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Bachelor- und Masterarbeiten in der Arbeitseinheit Sozialpsychologie

Uns, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AE Sozialpsychologie, liegt viel daran, Qualifikationsarbeiten zu ermöglichen, die sowohl Bezug zu unseren Forschungsthemen aufweisen als auch Ihren eigenen Interessen so nahe kommen wie möglich. Falls Sie Interesse an einer Qualifikationsarbeit bei uns haben, führen drei Schritte weiter:

  1. Schauen Sie in der Liste unten nach, ob es ggf. konkrete ausgeschriebene Arbeiten gibt, die Sie besonders interessieren.
  2. Informieren Sie sich über die Forschungsthemen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
  3. Nehmen Sie Kontakt zu derjenigen Person oder denjenigen Personen auf (via Sprechstunde/E-mail), bei der/denen Sie die größten Überschneidungen mit Ihren eignen Interessen sehen.

Bitte beachten Sie auch unsere Kriterien für Abschlussarbeiten.

Stand: 20.08.2018

Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten:

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Subjektives Sicherheitsempfinden und Angsträume in Bonn (Kosjankow/Wagner)Subjektives Sicherheitsempfinden und Angsträume in Bonn (Kosjankow/Wagner)

    Arbeitstitel Subjektives Sicherheitsempfinden und Angsträume in Bonn
    Ausschreibungsdatum 17.08.2018
    AnleiterInnen Viktoria Kosjankow, Prof. Dr. Ulrich Wagner
    Kurzbeschreibung

    Die AG Sozialpsychologie der Universität Marburg entwickelt ein kommunales Gewaltpräventionskonzept für die Bundesstadt Bonn mit dem Ziel, Gewalt von und unter Kindern und Jugendlichen zu verringern.

    Neben dem tatsächlichen Gewaltaufkommen spielt das subjektive Sicherheitsempfinden eine wichtige Rolle für das Wohlbefinden der Bevölkerung. Sicherheitsempfinden oder Kriminalitätsfurcht sind von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst: Individuelle Charakteristika, wie Geschlecht, Alter, Bildung etc. oder der Medienkonsum, aber auch eigene und indirekte Viktimisierungserfahrungen (Box et al. 1988) und Incivilities – zu übersetzten etwa als „Anzeichen der Verwahrlosung/Unordnung“. Es werden physische und soziale Incivilities unterschieden. Zu den physischen Incivilities zählen Charakteristika des Raumes oder Ortes selbst, beispielsweise Graffiti, Straßenbeleuchtung oder Müll. Auch die Tages- oder Jahreszeit hat einen starken Einfluss auf die Raumwahrnehmung. Unter sozialen Incivilities versteht man Arten der Nutzung des Raumes, die mit negativem Sozialverhalten in Verbindung gebracht werden (z.B. Streitereien, herumhängende Jugendliche, Alkoholkonsum, Lärm).

    In Bonn stehen verschiedene Räume zur Debatte, die von ExpertInnen und Teilen der Bevölkerung als Angsträume benannt werden, obwohl sich dies in den meisten Fällen nicht mit der objektiven Kriminalitätslage erklären lässt. Daher soll untersucht werden, welche Faktoren das subjektive Sicherheitsempfinden beeinflussen, ob und wie sich die Bewertung eines Ortes als sog. Angstraum zwischen verschiedenen Gruppen unterscheidet und durch welche Maßnahmen das Sicherheitsempfinden verbessert werden könnte. Dies soll im Rahmen von Stadtteilbegehungen eruiert werden. Die Begehung ausgewählter Orte mit verschiedenen Personengruppen (Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen) soll im Rahmen der ausgeschriebenen Arbeit organisiert, durchgeführt, mit Fragebögen dokumentiert und anschließend analysiert werden. Die Ergebnisse werden für die weitere Erarbeitung des Gewaltpräventionskonzeptes genutzt.

    Untersuchungsart

    Feldforschung
    Literatur für den Einstieg

    Box, S., Hale, C., & Andrews, G. (1988). Explaining fear of crime. British Journal of Crimi-nology, 28(3), 340–356.

    Heinzelmann, C., & Hentschel, J. (2015). Stadtteiltouren und Befragungen: der DEFUS-Monitor Sicherheitsgefühl.      Internetdokumentation des deutschen Präventionstages. URL: www.praeventionstag.de/nano.cms/vortraege/id/3129 (Stand: 27.07.2018).

    Ziegleder, D., Kudlacek, D. & Fischer, T. (2011). Zur Wahrnehmung und Definition von Sicherheit durch die Bevölkerung. Erkenntnisse und Konsequenzen aus der kriminologisch sozialwissenschaftlichen Forschung. Berlin: Freie Universität Berlin.

    Anforderungen zeitliche Flexibilität im Erhebungszeitraum (ca. September-November), Bereitschaft mehrmals nach Bonn zu reisen; Fahrtkosten werden erstattet
    Beginn

    möglichst zeitnah - Beginn ab sofort möglich

    Bitte kurze Interessensbekundung mit Angabe der Telefonnummer an viktoria.kosjankow@staff... und wagner1@staff...

Masterarbeiten:

  • Inhalt ausklappen Inhalt einklappen Vorurteile unter Stress (Wagner)Vorurteile unter Stress (Wagner)

    Arbeitstitel Vorurteile unter Stress
    Ausschreibungsdatum 17.11.2017
    AnleiterInnen
    Kurzbeschreibung

    Patricia Devine (1989) hat in einer wegweisenden Arbeit gezeigt, dass Menschen mit weniger Vorurteilen die gesellschaftlichen Stereotypen von Minderheiten sehr wohl kennen, sich aber besonders anstrengen, von diesen in ihren Urteilen und Verhaltensweisen nicht beeinflusst zu werden. Dies setzt die Möglichkeit zur Kontrolle voraus. Die Frage ist, wie sich Menschen mit wenig Vorurteilen verhalten, wenn Sie in eine stressvolle Konfliktsituation mit Mitgliedern einer fremden Gruppe geraten, wenn sie also wenig Möglichkeiten haben, das Aufkommen von gesellschaftlichen Stereotypen zu unterdrücken. Die Frage ließe sich beispielsweise experimentell prüfen, in dem Menschen nach ihren Vorurteilen befragt werden und dann mit einzelnen Mitgliedern einer Minderheit interagieren sollen oder diese beurteilen sollen. Dabei werden sie unter Stress gesetzt oder abgelenkt (oder nicht).

    Die Fragestellung ließe sich in der Grundlagenforschung mit beliebigen Gruppenzugehörigkeiten untersuchen, aber auch in Anwendungsbereichen, wie beispielsweise der Personalbeurteilung, der Leistungsbeurteilung von Schülerinnen und Schülern oder dem Umgang mit kleinen Vergehen durch die Strafverfolgungsbehörden.

    Untersuchungsart Experiment
    Literatur für den Einstieg Devine, P.G. (1989). Stereotypes and prejudice: Their automatic and controlled components. Journal of Personality and Social Psychology, 56, 5-18.

    Beginn

    ab sofort

Beispielthemen

Hier finden Sie eine Liste ausgewählter Themen aktuell oder kürzlich betreuter Abschlussarbeiten:

  • Die kleine Raupe Nimmersatt: Zusammenhänge der Wahrnehmung globaler Ungleichheit mit Einstellungen und Verhalten gegenüber Fast Fashion (Cohrs)
  • Global, gerecht und grün: Die Vermittlung des Effekts von Identifikation mit der gesamten Menschheit auf klimaschützendes Verhalten durch wahrgenommene Ungerechtigkeit und Emotionen (Cohrs)
  • "Ja, aber..." – Förderung klimafreundlichen Verhaltens durch die Veränderung individueller Rechtfertigungsstrategien (Cohrs)
  • Reisen und was sie bewegen: Einflüsse von Reisemotivation auf interkulturellen Kontakt und dessen Effekte (Cohrs)
  • Über das Verständnis der Deutschen von Integration (Lienen, Eckerle)
  • Mit einem Klick die Welt verändern? - Der Zusammenhang zwischen schnellem Online-Aktivismus und aufwendigem Offline-Engagement unter Berücksichtigung der Moralischen Identität (Cohrs, Eckerle)
  • What keeps advantaged group members from challenging inequality? How ambivalent stereotypes undermine solidarity-based collective action through perceived legitimacy and anger at perceived injustice (Pauls, Eckerle)