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Digitale Ideengeschichte

Porträt Niccolo Machiavelli nach Santi die Tito (16. Jahrhundert) / Ausschnitt einer künstlich verpixelten schwarz-weißen Fotografie vor weißem Hintergrund und mit orangem Unterstrich
Abb.: Oxford University Press

Über digitale politische Kultur, politische Transformationen durch Technologien, Technikphilosophie als politische Theorie und Vernetzung als politische Bild- und Ideengeschichte.

Team: PD Dr. Marion Näser-Lather, Dr. Jörg Probst

oranger Schriftstreifen mit Eulen-Motiv nach Francisco de Goya, Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer (1797)

Wintersemester 2019/20
Seminar im Masterstudiengang Politikwissenschaft
Dr. Jörg Probst
Digitalisierung - eine Ideengeschichte. Politische Theorien des Internet

Umbrüche in der Kommunikationstechnologie sind politische Umbrüche. In diesem Sinne waren die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern oder die Geburt des Kinos und der Television nicht nur technologische, sondern auch politische Zäsuren. Doch anders als diese medialen Revolutionen, deren politische Tragweite erst nachträglich Medientheoretiker des 20. Jahrhunderts wie Marshall McLuhan oder Walter Benjamin durchdachten, wurden die Digitale Revolution und die Erfindung des Internet von Anfang an von politischen Theorien begleitet und inspiriert. Diese dynamische Interaktion von politischem Denken und kommunikationstechnologischer Innovation steht an der Wiege des Internet als ursprünglich militärischem Projekt, prägt den Siegeszug des WorldWideWeb als Grenzen überschreitende basisdemokratische Vernetzung und mündet vorläufig in die Logik digital erzeugter Konflikte wie Hatespeech und Hetze in Sozialen Medien oder durch Cyberkriminalität in „hybriden Kriegen“. Das Seminar vergleicht Texte des 20. und 21. Jahrhunderts über die „neuen Medien“ als politische Theorie und verfolgt die Digitalisierung als politischen Transformationsprozess zwischen Technikeuphorie und Technikkritik.

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    Foto: Christian Stein

    07.November 2019/20
    Vortragsreihe "Was ist Politik?" / Semesterschwerpunkt "Kunst und Politikwissenschaft"
    Mythen, Rückeroberung und heroischer Kampf
    Die pathetische Bildlichkeit rechtsextremer Memes im digitalen Raum
    Nick Nestler B.A. (Marburg)

    Sommersemester 2019
    Vortragsreihe in Kooperation mit dem Marburg Center for Digital Culture and Infrastructure (in Gründung)
    "Digitale Kultur - Kultur digital"
    Die Vortragsreihe "Digitale Kultur - Kultur digital" fragte nach den wechselseitigen Bedingungen und Abhängigkeiten von Kultur, Politik und Technologie im 21. Jahrhundert. Die Beiträge gaben einen Einblick in die Vielfältigkeit der laufenden Forschungen zur digitalen Kultur und zur Kultur des Digitalen.
    Mit Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel (Marburg), Prof. Dr. Christoph Bareither (Berlin), Prof. Dr. Malte Hagener (Marburg), Florian Irgmaier M.A. (Berlin), Prof. Dr. Sybille Krämer (Berlin), PD Dr. Marion Näser-Lather (Marburg), Dr. Jörg Probst (Marburg), Nils Reichert M.A. (Marburg), Dr. Christian Schönholz (Marburg) und Mira Wallis M.A. (Lüneburg).

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    eule quadrat cut 2
    Foto: Christian Stein

    Nick Nestler
    Memetische Bilderkämpfe. Rechtsextreme Memes - eine politische Ikonographie
    "Bei der zielgerichteten Suche nach Memes innerhalb rechter Netzwerke auf Social-Media-Plattformen fallen zwei Aspekte besonders auf: 1. das allgemein hohe Maß an pathetischer Bildlichkeit und 2. eine immense Menge an Visualisierungen mit historischen Bezügen."
    Volltext als PDF-Download.