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Die Religionskundliche Sammlung umfasst
derzeit etwa 6500 Objekte, von denen ein erheblicher Teil in der
ständigen Ausstellung Besucherinnen und Besuchern zugänglich ist. Die
ständige Ausstellung zeigt Gegenstände aus verschiedenen religiösen
Traditionen und möchte die konkrete Religionsausübung und
-überlieferung in diesen Traditionen veranschaulichen. Fotos und Texte
erläutern die Exponate. Die Ausstellungsräume erstrecken sich über
mehrere Stockwerke des Gebäudes "Neue Kanzlei". Konzeption und
Gestaltung der derzeitigen Ausstellung gehen auf Dr. Martin Kraatz
(Leiter 1968-1998) zurück.
Originale und - heute zum Teil
einzigartige - Nachbildungen von Tempelbauten, Kultfiguren und
Bestattungsgeräten aus dem Raum des alten
Mittelamerika, des alten Ägypten und den
Germanen zeigen das religöse Leben und die
Vorstellungswelten dieser institutionell erloschenen Religionen.
Hinweise auf die geschichtlich
verbundenen, dennoch ganz eigene Wege gehenden drei Religionen
Judentum, Christentum und
Islam sind in einem weiteren Ausstellungsraum
vereint.
Ritualgegenstände wie Masken,
Kleinplastiken und Schnitzereien aus den geographischen Regionen
Afrikas finden sich in einem Ausstellungsraum im 2.
Stock (temporär). Die Ausstellungsobjekte aus dem Pazifischen Raum sind
zur Zeit magaziniert.
Die fünf Ausstellungsräume des zweiten Stockwerks geben einen Einblick
in die religiöse Welt Süd- und Ostasiens. Vier Ausstellungsräume sind
allein dem Buddhismus gewidmet, der als
Theravâda-Tradition in Südostasien und als Mahâyâna-Buddhismus in
China, Korea und Japan und in seiner speziellen Ausprägung als
esoterischer Buddhismus in Tibet Verbreitung findet.
Zeremonialgeräte, Kultbilder und -plastiken aus Indien, China und Japan
stehen nebeneinander, wobei jeweils Besonderheiten herausgehoben
werden. Die Exponate sind hier den religiösen Traditionen des
geographischen Raums wie Hinduismus,
Konfuzianismus, Daoismus,
Shintô und einer neueren japanischen Religion
(Tenrikyô) zugeordnet. |