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„Vorrichtung zur intraperitonealen Applikation eines Ozons oder ozonisierenden Sauerstoff aufweisenden Fluides in einem menschlichen oder tierischen Körper“

 

PD Dr. Michael Bette, Prof. Dr. Eberhard Weihe,

Fachbereich Medizin - Institut für Anatomie und Zellbiologie

 

Prof. Dr. Robert Mandic, Prof. Dr. Jochen A. Werner,

Fachbereich Medizin - Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

 

Tumorerkrankungen stellen heute eine der häufigsten Erkrankungen verbunden mit hohen Belastungen der Patienten dar. Häufig sind maligne Tumoren weitgehend therapieresistent und führen zum frühzeitigen Tod des Patienten. Zu den gegenwärtigen Therapieoptionen gehören in Abhängigkeit von der Tumorart die chirurgische Entfernung, die Bestrahlung, die Chemotherapie oder eine Kombination dieser Verfahren. Oft bringen diese Methoden jedoch nicht den erwünschten Heilungserfolg. Der Grund hierfür liegt darin, dass viele Tumore wie ein verzweigtes Wurzelwerk infiltrativ in gesundes Gewebe einwachsen oder eine hohe und aggressive Metastasierungsfrequenz aufweisen, wodurch eine vollständige operative Entfernung schwierig bis unmöglich ist und auch eine medikamentöse Therapie oder die Bestrahlungstherapie häufig nur palliativ sind.

Die Entwicklung wirksamer alternativer Tumortherapien ist deshalb eine unabdingbare Voraussetzung, will man die Chancen eines Heilerfolgs bei malignen Tumoren erhöhen. Ein neuer, erfolgversprechender Ansatz in der Bekämpfung von Tumoren stellt die Applikation eines O3/O2-Gasgemisches in den Bauchraum, die O3/O2-Pneumoperitoneum (O3/O2-PP) Therapie dar.

 

In dem geförderten Projekt wird nun die Wirksamkeit einer intraperitonealen (i.p.) Gasinsufflation auf dessen anti-tumorigene und anti-metastatische Wirksamkeit bei verschiedenen spontan entstandenen Tumoren bei Hund und Katze untersucht. Parallel dazu wird an einem für Kopf-Hals Malignome etablierten experimentellen Tiermodell (VX2-Karzinom), einem Plattenepithelkarzinom des weissen Neuseelandkaninchens, mittels molekularbiologischer Methoden nach Kandidatengenen gefahndet, welche dem therapeutischen Effekt der O3/O2-PP Therapie zugrunde liegen könnten Ziel der Studie ist es, zu analysieren, ob das Einbringen von einem medizinischen O3/O2-Gasgemisch in den Bauchraum zu einer Reduktion bzw. Remission des Primärtumors und falls vorhanden zu einem Rückgang der Metastasen führt. Anhand identifizierter Kandidatengene soll ein Nachweissystem etabliert werden, durch welches bereits in einem frühen Therapiestadium eine Prognose über die Ansprechrate gestellt werden kann.

 

Die Mittel des Machbarkeitsfonds werden für die Veredelung der drei bestehenden Patentfamilien der Universität Marburg verwendet:

1)      Deutsche Patentanmeldung DE 10 2004 017 599.3 (07.04.2004) und daraus abgeleitete Anmeldungen

2)      Deutsche Patentanmeldung DE 10 2007 044 103.9 (15.09.2007) und daraus abgeleitete Anmeldungen

3)      Deutsche Patentanmeldung DE 10 2007 054 411.3 (13.11.2007) und daraus abgeleitete Anmeldungen

Wachstum und Entwicklung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Wachstum und Entwicklung eines aurikulären VX2 Tumors (a) Repräsentative Entwicklungsstadien des Tumors beim Kaninchen nach O3/O2 Therapie (von Tag 14-19) und (b) nach Sham Behandlung ohne Gasinsufflation. 

 

Terrier

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 21.09.2011 · Rockelm

 
 
 
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