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Lateinische Sprachkurse

Organisation

Die lateinischen Sprachkurse am Fachgebiet Klassische Philologie der Philipps-Universität sind dreistufig organisiert:

  1. Anfängerkurs (LSK I): Lateinische Grammatik, erster Teil, anhand des Lehrbuchs Lingua Latina (s.u.), Lektionen 1-13
  2. Fortgeschrittenenkurs (LSK II): Lateinische Grammatik, zweiter Teil, anhand des Lehrbuchs Lingua Latina (s.u.), Lektionen 14-25
  3. Lektürekurs (LSK III): Vorbereitung auf die Sprachprüfung durch angeleitete Lektüre lateinischer Originaltexte anhand des Buches Legenda - Transferenda (s.u.).
  • Alle drei Niveaustufen werden in jedem Semester angeboten. So ist es möglich, innerhalb von drei Semestern die zum Bestehen der Latinumsprüfung erforderlichen Lateinkenntnisse zu erwerben.
  • Alle Kurse umfassen 4 Semesterwochenstunden (2x2 SWS).
  • Für die Teilnahme an den Lateinischen Sprachkursen II und III ist das Bestehen einer Eingangsklausur Zulassungsvoraussetzung.

Kurstermine und Anmeldung

Die Termine der Kurse sind im universitätsweiten Vorlesungsverzeichnis von MARVIN zu finden – und zwar unter „Fachbereich 10“ – „Bachelorstudiengänge“ – „B.A. Historische Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften“ – „Fortgeschrittener Spracherwerb“ – „Einführung in die lateinische Sprache“.

Die Anmeldung zur Teilnahme zu einem Lateinischen Sprachkurs erfolgt selbstständig während der ersten Veranstaltungen im Kurs durch persönliche Eintragung auf einer Teilnehmerliste bei der Kursleiterin bzw. dem Kursleiter. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie sich zur Teilnahme an den Zugangsklausuren der Fortgeschrittenkurse über ILIAS anmelden müssen. Eine Anmeldung zu den Kursen über MARVIN findet nicht statt.

Lehrmaterialien

Als Lehrbuch verwenden der Anfänger- und der Fortgeschrittenenkurs (LSK I, LSK II): Cornalia Techritz / Hermann Schmid, Lingua Latina. Intensivkurs Latinum. Lehr- und Arbeitsbuch; Stuttgart: Klett 2012.

Im Lektürekurs (LSK III) wird das Lektürepensum folgendem Buch entnommen: Felix M. Prokoph / Angelika Fricke: Legenda - Transferenda. Lateinischer Lektürekurs; 2. Auflage, Speyer: Kartoffeldruck-Verlag 2013.

Tutorien

Das Fachgebiet Klassische Philologie bietet ein Tutorium Latinum an, das allen Teilnehmern an den Lateinischen Sprachkursen I, II und III offensteht. Dieses Turorium findet während der Vorlesungszeit wöchentlich (2 SWS) statt und auch während der vorlesungsfreien Zeit werden regelmäßige Präsenztermine angeboten. Daneben erfolgt eine systematische Betreuung über das ILIAS-Portal.

Das Tutorium dient dazu, die in den Kursen präsentierten und erarbeiteten Inhalte zu üben, zu festigen und zu vertiefen. Dies geschieht individuell oder in Kleingruppenarbeit unter Anleitung eines studentischen Tutors, der in stetigem, engem Austausch zu den Kursdozenten steht und somit in der Vorlesungszeit das Übungspensum sowohl auf die aktuelle Lernprogression hin ausrichten als auch an die Bedürfnisse der Tutoriumsgruppe anpassen kann. In der vorlesungsfreien Zeit liegt der Fokus der Tutoriumsarbeit auf der systematischen Wiederholung des Stoffes sowie auf der Vorbereitung auf die Zugangsklausuren zu den Fortgeschrittenenkursen und auf die verschiedenen Lateinkenntnisprüfungen.

In der Regel werden darüber hinaus weitere Tutorien von anderen Fachbereichen veranstaltet, die sich speziell an ihre jeweiligen Studierenden in den Sprachkursen richten.

Materialien zu den lateinischen Sprachkursen

  • Über das Lehrbuch hinausgehende Materialien werden von den Dozenten in den Kursen ausgegeben und ggf. auch über ILIAS bereitgestellt.

  • Zur Vorbereitung auf die Latinumsprüfung eignen sich alle Texte von Cicero, daneben auch von Caesar, Seneca und Sallust, ferner von Nepos, Livius und Tacitus. Im Internet stehen kostenfrei Volltexte, die auf älteren Textausgaben basieren (bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist und die somit in the public domain liegen) bspw. unter www.thelatinlibrary.com zur Verfügung. Zwar enthalten die Texte hin und wieder auch Fehler, sind aber für den Hausgebrauch zumeist zweckdienlich. Textlich etwas zuverlässiger ist das Textarchiv der Bibliotheca Augustana; hier stehen jedoch nicht alle zentralen, latinumsrelevanten Texte zur Verfügung.

  • Beiden Textsammlungen gemeinsam ist, dass sie nur den lateinischen, unkommentierten Text enthalten, also keine sprachlichen und sachlichen Erläuterungen bieten. Für eine erste Überprüfung der eigenen Übersetzung kann man für die meisten Texte auf www.gottwein.de verweisen; hier werden auch weitere, umfangreiche Materialien geboten, die beim Erlernen der lateinischen Sprache hilfreich sein können.

  • Oft mag es aber auch sinnvoll sein, sich auf einen Autor, eine literarische Gattung, ein Thema und eine bestimmte literarische Epoche mithilfe von Schulausgaben vorzubereiten, die unter einem der genannten Aspekte eingerichtet sind. Diese Ausgaben bieten zumeist inhaltliche und sprachliche-stilistische Erläuterungen (sei es in Form eines sub linea-Kommentars, eines Anhangs oder eines zweiten Heftes) sowie häufig auch Vokabel- und Übersetzungshilfen. Von den vielfältigen zur Verfügung stehenden Schulausgaben erscheinen aufgrund ihrer textlichen Auswahl, ihrer Benutzerfreundlichkeit und der Einrichtung ihrer Hilfestellungen für den Übersetzungsprozess für die Zwecke der - auch eigenständigen - Prüfungsvorbereitung besonders geeignet: Reclams Rote Reihe, Aschendorffs Sammlung lateinischer und griechischer Klassiker, Schöninghs Lateinische Klassiker sowie (ebenfalls bei Schöningh) die Scripta Latina und schließlich die Testimonia (Buchner).

  • Mit Blick auf die Sprachkenntnisprüfungen sollte man sich möglichst frühzeitig in ein lateinisch-deutsches Wörterbuch einarbeiten, um es dann auch während einer Prüfung souverän benutzen zu können. Ein bewährtes Standardwerk, das sich für alle Prüfungen eignet, ist: Pons Wörterbuch für Schule und Studium. Latein-Deutsch, Stuttgart: Pons 2016 (frühere Ausgaben von 2003 und 2012).
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