23.06.2026 Workshop „Gestaltete Dokumentation. Arthur Haseloff und die Fotografie als Medium kunsthistorischer Praxis um 1900“ | 05.11.2026

Workshop des DFG-Projekts „Medium und Monument. Fotoarchiv und Forschungskampagnen Arthur Haseloffs in Italien (1904–1915)“ im Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg

© Henning Arndt
Autopsie eines Negativs aus dem Fotoarchiv Haseloff, © Henning Arndt

Spätestens mit dem „Ersten Kunstwissenschaftlichen Congress“ in Wien 1873 hielt die Fotografie als Medium der Erkenntnis Einzug in die kunsthistorische Forschung. Im frühen 20. Jahrhundert wurden Fotografien zu einem integralen Bestandteil kunsthistorischer Publikationen: Das galt nicht zuletzt für die großen Überblickswerke zur mittelalterlichen Kunst, in deren Reihe Arthur Haseloffs unvollendet gebliebenes Werk „Die Bauten der Hohenstaufen in Unteritalien“ zu den frühesten gehört.

Doch was waren die Bedingungen, unter denen diese frühen Fotoserien entstanden? Wie sicherte die junge Wissenschaft jene „Objektivität“ ihrer Bilder, die das Medium versprach? Welche Manipulationen und Bearbeitungen waren erforderlich, um Beobachtungen bestmöglich zu dokumentieren, Thesen zu plausibilisieren und Erkenntnisse zu vermitteln? Welche Rolle spielten dabei die technischen Bedingungen der fotografischen Praxis? Und wie verhält sich diese zu der von Heinrich Dilly im Kontext der kunstwissenschaftlichen Forschung vorgebrachten These, „dass die Photographie eine besondere Wahrnehmungs- und Denkform produziert hat“? 

Diesen Fragen widmet sich der Workshop, zu dem alle Interessierten eingeladen sind, um die verschiedenen Beiträge des Programms zu diskutieren. In einem offenen Format mit praxisorientierten Demonstrationen, einem Einblick in die Sammlung des DDK und Impulsvorträgen werden Kolleginnen und Kollegen aller Karrierestufen angesprochen und die Gelegenheit zum Gespräch angeboten, das bei späterer Gelegenheit in einer öffentlichen Tagung an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel weitergeführt wird.

Zum Workshop-Programm

Am Vorabend des Workshops wird Professor Kai Kappel (Humboldt-Universität zu Berlin) mit dem Vortrag „Im Dialog mit Arthur Haseloff. Forschungen an mittelalterlichen Mußeorten Süditaliens um 1900 und 2026“ neueste Forschungen zu von Haseloff erforschten Monumenten präsentieren.


Die Tagung findet in Präsenz statt. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um schriftliche  bis zum 15. August 2026.

Für Personen in einem Anstellungsverhältnis mit Fortbildungsanspruch, beispielsweise im öffentlichen Dienst in Sammlungen und Archiven, bestätigen wir gerne die Teilnahme am Workshop zur Förderung der beruflichen Qualifizierung und dem Erhalt oder der Erweiterung der fachlichen Fähigkeiten. 


Workshop des DFG-Projekts „Medium und Monument. Fotoarchiv und Forschungskampagnen Arthur Haseloffs in Italien (1904–1915)“:
Ein von der DFG gefördertes gemeinsames Projekt des Kunsthistorischen Instituts und der Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK).