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Neuerscheinungen 2020/2021

Marie Isabel Matthews-Schlinzig, Jörg Schuster, Gesa Steinbrink, Jochen Strobel (Hrsg.): Handbuch Brief. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. 2 Bde. Berlin/Boston 2020. XVI+1566 S.

Das Handbuch macht zentrale Forschungserkenntnisse verschiedener Disziplinen zur Textsorte und Kommunikationsform ‚Brief‘ für das wissenschaftliche Fachpublikum – ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit – in gesammelter und systematisierter Form verfügbar. Dabei streben die Herausgeber*innen keine wie auch immer zu definierende ‚Vollständigkeit‘ der Wissensrepräsentation an. Gleichzeitig werden einerseits Forschungsansätze, -interessen, und -methodologien der für den Brief zentralen Einzeldisziplinen vorgestellt. Andererseits aber wird die Briefforschung auf einen neuen Stand gehoben, indem durch die strukturbestimmende Interdisziplinarität des Handbuchs die mit der Form des ‚Briefs‘ verbundenen ‚Briefkulturen‘ und ihre Erforschung erstmals überhaupt in der unmittelbaren Zusammenschau sichtbar gemacht werden. Damit möchten die Herausgeber*innen dezidiert zu weiterem, ambitioniertem Nachdenken über die Geschichte und Funktion des ‚Briefs‘ sowie bisher noch unbearbeitete Forschungsfragen anregen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.degruyter.com.

Eckart Conze, Jan de Vries, Jochen Strobel, Daniel Thiel (Hrsg.): Aristokratismus. Historische und literarische Semantik von 'Adel' zwischen Kulturkritik der Jahrhundertwende und Nationalsozialismus (1890-1945). Münster/New York 2020. 224S.

Der sich fortsetzende soziale Abstieg des Adels in Deutschland wurde zwischen dem Ende des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts begleitet und konterkariert durch vielfältige Neucodierungen des Wissens über den Adel und seine Kultur. Zwölf Studien aus Literatur- und Geschichtswissenschaft (ergänzt durch einen sprachwissenschaftlichen Beitrag zur kognitiven Framesemantik) wenden sich unter dem Oberbegriff 'Aristokratismus' solchen Neuzuschreibungen und Neukontextualisierungen zu und berühren dabei Strömungen der Kulturkritik, die völkische und die nationalsozialistische Ideologie, Konzeptualisierungen von Autorschaft und literarischer Moderne, schließlich Rückwirkungen auf die Selbstrepräsentation adeliger Kreise.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.waxmann.com.

Norman Kasper, Jana Kittelmann, Jochen Strobel, Robert Vellusig (Hrsg.): Die Geschichtlichkeit des Briefs. Kontinuität und Wandel einer Kommunikationsform. Berlin/Boston: de Gruyter 2021.

Seit mehr als 3.000 Jahren schreiben Menschen einander Briefe. Die bemerkenswerte Geschichte dieser Kommunikationsform beruht auf wenigen Merkmalen: Schriftlichkeit und Materialität, individuelle Adressierung, Übertragung und Speicherbarkeit. Die Beiträge des interdisziplinär angelegten Bandes erkunden Universalien der Briefkommunikation unter je spezifischen historischen Bedingungen.

Mit Beiträgen von Sophia Wege, Jochen Strobel, Rüdiger Görner, Eve-Marie Becker, Isabelle Stauffer, Jana Kittelmann, Wolfgang Bunzel, Olivia Varwig, Ulrich Breuer und Anke Lindemann, Gideon Stiening, Rotraut Fischer, Claudia Bamberg, Jens Ebert, Alexander Honold, Norman Kasper, Yulia Mevissen, Eva Lia Wyss.

Es handelt sich um eine Open-Access-Publikation. 

Zum Download: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110712568/html

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