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Kulturgutschutz in der Ukraine: Ukraine Art Aid Center (UAAC)

Foto: Maryna Kohan

Eine Banner-Ausstellung im Freihandbereich der Universitätsbibliothek Marburg

Inmitten des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine setzt das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) der Philipps-Universität Marburg gemeinsam mit der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften Hannover ein entscheidendes Zeichen für den Schutz des kulturellen Erbes. Im Rahmen des Projekts „Documenting Ukrainian Cultural Heritage“ (DUCH) wird seit Herbst 2022 das kulturelle Erbe der Ukraine systematisch dokumentiert, um den Verlust historischer Baudenkmäler und städtebaulicher Ensembles zu verhindern und die Grundlage für einen zukünftigen Wiederaufbau zu schaffen.

Durch die engagierte Zusammenarbeit mit über 20 ukrainischen Fotografinnen und Fotografen konnten in den ersten drei Projektjahren rund 400 bedeutende Bauwerke in der Ukraine erfasst und wissenschaftlich dokumentiert werden. Die umfassenden Fotografien und Beschreibungen sichern so dauerhaft das Wissen über diese Denkmäler, machen sie sichtbar und bewahren die kulturelle Erinnerung.

Das Projekt wird maßgeblich durch das Ukraine Art Aid Center e.V. unterstützt, einer im März 2022, unmittelbar nach Kriegsbeginn gegründeten Hilfsorganisation. Mittlerweile hat das UAAC mehr als 1.500 Kulturinstitutionen in der Ukraine mit über 600 Tonnen Frachtgut bei der Sicherung ihrer wertvollen Bestände unterstützen können.

Prof. Dr. Matthias Müller, Gründungsmitglied des Ukraine Art Aid Center und Professor für Kunstgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wird im Rahmen der Veranstaltung die außergewöhnliche Organisation, ihre Ziele und ihre Arbeit vorstellen: „Was hier gelungen ist, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Mut, Schnelligkeit und grenzenloser Solidarität. Es ist ein kleines Wunder – und ein Vorbild für zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit im Krisenfall.“

Die Details dieses wichtigen Beitrags zum Schutz ukrainischer Kulturgüter werden in kompakt und anschaulich in Text und Bild auf Bannern präsentiert.

Foto: Oleg Kutskiy

Die Ausstellung wird vom 16. Juni bis zum 16. August 2026 in der UB während der Öffnungszeiten im EG, vor dem Ausstellungsraum, zu sehen sein.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 16.06.2026 um 18:15 Uhr im Vortragsraum der Zentralen Universitätsbibliothek statt. 

Es sprechen: 

  • Dr. Andrea Wolff-Wölk (Direktorin der UB Marburg): Begrüßung
  • Dr. Christian Bracht (Direktor DDK – Bildarchiv Marburg): Kurzvortrag „Zum Projekt ‚Fotografische Dokumentation kriegsbedrohter Bauwerke in der Ukraine‘“
  • Prof. Dr. Matthias Müller (Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) und Gründungsmitglied des Ukraine Art Aid Center e.V. (UAAC): Vortrag „Kulturgutschutz im Krieg – das Ukraine Art Aid Center e.V.“