Internationaler Museumstag 2011
Die Religionskundliche Sammlung beteiligte sich – als eines von über 1800 Museen – am 34. Internationalen Museumstags mit einem Erzählcafé
| Am Sonntag, 15. Mai 2011 folgten über sechzig Besucherinnen und
Besucher der Einladung des einzigen Museums der Religionen Deutschlands
und erfuhren bei Kaffee und Kuchen spannende Reiseabenteuer und
Anekdoten der vier Gäste. Die verschiedensten Objekte der Erinnerung
und auch zahlreiche Fotos dienten den vier Erzählerinnen und Erzählern
zur Veranschaulichung. |
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| Klangvoll begann der Museumstag am Morgen mit drei Stücken eines kleinen Jazzensembles (Gesang: Jördis Volkmann; Kontrabass: Artur Schulz; Banjo: Louis Teitge). Nachdem die Reisesehnsucht musikalisch geweckt worden war, lud der festlich dekorierte Seminarraum Religionswissenschaft im selben Gebäude zu den narrativen Ausflügen in das Gedächtnis im Erzählcafé ein. Bis 16:30 Uhr konnte man den Erzählungen lauschen. Auf reges Interesse stieß zudem das Angebot, die Sonder- und Dauerausstellungen der Religionskundlichen Sammlung zu besichtigen. | ![]() |
Erzählerinnen und Erzähler |
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Julia Dippel (Wissenschaftliche
Mitarbeiterin) berichtete über eine römisch-germanische
Matronenstatuette, die sie während ihres Praktikums in der
Religionskundlichen Sammlung kennengelernte. Zufällig entdeckte sie in
einem Internet-Forum ein Foto mit der Marburger Matronenstatuette
(Gipsabguss), der auf einem geschmückten Hausaltar einer Neuheidin
stand. Julia Dippel schilderte am Museumstag ihr wissenschaftliches
Interesse an dem Objekt und den Bezug auf die heutige, häufig
matriarchale, Rezeption der drei abgebildeten weiblichen
Gestalten.
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| Laura Griese (Studentin) berichtete über ihre Reisen nach Indien
und ihren Begegnungen mit den Menschen dort. Eine kleine Statue von
Ganesha, der elefantenköpfige Gott, der alle Hindernisse beseitigt, war
unter anderem ihr Objekt der Erinnerung. |
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| Peter Schwarz (Gasthörer) wählte für seine Reiseerzählungen neben anderen Gegenständen ein Schwein aus Flechtwerk mit Kasuarfedern und Kaurischnecken, das Kindern am Mittleren Sepik (Papua Neuguinea) einst als Spielzeug diente. Auch stellte er eine befreundete tibetische Familie aus Ladakh und seine Erlebnisse in diesem Teil Indiens vor. Ein tibetischer Frauenhut entführte die Zuhörerinnen und Zuhörer in diese ferne und doch nahe Welt. | |
| Prof. Rainer Hannig (Honorarprofessor für Ägyptologie) war als
erster Ägyptologe in China und erzählte Anekdoten über interkulturelle
Missverständnisse im Reich der Mitte, die er anhand verschiedener
Gegenstände illustrierte. Man glaubt nicht, was eine einfache
Reißzwecke und ein Plastikbecher alles zu erzählen haben... Auch eine
maoistische Unterbekleidung in blau spielte eine übergeordnete
Rolle. |
Von vielen kam der Wunsch, dieses Ereignis zu wiederholen. Es hat den Besucherinnen und Besuchern gefallen in angenehmer Atmosphäre zu plaudern und Reiseberichten zu lauschen. Das Team der Religionskundlichen Sammlung wird sich am nächsten Internationalen Museumstag im Jahr 2012 wieder mit Führungen und Aktionen beteiligen. Das Motto wird sein: “New challenges – new inspiration”!


