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Peter-Becker-Preis 2014

Peter-Becker-Preis 2014 Verleihung
Foto: Philipps-Universität
Verleihung des Peter Becker-Preises 2014 am 11. Dezember 2015 in der Alten Aula der Philipps-Universität Marburg

Der Peter-Becker-Preis für Friedens- und Konfliktforschung 2014 der Philipps-Universität Marburg wurde der Refugee Law Clinic (Gießen), Dr. Natasha Gill (ETH Zürich) und dem Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung zuerkannt. Die öffentliche Preisverleihung fand am 11. Dezember 2015 in der Aula der Alten Universität statt.

Die Refugee Law Clinic erhielt für ihr Ausbildungsprogramm im Bereich des Flüchtlingsrechts sowie für ihre Beratung für Flüchtlinge im Asylverfahren. Sie ist ein Ausbildungsprojekt der Universität Gießen und bildet Studierende sowohl theoretisch als auch praktisch im Asyl- und Flüchtlingsrecht aus. So können Studierende im Laufe der Ausbildung bereits ihr gelerntes Wissen anwenden, praktische Erfahrungen sammeln und ehrenamtliche Asylver-fahrensberatung leisten. Die Refugee Law Clinic bietet einmal wöchentlich in der Erstaufnahmeeinrichtung Gießen einen Informationsabend an. Ziel ist es, den Geflüchteten einen Überblick über das deutsche Asylver-fahren zu vermitteln und sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen. Darüber hinaus unterstützt die Refugee Law Clinic auch einzelne Geflüchtete, indem sie sie auf ihre Anhörung im Asylverfahren vorbereitet.

Dr. Natasha Gill von der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich erhielt den Preis für Ihr Buch "Inside the Box", in dem die Mediationsmethode der "Integrierten Simulationen" beschrieben und analysiert wird. Das Buch wurde vom renommierten Konfliktmediator Christopher W. Moore als zurzeit modernste und beste Arbeit gelobt, die den Nutzen von Simulationstechniken für die Verbesserung von Mediations- und Verhandlungsfähigkeiten untersucht.

Einen Anerkennungspreis, vom Preisstifter zusätzlich zur Verfügung gestellt, verlieh die Universität dem Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung für seine Arbeit. Das Institut veröffentlicht seit 1992 jährlich ein Konfliktbarometer. Es präsentiert Informationen über die Entstehung, den Verlauf und die Beilegung inner- und zwischenstaatlicher politischer Konflikte. Das Barometer trägt so zum Verständnis des globalen Konflikt-geschehens bei. Gewaltlose und gewaltsame Krisen, Kriege, Staatsstreiche sowie Friedensverhandlungen stehen dabei im Mittelpunkt der Untersuchung.

Pressemitteilung Universität

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