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Konflikte in Gegenwart und Zukunft
Rückblick - Sommersemester 2026
Die Vortragsreihe "Konflikte in Gegenwart und Zukunft" stand im Sommersemester 2026 unter dem Thema "Frieden" und lud ein aktuelle und höchst relevante Fragen rund um das Thema Frieden zu diskutieren.
Organisiert vom Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit der Universitätsstadt Marburg, in Kooperation mit dem Forschungszentrum "Transformations of Political Violence" (TraCe).
Was ist Frieden und wie kann er erreicht werden? Angesichts aktueller Gewaltkonflikte widmet sich die Vortragsreihe unterschiedlichen Perspektiven und Vorstellungen von Frieden. Im Mittelpunkt stehen vielfältige Friedensbegriffe, gesellschaftliche Herausforderungen und konkrete Handlungsfelder. Ziel ist es, Frieden als komplexes und gestaltbares Konzept wieder stärker in den Fokus wissenschaftlicher und öffentlicher Debatten zu rücken.
Das Programm der Vortragsreihe im Sommersemester 2026 wurde von Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel zusammengestellt und moderiert.
1 | Gilda Sahebi - Frieden durch Verbinden: Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung
Ohne Polarisierung können autoritäre Kräfte nicht an Macht gelangen - ob in Deutschland, in den USA oder in der Islamischen Republik Iran. Dabei ist der Weg der Polarisierung nicht ausweglos.
Gilda Sahebi führte mit Susanne Buckley-Zistel ein Gespräch darüber, warum mehr Verbindung ein Weg aus der Krise sein kann, und begeisterte während dieser gelungenen Auftaktveranstaltung einen vollen Rathaussaal.
2 | Prof. Dr. Melanie Hussak, Sigrun Rottmann, Dr. Markus Mayer - Frieden als Diskurs
Während der zweiten Veranstaltung wurde in Form einer Podiumsdiskussion über "Frieden als Diskurs" gesprochen.
Prof. Dr. Melanie Hussak (Evangelische Hochschule Freiburg), Sigrun Rottmann (Technische Universität Dortmund) und Dr. Markus Mayer (GIZ, Eschborn) diskutierten, wie Friedensdiskurse im Journalismus, in der Pädagogik und in der internationalen Friedensarbeit gestaltet werden, welchen aktuellen Herausforderungen sie begegnen und wie sich dies auf unsere gesellschaftliche Wahrnehmung von Friedensoptionen in internationalen wie innergesellschaftlichen Konflikten auswirkt.
3 | Jun.-Prof. Dr. Asmaa El Maaroufi - Friedensethik in islamisch-philosophischer Perspektive
Was bedeutet Frieden aus islamischer Perspektive und wie lässt er sich als ethische Praxis verstehen? Asmaa El Maaroufi gab dazu mit einem Vortrag und einer anschließenden Diskussion Input mit Bezug auf die angesichts gegenwärtiger Polykrisen geführten Diskussionen um Ungleichheit, Gewalt und politische Polarisierung.
4 |Prof. Dr. Sabine Kurtenbach - Friedensvorstellungen in unterschiedlichen Kontexten der Gewalt
Alle wollen Frieden. Bei der Frage, was Frieden bedeutet, gehen die Meinungen allerdings oft auseinander. Ist er die Abwesenheit von Krieg, bedeutet er Gewaltfreiheit, die Einhaltung grundlegender Menschenrechte oder zivile Konfliktbearbeitung?
Mit ihrem Vortrag näherte sich Prof. Dr. Sabine Kurtenbach dieser Frage. Sie stützte sich dabei auf Umfragen in sechs Ländern des Globalen Südens (Kolumbien, Venezuela, Kamerun, Südsudan, Tunesien und die Philippinen) und stellte die Ergebnisse während der Debatte vor.
4 | Dr. Alexander Leistner - Friedensbewegungen in Deutschland
In seinem Vortrag zu Friedensbewegungen in Deutschland skizzierte Alexander Leistner vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Entwicklungen der Friedensbewegungen in Ost und West zunächst aktuelle Krisenphänomene der Bewegung: die Krise des politischen, des pazifistischen und des erinnerungskulturellen Kompasses sowie eine strukturelle Krise.
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5 | Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Gießmann & Dr. Pascal da Rocha - Friedensverhandlungen in Kriegsgebieten
Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Friedensverhandlungen in Kriegsgebieten” trafen mit Hans-Joachim Gießmann und Pascal da Rocha zwei erfahrene Mediatoren aufeinander, die seit vielen Jahren in bewaffneten Konflikten zwischen den Konfliktparteien vermitteln.
Während ihres Gesprächs mit Susanne Buckley-Zistel sowie in den anschließenden Publikumsfragen gaben sie Einblicke in die Praxis, die Herausforderungen und die Grenzen von Verhandlungen und reflektierten, welche politischen, gesellschaftlichen und internationalen Faktoren Friedensprozesse beeinflussen.
Plakat der Veranstaltungsreihe im SoSe 2026
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