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Praxisbeispiele der Qualitätssicherung

Die nachfolgenden Themen haben sich oft als zentrale Fragestellungen der Qualitätssicherung herausgestellt und können Ihnen als eine erste Orientierung für Ihren eigenen Studiengang dienen:

  • Organisation und Aufbau des Studiengangs
  • Übergangsquoten, Fachwechsel, Studienabbrüche, Absolventenquoten
  • Studiendauer/ Studienablauf
  • Bachelor - Masterübergang
  • Studieneinstieg
  • Auslandssemester und Praktika
  • Berufsperspektiven und -möglichkeiten

Das inhaltliche und zeitliche Vorgehen wird exemplarisch an zweier Fragestellungen kurz dargestellt, um eine konkrete Vorstellung der möglichen Kombination der Erhebungsinstrumente und des zeitlichen Rahmens zu geben. Abgebildet wird ein bestmöglicher Starttermin, um eine möglichst kurze Erhebungsphase zu gewährleisten. Die geschilderten Beispiele sind idealtypisch und dienen der Verdeutlichung der Abläufe sowie der Dauer von Qualitätssicherungsprojekten.

Beispiel: Studienerfolg & Studiendauer

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Der Studienerfolg eines Bachelorstudiengangs soll analysiert werden, da deutlich mehr Studierende ein Studium beginnen als es abschließen. Dies lässt vermehrte Studienabbrüche und/ oder -fachwechsel vermuten. Um den Umfang und die Ursachen dieses Missverhältnisses empirisch zu untersuchen und daraus gegensteuernde Maßnahmen abzuleiten, kommen mehrere Instrumente zum Einsatz, die auch nicht bedachte Aspekte zutage fördern können. Mit der Studienverlaufsstatistik erhält man einen quantitativen Überblick über u.a. Studienabbrecher, Fachwechsler sowie systematische Wechselbewegungen. Eine Studieneingangsbefragung im Bachelor ermöglicht Einblicke in Studienerwartungen und -ziele. Über eine Studiengangsevaluation im Bachelor können nicht nur die Studienzufriedenheit, sondern auch mögliche Abbruchgründe eruiert und mittels einer Abbrecheranalyse ggf. noch konkretisiert werden.

Instrumente: 4 kombiniert eingesetzte Instrumente
Gesamtdauer: circa 1 Jahr

 Beispiel: Bachelor-Master-Übergang

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Um den fachbereichsinternen Übergang zwischen Bachelor- und Masterstudiengängen zu analysieren, sind Erhebungen sowohl im Bachelor- als auch im Master-Bereich notwendig. Als Startpunkt bietet sich die Studienverlaufsstatistik an, um einen Überblick über den Bachelor und Master zu gewinnen und erste Ansatzpunkte zu erkennen. Anschließend kann der Schwerpunktbericht 4 der Absolventenstudie „Studium nach dem Bachelor“ helfen, die Fragestellung näher einzugrenzen. Eine Studiengangsevaluation des Bachelorstudiengangs kann zudem die Pläne der Studierenden nach ihrem Abschluss abfragen und ermöglicht einen Vergleich zu den Aussagen der Absolventen etwa 1,5 Jahre nach Studienabschluss. Eine Studieneingangsbefragung bei der (ideal-erweise) gleichen Kohorte dann im Master kann u.a. Einblicke in Bewerbungen an weiteren Universitäten und Gründe für die Studienwahl geben.


Instrumente: 4 kombiniert eingesetzte Instrumente
Gesamtdauer: circa 7-18 Monate