Zusatzqualifikation im privaten Baurecht
Fast 10 % der bei den
Landgerichten anhängigen Verfahren sind Bau- oder Architektensachen.
Damit ist der Bereich des privaten Baurechts ein wichtiger Arbeitsmarkt
für Juristinnen und Juristen. Gleichzeitig fehlt es bundesweit an
Möglichkeiten, sich im universitären Bereich auf diesem Gebiet zu
qualifizieren.
Der Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg schließt diese Lücke für Juristen und angehende Juristen mit der an der Praxis orientierten Zusatzqualifikation Privates Baurecht. Seit dem Wintersemester 2004/05 bietet der Fachbereich die bundesweit einmalige Zusatzqualifikation an (die OP berichtete). Die Veranstaltungen beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit den praxisrelevanten Problemen des privaten Baurechts unter Berücksichtigung des Architekten-, Ingenieur- und Projektsteuerungsrecht sowie des Vergaberechts, wobei auch auf die internationalen Bezüge dieser Bereiche eingegangen wird. Der Fachbereich möchte mit dem neuen Zertifikat die Berufseinstiegschancen der Studierenden in diesem attraktiven Bereich verbessern. Die auf drei Semester angelegten Veranstaltungen im Umfang von ca. 70 Doppelstunden können parallel zum Jurastudium besucht werden, richten sich aber auch an Referendare.
Ermöglicht wird diese
Zusatzqualifikation durch den Verein zur Förderung von Forschung und Lehre im privaten
Baurecht an der Philipps-Universität in Marburg e.V. sowie die
fachliche Zusammenarbeit mit dem Institut für
Baurecht Freiburg im Breisgau e.V. und dem Netzwerk
Bauanwälte.
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