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Bachelor- und Masterarbeiten in der Arbeitseinheit Sozialpsychologie

Uns, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der AE Sozialpsychologie, liegt viel daran, Qualifikationsarbeiten zu ermöglichen, die sowohl Bezug zu unseren Forschungsthemen aufweisen als auch Ihren eigenen Interessen so nahe kommen wie möglich. Falls Sie Interesse an einer Qualifikationsarbeit bei uns haben, führen drei Schritte weiter:

  1. Schauen Sie in der Liste unten nach, ob es ggf. konkrete ausgeschriebene Arbeiten gibt, die Sie besonders interessieren.
  2. Informieren Sie sich über die Forschungsthemen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  3. Nehmen Sie Kontakt zu derjenigen Person oder denjenigen Personen auf (via Sprechstunde/E-mail), bei der/denen Sie die größten Überschneidungen mit Ihren eigenen Interessen sehen.

Bitte beachten Sie auch unsere Kriterien für Abschlussarbeiten.

Prof. Dr. Christopher Cohrs und Carmen Lienen können zurzeit leider keine weiteren Abschlussarbeiten betreuen.

Bachelor- oder Masterarbeiten:

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Kriminalitätsfurcht und Vorurteile (Kotzur, Wagner)Kriminalitätsfurcht und Vorurteile (Kotzur, Wagner)

    Arbeitstitel Kriminalitätsfurcht und Vorurteile - (wann) gibt es einen Zusammenhang?
    Ausschreibungsdatum 21.02.2019
    Anleiter ,

    Kurzbeschreibung

    Soziale Kriminalitätsfurcht kann als eine allgemeine Sorge bezüglich Kriminalität als gesellschaftliches Problem verstanden werden. Zu diesem Thema werden zwei Abschlussarbeiten angeboten. In beiden Abschlussarbeiten soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit ein Zusammenhang zwischen sozialer Kriminalitätsfurcht und Vorurteilen bezüglich bestimmter gesellschaftlicher Fremdgruppen besteht. Außerdem soll getestet werden, unter welchen Umständen ein solcher Zusammenhang (nicht) besteht.
    Untersuchungsart (Online-) Experiment
    Literatur für den Einstieg auf Anfrage bei den Betreuern

    Beginn

    ab sofort

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Respektvolle Auseinandersetzungen und komplexes Denken (Rothers)Respektvolle Auseinandersetzungen und komplexes Denken (Rothers)

    Arbeitstitel Respektvolle Auseinandersetzungen und komplexes Denken.
    Ausschreibungsdatum 21.05.2019
    Anleiter Adrian Rothers, M.Sc.

    Kurzbeschreibung

    Ein Befund der Einstellungsforschung legt nahe, dass die Wichtigkeit eines Einstellungsobjekts die Komplexität der Einstellung einer Person auf zwei unterschiedliche Weisen beeinflusst: je wichtiger ein Einstellungsobjekt für eine Person ist, a) umso leichter fällt es ihr, vielfältige Begründungen für ihre Position zu generieren, und b) umso schwerer fällt es ihr, alternative Perspektiven darauf einzunehmen.

    Diese Abschlussarbeit soll untersuchen, inwiefern die Wahrnehmung, von der Gegenseite respektiert zu werden, die beschriebenen Zusammenhänge von Einstellungsstärke und Komplexität moderiert (vgl. 2). Eine mögliche Vorgehensweise ist, in einer experimentellen Studie zunächst die Stärke einer Reihe von Einstellungen abzufragen, und dann eine respektvolle vs. respektlose Konfrontation mit einer Gegenposition zu einem der Themen herbei zu führen. Die Komplexität der Einstellung kann dann anhand offener Erläuterungen zur eigenen Position erhoben werden. In einer Masterarbeit könnten je nach Interesselage zusätzlich a) die Ergebnisse bezüglich Veränderungen der Komplexität ergänzt werden durch klassische implizite oder explizite Einstellungsmaße, um Licht auf das Zusammenspiel von Einstellungs- und Komplexitätsveränderungen zu werfen, und b) Mediatoren eines möglichen Effekts untersucht werden (vgl. 3).

    Untersuchungsart (Online-)Experiment
    Literatur für den Einstieg

    1 Conway, L. G. III, Thoemmes, F., Allison, A. M., Towgood, K. H., Wagner, M. J., Davey, K., . . . Conway, K. R. (2008). Two ways to be complex and why they matter: Implications for attitude strength and lying. Journal of Personality and Social Psychology, 95(5), 1029-1044. http://dx.doi.org/10.1037/a0013336

    2 Eschert S, Simon B (2019) Respect and political disagreement: Can intergroup respect reduce the biased evaluation of outgroup arguments? PLoS ONE 14(3): e0211556. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0211556

    3 Hornsey, M. J., & Fielding, K. S. (2017). Attitude roots and Jiu Jitsu persuasion: Understanding and overcoming the motivated rejection of science. American Psychologist, 72(5), 459-473. http://dx.doi.org/10.1037/a0040437

    Beginn

    ab sofort, spätestens zum WS 2019

Masterarbeiten:

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Gewalttätiger Extremismus (Wagner)Gewalttätiger Extremismus (Wagner)

    Arbeitstitel Gewalttätiger Extremismus - ein Forschungsthema in der Sozialpsychologie
    Ausschreibungsdatum 21.01.2019
    Anleiter

    Kurzbeschreibung

    Gewalttätiger Extremismus (violent extremism) beschreibt den Einsatz von physischer Gewalt gegen Menschen mit politisch-ideologischer Begründung. Bei den Begründungen wird in der Regel zwischen rechter, linker und islamistischer Ideologien unterschieden. Die BA-Arbeit ist Teil eines Forschungsprojektes zur sozialpsychologischen Erklärung von Gewalttätigem Extremismus.

    Aufgaben der/des MasterandIn sind:

    • eine systematische Zusammenstellung sozialpsychologischer Arbeiten zu der Fragestellung,
    • deren Klassifikation nach inhaltlichen und methodischen Gesichtspunkten
    • sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen Befunde.
    Untersuchungsart Literaturarbeit
    Literatur für den Einstieg auf Anfrage bei den Betreuern

    Beginn

    ab sofort

Beispielthemen

Hier finden Sie zur weiteren Orientierung eine Übersicht über einige bereits betreute Abschlussarbeiten:

  • Der zweifelhafte Nutzen sprachlicher Korrektheitsnormen: Einfluss von Korrektheitsnormen auf die Unterstützung der Partei "Alternative für Deutschland" und die Meinung zur Geschlechterquote (Cohrs, Eckerle)
  • Die kleine Raupe Nimmersatt: Zusammenhänge der Wahrnehmung globaler Ungleichheit mit Einstellungen und Verhalten gegenüber Fast Fashion (Cohrs)
  • Global, gerecht und grün: Die Vermittlung des Effekts von Identifikation mit der gesamten Menschheit auf klimaschützendes Verhalten durch wahrgenommene Ungerechtigkeit und Emotionen (Cohrs)
  • "Ja, aber..." – Förderung klimafreundlichen Verhaltens durch die Veränderung individueller Rechtfertigungsstrategien (Cohrs)
  • Mit einem Klick die Welt verändern? - Der Zusammenhang zwischen schnellem Online-Aktivismus und aufwendigem Offline-Engagement unter Berücksichtigung der Moralischen Identität (Cohrs, Eckerle)
  • Reisen und was sie bewegen: Einflüsse von Reisemotivation auf interkulturellen Kontakt und dessen Effekte (Cohrs)
  • Sicherheitsempfinden der Nutzer und Nutzerinnen des Marburger Hauptbahnhofs - Einfluss des Bahnhofsimages auf die Wahrnehmung sozialer Incivilities und die Kriminalitätsfurcht (Maaser)
  • Sicherheit und subjektives Sicherheitsempfinden in Marburg: Ergebnisse einer Stadtbegehung (Maaser)
  • Über das Verständnis der Deutschen von Integration (Lienen, Eckerle)
  • What keeps advantaged group members from challenging inequality? How ambivalent stereotypes undermine solidarity-based collective action through perceived legitimacy and anger at perceived injustice (Pauls, Eckerle)

Stand: 20.05.2019