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Provenienzforschung: Pfeifenkopf

Pfeifenkopf in Form eines Kürassierhelmes

Ein Pfeifenkopf aus braunem, glattem und leicht glänzendem Material in gebogener Form wie ein Haken oder ein „J“ hat oben eine silberne Metallkappe mit gebogenem Metallbügel. Seitlich unten ist eine kleine Öffnung, mit einem kurzen Ansatz und einem Metallring, an dem  zwei Metallstäbe zum Aufstellen des Pfeifenkopfs befestigt sind.
KMM
Pfeifenkopf in Form eines Kürassierhelmes, 1801/1850, Meerschaum?, Silber

Dieser Pfeifenkopf mit Holm trägt anstelle des Mundstückes und Bisses einen Fuß aus Draht, so dass er präsentiert werden kann. Als Materialien sind Silber und Meerschaum angegeben. Auffällig ist der Schmuck über der Rauchkammer. Der aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts stammende Pfeifendeckel ist in Form eines Kürassierhelmes ausgestaltet. Derartige Helme sind beispielsweise vor und während des Deutsch-Französischen Krieges (1870/1871) getragen worden.
Dieses besondere Stück ist Eigentum der Stadt Marburg und stammt aus der Sammlung des Marburger Altertümer- und Kunstvereins. Der Verein konnte den Pfeifenkopf im Januar 1906 von Frau Klingelhöfer erwerben.
Ist die Vorbesitzerin mit dem Marburger Maler Fritz Klingelhöfer (1832–1903) verwandt? Steht der Pfeifenkopf in direktem Bezug zum Deutsch-Französischen Krieg? Haben Sie schon einmal von dem Material Meerschaum gehört?
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Marburg, Inv. Nr. 6.648 
(https://www.bildindex.de/document/obj01206825)