Kolloquien und anderen Veranstaltungen, durch eigene Publikationen, Datenbanken und Öffentlichkeitsarbeit. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich liegt in der Lehre. Das Zentrum organisiert und koordiniert das Studienprogramm "Gender Studies und feministische Wissenschaft", das mit einem Zertifikat abgeschlossen werden kann und dessen Basis- und Aufbaumodul in zahlreiche Studiengänge importiert werden kann. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums.

Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung (ZIR)

Holzperlenkette mit Totenköpfen
Foto: ZIR

Das Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung untersucht fach- und fachbereichsübergreifend die Bedeutung von Religionen für Individuen, soziale Gemeinschaften und Kulturen, dabei berücksichtigt es in komparativer Perspektive historische und aktuelle Phänomene. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums.

Zentrum für Konfliktforschung

Abbildung: Gebäude des Zentrums für Konfliktforschung in der Ketzerbach in Marburg
Foto: ZfK

Das Zentrum ist eine zentrale und interdisziplinäre Einrichtung der Philipps-Universität Marburg. Forschungsprojekte am Zentrum beschäftigen sich unter anderem mit der Aufarbeitung schwerer Menschenrechtsverletzungen und Prozessen der Friedenskonsolidierung nach massiver Gewalt, mit Intergruppenkonflikten sowie mit der Politik Internationaler Administrationen in Nachkriegsgesellschaften. Aktuelle wissenschaftliche und politische Fragen werden darüber hinaus auch in der Ringvorlesung des Zentrums diskutiert, die jedes Semester stattfindet. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage.

Zentrum für bildgebende Forschung (ZebiF)

Eingang Gebäude Zentrum für Tumor- und Immunbiologie
Foto: Felix Wesch

Das Zentrum für bildgebende Forschung (ZebiF) bietet Wissenschaftlern aus universitärer und industrieller Forschung die Möglichkeit der nicht invasiven Kleintierbildgebung mittels Magnetresonanztomographie. Diese Technik ermöglicht dank des sehr hohen Weichteilkontrastes eine Darstellung struktureller und funktioneller Veränderungen einzelner Organe und Organsysteme bei Versuchstieren von bis zu 1,2 kg. Hierzu zählen u. a. Mäuse, Ratten, Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen und Katzen. Für diese Aufgabe stehen neben einem 7T-Hochfeld Magnetresonanztomographen diverse Messpulen, Tierbetten und eine umfangreiche Anästhesie inklusive Tierüberwachung (Atmung, EKG, Temperatur) zur Verfügung. Die Mitarbeiter stellen eine Expertise auf dem Gebiet der nichtinvasiven MR-Bildgebung, der Datenanalyse und Interpretation, der Konzeptionierung und Durchführung von Experimenten und deren Beantragung dar. Die Forschungseinrichtung befindet sich in der Klinik für Diagnostische und interventionelle Radiologie (Zentrum für Tumor- und Immunbiologie, ZTI) des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des Forschungszentrums.

Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)

Mit dem Hessischen Lehrerbildungsgesetz von 2004, seiner Umsetzungsverordnung von 2005 sowie mit dem Hessischen Hochschulgesetz (2009, §48) verbinden sich in Hessen bildungspolitische Reformziele, die auf eine deutlich berufsorientiertere Lehrerausbildung ausgerichtet sind. Zur Umsetzung und Förderung dieser Ziele in den Lehramtsstudiengängen wurde an der Philipps-Universität Marburg ein Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) eingerichtet. Das ZfL ist zuständig für die Sicherstellung des Lehrangebotes, Allgemeine Bestimmungen (ABL), Zusatzqualifikationen, Praktika, Evaluation, Studienberatung, Berufungsverfahren in der Lehrerausbildung, Zusammenarbeit mit der Zweiten Phase, Schul- und Unterrichtsforschung sowie Fort- und Weiterbildung. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Zentrums.