Hauptinhalt

Aktuelle Stellenausschreibungen

 

Aktuell gibt es keine verfügbaren Stellen im GRK 2271. Am 28. August endete die letzte Bewerbungsfrist für die folgenden Projekte:

Allgemeine, aktualisierte Informationen zur Ausschreibung fb04-0026-wmz-2020 finden Sie hier.

Projekt 1: ADHD in the classroom

Leitung: Prof. Dr. Hanna Christiansen (Klinische Kinder- und Jugendpsychologie)

In dem Teilprojekt „ADHD in the classroom“ des Graduiertenkollegs wurden Erwartungen von Lehrkräften zu Schülerinnen und Schülern mit ADHS untersucht (welche bestehen, welche lassen sich verändern, welche sind schwer zu verändern, inwiefern beeinflussen diese Erwartungen der Lehrkräfte die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler?). Nach dieser Erfassung soll nun eine Übertragung des Modells in ein virtuelles Klassenzimmer sowie eine Intervention entwickelt werden, die dazu beiträgt, dass Schülerinnen und Schüler mit ADHS erfolgreicher schulische Anforderungen bewältigen können und Lehrkräfte weniger belastet sind. Das Projekt befindet sich somit an der Schnittstelle zwischen Klinischer Kinder- und Jugendpsychologie und Pädagogischer Psychologie und wird entsprechend von  (Klinische Kinder- und Jugendpsychologie) und  (Pädagogische Psychologie) betreut.

In dem Projekt soll eine publikationsbasierte Dissertation abgeschlossen werden. Vorausgesetzt werden ein sehr gut abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie sowie sehr gute methodische Kenntnisse, Erfahrung in der Mitarbeit von Forschungsprojekten, gute kommunikative Fähigkeiten und die Bereitschaft zu einer Ausbildung zum/zur Kinder- und Jugendpsychotherapeuten/in und zur Promotion. Von Vorteil sind praktische Erfahrungen im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften.

Projekt 2: Können Bayes‘sche und begenzte rationale Lernmodelle individuelle Unterschiede in der Verarbeitung und Vorhersage aversiver Reize erklären?

Leitung: Prof. Dr. Dominik Endres (Theoretische Neurowissenschaft)

In zwei Teilprojekten soll untersucht werden, ob individuelles menschliches Lernverhalten unter naturalistischen (Virtual Reality) und online-Bedingungen von Bayes‘schen und ressourcenbegrenzten Modellen beschrieben werden können. Insbesondere soll die Lerndynamik dieser Modelle und deren Umgang mit Erwartungsverletzungen mit Menschen verglichen werden. Diese Untersuchung soll  beispielhaft an Lern- und Verarbeitungs-modellen für akute und chronische Schmerzen geschehen. Das Projekt erfordert erfordert eine hohes Interesse an komputationaler und mathematischer Modellierung menschlicher Experimentaldaten, und ggf. an der Erhebung dieser Daten.

Vorausgesetzt werden:

ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie, oder Informatik, oder Kognitionswissenschaft, oder Ingenieurswissenschaften, oder Physik sowie
nachweisbare Programmiererfahrung in mindestens einer Hochsprache, z.B. Python oder Matlab.
Erwartet werden:

nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
Interesse an quantitativer Modellierung
Interesse an der Weiterentwicklung von Virtual-Reality Technologien und Szenarien für Forschungszwecke

Von Vorteil sind:

Kenntnisse im Bereich maschinelles Lernen, assoziativen, Bayes‘scher oder anderen mathematischen Lernmodellen und Bayes‘sche Statistik
Erfahrung im experimentellen Arbeiten mit Menschen

Auskünfte erteilt: Prof. Dr. Dominik Endres (dominik.endres@uni-marburg.de).

Projekt 3: Entstehung, Aufrechterhaltung und Veränderung von Bedrohungserwartung

Leitung : Prof. Dr. Christiane Pané-Farré (Klinische Psychologie und Psychotherapie II)

Patienten mit Angststörungen oder somatischen Beschwerden leiden aufgrund von ausgeprägtem Sicherheits- und Vermeidungsverhalten unter deutlichen Einschränkungen in ihrem Alltag. Sicherheits- und Vermeidungsverhalten werden durch eine ausgeprägte Bedrohungserwartung ausgelöst. In diesem Projekt wird mittels psychophysiologischer Methoden der Erwerb, die Aufrechterhaltung und Veränderung von Bedrohungserwartungen über verschiedene Lernprozesse (assoziatives Lernen und Beobachtungslernen) hinweg in unterschiedlichen Risiko- und Patientengruppen im experimentellen Setting untersucht.

Begleitend zur klinisch relevanten Forschung besteht die Möglichkeit, an der assoziierten Hochschulambulanz und im Psychotherapie-Ausbildungsinstitut IPAM (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) psychotherapeutisch tätig zu werden bzw. die Psychotherapie-Ausbildung zu durchlaufen („Marburger Modell“).

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie sowie
  • sehr gute theoretische und methodische Kenntnisse in der klinischen und/oder experimentellen Psychologie

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  • Interesse an und Begeisterung für das experimentelle Arbeiten mit psychophysiologischen Messmethoden zu klinisch relevanten Fragestellungen
  •  Bereitschaft, sich in die Umsetzung psychophysiologischer Studien umfassend einzuarbeiten (Umgang mit relevanter Hard- und Software) und diese selbständig durchzuführen

Von Vorteil sind:

  • Praktische Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Experimenten: d.h. Erfahrungen mit der Versuchssteuerung und/oder der Datenaufbereitung/-auswertung
  • Erfahrungen mit der Erhebung und Auswertung psychophysiologischer Maße (EEG, Peripherphysiologie, Atmung, Eyetracking o.a.)
  • Programmierkenntnisse (z.B. in Presentation, Python oder Matlab)

Auskünfte erteilt Prof. Dr. Christiane Pané-Farré ().

Projekt 4: Kognitive und statistische Modellierung subjektiver Erwartungen

Leitung: Prof. Dr. Daniel Heck (Methodenlehre)

Dieses Teilprojekt fokussiert auf die kognitive und statistische Modellierung subjektiver Erwartungen in Bereichen wie der Entscheidungsforschung und Social Cognition. Insbesondere soll ein Modell für die Messung interindividueller Unterschiede von Erwartungen über den Wahrheitsgehalt faktischer Aussagen entwickelt und in Online-Studien empirisch getestet werden. Mithilfe des Modells soll untersucht werden, welche Menschen eher dazu neigen, falsche Aussagen (z.B. „alternative Fakten“) für wahr zu halten und weshalb Erwartungen über den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen trotz widersprüchlicher Evidenz nicht angepasst werden.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie, Kognitionswissenschaft, oder Statistik

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Prüfungsleistungen in den Bereichen Forschungsmethoden und Statistik sowie praktische Fertigkeiten im Bereich der statistischen Datenauswertung und quantitativen Modellierung
  • Kenntnisse in R, Python oder Matlab
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)

Von Vorteil sind:

  • Kenntnisse im Bereich der kognitiven Modellierung, Bayes-Statistik oder Psychometrie
  • Kenntnisse in der Programmierung und Durchführung psychologischer Online-Studien

Auskünfte erteilt: Prof. Dr. Daniel Heck ().

 

Projekt 5: Auslösung von Erwartungsverletzungen durch Augenbewegungen: Attribution und Kompensation

Leitung: Prof. Dr. Alexander Schütz (Sensomotorisches Lernen)

Augenbewegungen haben einen direkten Einfluss auf die einkommende visuelle Information auf der Netzhaut. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie durch Informationen aus dem peripheren Gesichtsfeld Erwartungen gebildet werden, die dann durch Augenbewegungen mit Informationen aus dem zentralen Gesichtsfeld verglichen werden. Wir planen Erwartungsverletzungen durch die Manipulation der visuellen Information während der Augenbewegung zu generiert und die subjektive Konfidenz der Probanden zu messen. Dies ermöglicht es zu untersuchen, auf welche externen oder internen Ursachen die Erwartungsverletzungen attribuiert werden und unter welchen Umständen die Erwartungen oder die Bewegungsausführung modifiziert werden.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie, Kognitionswissenschaft, Neurowissenschaften, oder einem verwandten Studienfach

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  • Erfahrungen in experimenteller Forschung am Menschen

Von Vorteil sind:

  • Kenntnisse im Bereich der visuellen Wahrnehmung und der Steuerung von Augenbewegungen
  • Erfahrungen in der Messung von Wahrnehmung und Blickbewegungen
  • Erfahrungen in der Programmierung und Datenauswertung (z. B. Matlab, Python, R)

Auskünfte erteilt Alexander Schütz ().

 

Projekt 6: Verletzung von Bedrohungserwartungen bei Menschen mit hoher und niedriger dispositioneller Ängstlichkeit

Leitung: Prof. Dr. Erik Mueller (Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung)

Persönlichkeitseigenschaften prägen unsere Erwartungen und wie wir auf Erwartungsverletzungen reagieren. Die Persönlichkeitseigenschaft Neurotizismus/Ängstlichkeit wird dabei insbesondere mit Bedrohungserwartungen in Verbindung gebracht. Inwiefern und über welche neurobiologischen Mechanismen diese Eigenschaft jedoch mit der Veränderbarkeit und Generalisierung solcher Bedrohungserwartungen zusammenhängt, ist nach wie vor noch weitgehend unklar. In diesem Projekt soll in unterschiedlichen Laborexperimenten untersucht werden, wie Menschen mit hohen vs. niedrigen Ausprägungen in selbstberichteter Ängstlichkeit kognitiv, behavioral und elektrophysiologisch (EEG) reagieren, wenn Bedrohungserwartungen verletzt werden.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie oder Kognitionswissenschaft oder Neurowissenschaft.

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)

Von Vorteil sind:

  • Erfahrungen mit psychophysiologischen Messmethoden (EEG, Peripherphysiologie, oder fMRT) im Rahmen von Praktika, Bachelor- oder Masterarbeit
  • Erfahrungen in persönlichkeitspsychologischer Forschung oder in verwandter Disziplin
  • Programmiererfahrung (z.B. in Presentation, Python oder Matlab)

Auskünfte erteilt Prof. Dr. Erik Mueller ().

 

Projekt 7: Einflussfaktoren auf die Assimilation, Akkommodation und Immunisierung nach Erwartungsverletzungen

Leitung: Prof. Dr. Martin Pinquart (Entwicklungspsychologie)

In dem Teilprojekt soll untersucht werden, unter welchen Bedingungen Personen auf Erwartungsverletzungen mit Assimilation (Versuchen, die Erwartung künftig zu bestätigen), Immunisierung (Ignorieren oder Abwerten erwartungsverletzender Information) und Akkommodation (Erwartungsänderung) reagieren. Hierbei sollen sowohl Merkmale der Erwartung (z.B. deren Wichtigkeit), der diskrepanten Information (ist diese z.B. besser oder schlechter als erwartet) und der Person (wie z.B. die dispositionelle Tendenz der Verwendung von Assimilation, Akkommodation und Immunisierung) Berücksichtigung finden. Die Erwartungsinhalte sollen hierbei Bezüge zur Entwicklungspsychologie haben.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie.

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts und/oder der Entwicklungspsychologie im Allgemeinen, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  •  gute Kenntnisse in quantitativen statistischen Verfahren

Auskünfte erteilt: Martin Pinquart ().

Projekt 8: Die Rolle von Erwartungen in der Psychotherapie

Leitung: Prof. Dr. Winfried Rief (Klinische Psychologie und Psychotherapie I)

In diesem Teilprojekt soll untersucht werden, inwiefern Erwartungen und ihre Veränderung für die Bereiche Psychotherapie und Psychotherapie-Motivation von Relevanz sind. Patienten-Erwartungen stellen einen wesentlichen störungsaufrechterhaltenden Mechanismus bei psychischen Erkrankungen dar, und es sollen neue Wege gesucht werden, wie diese modifiziert werden können.

Wir bieten die Mitarbeit in einem dynamischen Team mit hoher Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung. Außerdem können wir eine ausgezeichnete Verzahnung der wissenschaftlichen Arbeit mit der postgradualen Psychotherapie-Ausbildung zur Approbation an der angeschlossenen Psychotherapie-Ambulanz gewährleisten. 

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie mit einem klinischen Schwerpunkt

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Praktika, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  • sehr gute Vorkenntnisse in den Bereichen Klinische Psychologie und Forschungsmethoden

Von Vorteil sind:

  • Interesse an einer psychotherapeutischen Ausbildung (bei Interesse und Eignung besteht die Möglichkeit, parallel eine postgraduale Psychotherapie-Ausbildung am IPAM zu absolvieren, „Marburger Modell“)
  • Interesse an der Mitarbeit in größeren Teams

Auskünfte erteilen Prof. Dr. Winfried Rief () und Dr. Pia von Blanckenburg ().

 

Projekt 9: Expectation and selective attention

Leitung: Prof. Dr. Anna Schubö (Kognitive Psychophysiologie)

This project examines how humans use selective visual attention to sample visual scenes for information. We assume that humans use prior knowledge acquired in former encounters with similar scenes to predict the most promising parts to attend. This project will examine this assumption by using various visual search tasks. As human observers are usually not aware of the attentional mechanisms they are using, visual attention will be measured by means of behavioral performance, eye tracking and EEG/ERP parameters known to reflect attention deployment.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie, Kognitive Neurowissenschaften oder einem vergleichbaren Studienfach, sowie
  • sehr gute theoretische und methodische Kenntnisse in der Experimentalpsychologie und den Kognitiven Neurowissenschaften

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, ein Praktikum, eine Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse in Schrift und Wort
  • sehr gute methodische Kenntnisse der Experimentalpsychologie (inklusive der statistischen Auswertung der Daten)
  • Interesse am experimentellen Arbeiten und der Verfassung einschlägiger Publikationen

Von Vorteil sind:

  • Erfahrung in Methoden der Kognitiven Neurowissenschaften (z.B. EEG, Eye Tracking, Motion Tracking, Modelling)
  • Programmierkenntnisse (z.B. Matlab)
  • Präsentationen wissenschaftlicher Arbeiten auf internationalen Fachkonferenzen (Vortrag oder Poster) und /oder Publikationen in internationalen Fachzeitschriften

Auskünfte erteilt: Anna Schubö ().

 

Projekt 10: Tiermodelle für die Aufrechterhaltung vs. Veränderung von Erwartungen: Serotonin – Orchestrierung assoziativer Lernmechanismen und neuronaler Plastizitätsprozesse

Leitung: Prof. Dr. Markus Wöhr und Prof. Dr. Rainer Schwarting (Verhaltensneurowissenschaft)

Wir planen unter Verwendung eines translationalen Ansatzes an Ratten die neurobiologischen Grundlagen psychologischer Prozesse zu untersuchen, die an der Aufrechterhaltung vs. Veränderung von Erwartungen nach Erwartungsverletzungen beteiligt sind. Für eine ausführliche Darstellung des geplanten Projekts siehe die Zusammenfassung in englischer Sprache.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie, Biologie, Neurowissenschaft oder anderen relevanten Bereichen, sowie
  • nachweisbare Erfahrung im Forschungsbereich Verhaltensneurowissenschaft, insbesondere bei der Durchführung von Verhaltensuntersuchungen an Nagern.

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen),
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben), sowie
  • versuchstierkundliche Weiterbildung (FELASA oder vergleichbar).

Von Vorteil sind:

  • Kenntnisse im den Forschungsbereichen Neurobiologie, Psychopharmakologie, assoziatives Lernen und Statistik.

Literatur:

Braun MD, Kisko TM, Witt SH, RietscheI M, Schwarting RKW & Wöhr M (2019). Long-term environmental impact on object recognition, spatial memory, and reversal learning capabilities in Cacna1c haploinsufficient rats. Human Molecular Genetics, 28, 4113-4131.

Brenes JC,  Lackinger M, Höglinger GU, Schratt G, Schwarting RKW & Wöhr M (2016). Differential effects of social and physical environmental enrichment on brain plasticity, cognition, and ultrasonic communication in rats. Journal of Comparative Neurology, 524, 1586-1607.

Houwing DJ, Staal L, Swart JM, Ramsteijn AS, Wöhr M, de Boer SF, Olivier JDA (2019). Subjecting dams to early life stress and perinatal fluoxetine treatment differentially alters social behavior in young and adult rat offspring. Frontiers in Neuroscience, 13, e229.

Lukas M & Wöhr M (2015). Endogenous vasopressin, innate anxiety, and the emission of pro-social 50-kHz ultrasonic vocalizations during social play behavior in juvenile rats. Psychoneuroendocrinology, 56, 35-44.

Rief W, Barsky AJ, Bingel U, Döring B, Schwarting RKW, Wöhr M & Schweiger U (2016). Rethinking psychopharmacotherapy: The role of treatment context and brain plasticity in antidepressant and antipsychotic interventions. Neuroscience and Biobehavioral Reviews, 60, 51-64.

Valluy J, Bicker S, Aksoy-Aksel A, Lackinger M, Sumer S, Fiore R, Wüst T, Seffer D, Metge F, Dietrich C, Wöhr M, Schwarting RKW & Schratt G (2015). A coding-independent function of an alternative Ube3a transcript during neuronal development. Nature Neuroscience, 18, 666-673.

Wöhr M, Orduz D, Gregory P, Moreno H, Khan U, Vörckel KJ, Wolfer DP, Welzl H, Gall D, Schiffmann S & Schwaller B (2015). Lack of parvalbumin in mice leads to behavioral deficits relevant to all human autism core symptoms and related neural morpho-functional abnormalities. Translational Psychiatry, 5, 525.

Wöhr M, Rippberger H, Schwarting RKW & van Gaalen M (2015). Critical involvement of 5-HT2C receptor function in amphetamine-induced 50-kHz ultrasonic vocalizations in rats. Psychopharmacology, 232, 1817-1829.

Yee N, Schwarting RKW, Fuchs E & Wöhr M (2012). Enhanced production of affective ultrasonic vocalizations during fear learning in adult male rats exposed to maternal immune activation. Journal of Psychiatric Research, 46, 1199-1205.

Auskünfte erteilen Prof. Dr. Markus Wöhr () oder Prof. Dr. Rainer Schwarting ().

 

Projekt 11: Sozial-kognitive Grundlagen stereotyper Erwartungen und Erwartungsveränderungen

Leitung: Prof. Dr. Sarah Teige-Mocigemba (Psychologische Diagnostik)

In diesem Teilprojekt soll untersucht werden, ob sich stereotype Erwartungen - beispielsweise im Kontext von Vorurteilen gegenüber Minoritäten - durch Erwartungsverletzungen reduzieren lassen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den sozial-kognitiven Prozessen, die der Entstehung, Aufrechterhaltung und Veränderung stereotyper Erwartungen zugrunde liegen. Im Teilprojekt sollen hauptsächlich Laborstudien am PC durchgeführt werden unter Nutzung verschiedener diagnostischer Zugänge (z.B. experimentelle Reaktionszeitparadigmen, Selbstberichtsmaße, Verhaltensbeobachtung).

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie.

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  • sehr gute Prüfungsleistungen in den Bereichen Sozialpsychologie und Forschungsmethoden sowie nachgewiesene praktische Fertigkeiten im Bereich der statistischen Datenauswertung.

Von Vorteil sind:

  • Kenntnisse im Bereich der PC-gestützten Versuchssteuerung
  • Programmierkenntnisse.

Auskünfte erteilt: Prof. Dr. Sarah Teige-Mocigemba (). 

 

Projekt 12: Beeinflusst die Stärke einer Erwartungsverletzung, ob Erwartungen beibehalten oder verändert werden?

Leitung: Dr. Metin Uengoer (Assoziatives Lernen)

Wir gehen davon aus, dass Erwartungen auf Assoziationen basieren, also internalen Repräsentationen der Relationen von Umweltereignissen. Diese Assoziationen ermöglichen die Vorhersage zukünftiger Ereignisse. Assoziative Lerntheorien beschäftigen sich damit, wie Vorhersagefehler so zur Veränderung von Assoziationsstärken benutzt werden, dass für zukünftige Vorhersagen deren Fehler minimiert wird. In diesem Projekt wollen wir untersuchen, ob die Stärke eines Vorhersagefehlers beeinflusst, ob zuvor erworbene Erwartungen beibehalten oder verändert werden.

Vorausgesetzt werden:

  • ein mit mindestens „gut“ abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie, Biologie oder kognitive Neurowissenschaften, 
  • die Begeisterung für das experimentelle Arbeiten und insbesondere Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Experimenten. Vorausgesetzt werden praktische Erfahrungen mit der Versuchssteuerungsprogrammierung (z.B. in Presentation) und/oder der Datenaufbereitung (z. B. mit MatLab). 

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  • Interesse an quantitativer Modellierung.

Von Vorteil sind Kenntnisse im Bereich des assoziativen Lernens.

Auskünfte erteilen Metin Uengoer () oder Harald Lachnit ().

 

Projekt 13: Erwartungsverletzungen zulassen! Moderatoren eines konstruktiven Umgangs in Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden

Leitung: Prof. Dr. Christopher Cohrs (Sozialpsychologie)

In Kontexten politischer Polarisierung existieren oft negative Stereotype und Feindbilder über Andersdenkende, die auch im Lichte inkonsistenter Informationen mittels selektiver und verzerrter Informationsverarbeitung aufrechterhalten werden. In diesem Projekt soll untersucht werden, was Menschen dazu befähigt, in Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden Erwartungsverletzungen zuzulassen, die eigene Perspektive zu erweitern und konstruktiver miteinander umzugehen. Mögliche Moderatoren sind u.a. epistemische Überzeugungen, subjektive Theorien über den Streitgegenstand und der Grad an Exploration der eigenen meinungsbasierten Identität.

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Diplom, Master oder vergleichbar) im Fach Psychologie

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts hervorgehen)
  • sehr gute Kenntnisse und Erfahrungen in quantitativen Forschungsmethoden
  • sehr gute Englischkenntnisse

Von Vorteil sind:

  • Erfahrungen mit klaren Bezügen zur Intergruppenforschung, politischen Psychologie oder sozialpsychologischen Friedens- und Konfliktforschung)

Auskünfte erteilt Prof. Dr. Christopher Cohrs ().

 

Projekt 14: Erwartungen in der Kommunikation am und übers Lebensende

Leitung: Dr. Pia von Blanckenburg (Klinische Psychologie und Psychotherapie I)

In diesem Teilprojekt soll untersucht werden, inwiefern Erwartungen eine Kommunikation am und übers Lebensende fördern oder verhindern können. Es sollen Menschen mit Krebs, Angehörige von Erkrankten sowie gesunde Erwachsene berücksichtigt und Interventionen zur Veränderung von Erwartungen entwickelt werden.

Wir bieten die Mitarbeit in einem dynamischen Team mit hoher Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung. Außerdem können wir eine ausgezeichnete Verzahnung der wissenschaftlichen Arbeit mit der postgradualen Psychotherapie-Ausbildung zur Approbation an der angeschlossenen Psychotherapie-Ambulanz gewährleisten. 

Vorausgesetzt werden:

  • ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Diplom oder vergleichbar) im Fach Psychologie mit einem klinischen Schwerpunkt

Erwartet werden:

  • nachgewiesenes Interesse am Thema des Projekts (zu belegen durch ein maximal 1-seitiges Motivationsschreiben, aus dem ggf. bisherige Erfahrungen im Themenbereich des Projekts, bspw. eine einschlägige Abschlussarbeit, Praktika, Hilfskrafttätigkeit etc., hervorgehen)
  • sehr gute Englischkenntnisse (Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben)
  • sehr gute Vorkenntnisse in den Bereichen Klinische Psychologie und Forschungsmethoden

Von Vorteil sind:

  • Kenntnisse im Bereich Psychoonkologie
  • Interesse an einer psychotherapeutischen Ausbildung (bei Interesse und Eignung besteht die Möglichkeit, parallel eine postgraduale Psychotherapie-Ausbildung am IPAM zu absolvieren, „Marburger Modell“)

Auskünfte erteilen Dr. Pia von lanckenburg () und Prof. Dr. Winfried Rief ().