Der Rhündaer Berg bei Felsberg-Rhünda
Die bisherigen Grabungen führten bereits zu wichtigen Erkenntnissen hinsichtlich der Datierung und inneren Struktur der Anlage. Am Südrand des Gipfelplateaus konnten Teile einer nahezu vollständig aus
Auf dem Gipfelplateau konnten zudem verschiedene Pfostengruben
aufgedeckt werden, die zu mehreren Gebäuden gehören und eine
zeitgleiche, planmäßige Errichtung andeuten. Die geborgene Keramik
datiert die Befunde in die Späthallstatt-/Frühlatènezeit.
14C-Analysen bestätigen inzwischen diesen zeitlichen Ansatz
(6. – 5. Jh. v. Chr).
Der Formenschatz der entwickelten Früh- und Mittellatènezeit des benachbarten Heiligenbergs fehlt auf dem Rhündaer Berg bislang völlig. Daher scheint es sich zu bestätigen, dass eine neu errichtete Befestigung auf dem Heiligenberg den Rhündaer Berg in seiner Funktion im Verlauf der Frühlatènezeit ablöste. Mit der Aufdeckung der Pfostengruben ist es zudem gelungen, mehrere der in der nördlichen Mittelgebirgszone äußerst seltenen Pfostenbauten auf einer befestigten Anlage der älteren Eisenzeit nachzuweisen (Müller-Karpe/Fuchs 2007).

