02.07.2008
Marburger Tibetwochen - eine kurze Rückschau
Zwei Wochen facettenreiches Programm im Juni 2008 zu "Tibet in Marburg"
Anlässlich der Sonderausstellung „Tibet in Marburg“ in der
Religionskundlichen Sammlung der Philipps-Universität Marburg fanden
vom 16. bis 27. Juni 2008 die Marburger Tibetwochen statt. Die
Religionskundliche Sammlung und das Fachgebiet Religionswissenschaft
der Philipps-Universität boten in Kooperation mit der Stadt Marburg ein
vielseitiges Programm an, bei dem verschiedene Aspekte tibetischer
Kultur kennen gelernt werden konnten: In der ersten Woche
thematisierten zahlreiche gut besuchte, abendliche Vorträge
verschiedener Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler aus ganz
Deutschland Religion, Kunst, Kultur, sowie das Alltagsleben
Tibets.
Praktischer ging es am Freitag, den 20. Juni weiter, konnten sich doch die Teilnehmer eines Kochkurses mit Lama Könchok Samten und Ani Könchok Tsechö von Dharmakirti e.V. aus Heuchelheim selbst an der Zubereitung kulinarischer Spezialitäten vom Dach der Welt versuchen und diese anschließend verkosten. Ebenfalls am Freitag vermittelte die Diplom-Restauratorin Ute Griesser aus dem Raum Köln Einblicke in die praktische Arbeit bei der Erhaltung tibetischer Rollbilder. Abgeschlossen wurde der erste Teil der Marburger Tibetwochen mit einer öffentlichen Sonderführung durch die Ausstellung „Tibet in Marburg“ am Sonntag, den 22. Juni, bei der die Marburger Privatdozentin Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt anhand der zahlreichen Exponate die materielle und religiöse Kultur Tibets beleuchtete.
In der zweiten Woche erstellten fünf
tibetische Lamas der Drikung Kagyü-Tradition ein wundervolles
„Sandmandala des Allumfassenden Mitgefühls“ im Marburger Rathaus. Mit
großer Geduld und akribischer Genauigkeit streuten die Mönche ein
komplexes kosmisches Diagramm aus farbigem Sand, das alle Lehren des
Buddhismus in sich vereint. Es bot sich die seltene Gelegenheit, den
tibetischen Mönchen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und
nachmittags bei begleitenden Erläuterungen etwas über die Bedeutung des
Mandalas zu erfahren. Am Montag, den 23. Juni fand darüber hinaus eine
Segnung des Tempelraumes in der Sonderausstellung „Tibet in Marburg“
durch die tibetischen Lamas statt. Die weitere Arbeit am Mandala wurde
ergänzt durch den Vortrag des tibetischen Gelehrten Khenpo Könchok
Rangdol, der am Mittwoch, den 25. Juni das Thema „Die heilsame Kraft
von Liebe und Mitgefühl“ im Historischen Rathaus-Saal behandelte.
Einen letzten Höhepunkt der Marburger Tibetwochen bildete am Freitag den 27. Juni die rituelle Auflösung des Mandalas: Von einem zahlreichen Publikum begleitet führten die Mönche die Abschlusszeremonien am Mandala durch, um den Sand des Mandalas nach einer feierlichen Prozession durch die Stadt schlussendlich dem Wasser der Lahn zu übergeben und damit die segensreiche Kraft über den Wasserlauf allen Lebewesen zukommen zu lassen.
Praktischer ging es am Freitag, den 20. Juni weiter, konnten sich doch die Teilnehmer eines Kochkurses mit Lama Könchok Samten und Ani Könchok Tsechö von Dharmakirti e.V. aus Heuchelheim selbst an der Zubereitung kulinarischer Spezialitäten vom Dach der Welt versuchen und diese anschließend verkosten. Ebenfalls am Freitag vermittelte die Diplom-Restauratorin Ute Griesser aus dem Raum Köln Einblicke in die praktische Arbeit bei der Erhaltung tibetischer Rollbilder. Abgeschlossen wurde der erste Teil der Marburger Tibetwochen mit einer öffentlichen Sonderführung durch die Ausstellung „Tibet in Marburg“ am Sonntag, den 22. Juni, bei der die Marburger Privatdozentin Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt anhand der zahlreichen Exponate die materielle und religiöse Kultur Tibets beleuchtete.
Einen letzten Höhepunkt der Marburger Tibetwochen bildete am Freitag den 27. Juni die rituelle Auflösung des Mandalas: Von einem zahlreichen Publikum begleitet führten die Mönche die Abschlusszeremonien am Mandala durch, um den Sand des Mandalas nach einer feierlichen Prozession durch die Stadt schlussendlich dem Wasser der Lahn zu übergeben und damit die segensreiche Kraft über den Wasserlauf allen Lebewesen zukommen zu lassen.

