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Marburger Gespräche zum Pharmarecht

In den jährlich stattfindenden Marburger Gesprächen zum Pharmarecht werden aktuelle Fragen des Pharmarechts aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Im Vordergrund steht weniger die Information über Detailfragen als vielmehr die vertiefte Durchdringung der immer auch praktisch bedeutsamen Fragestellungen.

Inhaltlich werden die Marburger Gespräche durch eine offene Gesprächsrunde gemeinsam mit Kanzleien und Unternehmen aus dem Pharmasektor vorbereitet.

Zu einer Übersicht über die Programme der Vorjahre gelangen Sie hier.

Die Tagungsbände zu den Symposien erhalten Sie beim Nomos-Verlag. Teilnehmer des Symposiums bekommen den Tagungsband nach Fertigstellung kostenfrei zugestellt.

 




Die 22. Marburger Gespräche zum Pharmarecht finden am 21. und 22. März 2019 statt.

Digitalisierung im Pharma- und Gesundheitswesen + Compliance und Haftung

Marburger Gespräche zum Pharmarecht 2019
Die Digitalisierung ist im Gesundheitswesen von besonderer Bedeutung. Ihre Anwendungsbereiche erstrecken sich von der Fernbehandlung eines Patienten via Skypechat, über die Verwendung von Medizinapps zur Messung des Blutdrucks bis hin zur Datenerfassung bei klinischen Studien. Digitalisierung steht für den Schritt in ein neues Zeitalter, für das der rechtliche Rahmen noch entwickelt werden muss. Aus diesem Grund bildet die Digitalisierung des Gesundheitswesens den ersten Themenschwerpunkt der 22. Marburger Gespräche zum Pharmarecht.

Der erste Vortrag der Tagung behandelt die Folgen, die sich aus der Einordnung der Gesundheitsbranche als sicherheitskritischen Bereich ergeben. Wegen der herausragenden Bedeutung der Gesundheitsbranche für die Versorgung der Allgemeinheit werden regulatorische Anforderungen unter anderem an die IT-Sicherheit gestellt, die vorgestellt und diskutiert werden sollen. Zwei weitere Vorträge beleuchten die rechtliche Einordnung von Digital-Health-Produkten und zugehöriger Software und Apps und die daraus folgenden Probleme etwa im Haftungsrecht. Von besonderem Interesse ist hierbei die Verantwortung für digitale Entscheidungshilfen in der ärztlichen Behandlung, zum Beispiel durch Apps und Software zur Unterstützung der Diagnosestellung: Wer haftet hier für eine Fehlbehandlung, die auf einem Fehler des Unterstützungsprogramms zurückgeht? Es folgen dann zwei Vorträge zur Thematik der personalisierten Medizin. Nach einem Vortrag zur Ausgestaltung von Studiendesigns klinischer Studien in der personalisierten Medizin werden aus Unternehmenssicht die Möglichkeiten und die derzeitige Zulässigkeit von klinischen Studien in der personalisierten Medizin analysiert.

Abgerundet wird der Komplex der Digitalisierung mit der Thematik des IT- und Know-how-Schutzes im Zulassungsverfahren und bei Transaktionen für Digital-Health-Produkte.

Die Dinnerspeech auf dem Landgrafenschloss befasst sich passend zum Themenkomplex des zweiten Tages (Compliance und Haftung) mit der Arbeit des Bundeskriminalamts im Gesundheitswesen.

Den Anfang des zweiten Tages machen zwei Vorträge, die sich mit den Neuerungen des Datenschutzrechts befassen. Der erste Vortrag widmet sich den Chancen und Risiken der Datenschutzgrundverordnung. Seit dem 25. Mai 2018 ist diese nun unmittelbar anwendbar. Insbesondere bei der Datenerhebung und –Verwendung im Rahmen von klinischen Studien und der Pharmakovigilanz besteht ein großer Anpassungsbedarf. Ob und in welchem Umfang dabei das Forschungsprivileg eingreift und die datenschutzrechtliche Abwicklung erleichtert bildet den Schwerpunkt der Überlegungen. Der folgende Vortrag befasst sich hieran angelehnt mit den nationalen Besonderheiten des Datenschutzes, insbesondere mit dem Sozialdatenschutz.

Das Spannungsfeld zwischen Heilmittelwerberecht, Sozialrecht und dem Strafrecht wirft derzeit schwierige Fragen auf. Wie ist etwa mit dem Entlassmanagement umzugehen? Wie verhalten sich sozialrechtlich erwünschte Qualifizierungsmaßnahmen für Vertragsärzte zu den strafrechtlich kritischen Zuwendungsverboten? Ein weiterer Vortrag befasst sich mit Compliancemanagementsystemen, insbesondere mit den Auswirkungen der Einführung des § 30 Abs. 1 OWiG, auf die Unternehmenspraxis und mit dem erforderlichen Schutz für Whistleblower.

Die 22. Marburger Gespräche zum Pharmarecht enden mit einer kritischen Analyse der ab dem 1. November 2018 möglichen Erhebung von Musterfeststellungsklagen und deren Auswirkung auf die Haftung der pharmazeutischen Industrie.

In der Forschungsstelle für Pharmarecht der Philipps-Universität Marburg haben sich Vertreter aus Hochschule und Wirtschaft zu einem dauerhaften Erfahrungsaustausch zusammen gefunden. Zielsetzung ist es, sich den Herausforderungen der gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Entwicklungen im Gesundheitswesen zu stellen. Die Forschungsstelle für Pharmarecht an der Philipps-Universität Marburg lädt herzlich zu ihren 22. Marburger Gesprächen am 21. und 22. März 2019 nach Marburg ein.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.
 
Kolloquium: Vorstellung der Dissertation von Frau Anna Böhmer (Doktorandin der Forschungsstelle für Pharmarecht der Philipps-Universität Marburg) zum Thema "Arzneimittelhaftung und Unionsrecht"
                                           



Datenschutzhinweis: Anmeldung zu Veranstaltungen des Förderkreises der Forschungsstelle für Pharmarecht an der Philipps-Universität Marburg e.V.

Mit Ihrer Anmeldung willigen Sie in die Verarbeitung der von Ihnen angegebenen Kontaktdaten ein. Die Datenverarbeitung erfolgt zum Zweck der Durchführung der Veranstaltung (Zusenden der Anmeldebestätigung, Rechnung, Abfrage fehlender Informationen, Versand von Materialien und/oder Informationen zur Veranstaltung u.Ä.) bis zu deren Abwicklung (z.B. Versand des Tagungsbandes im Falle der Marburger Gespräche). Hierfür hat der Förderkreis der Forschungsstelle den Tagungsservice Lahn-Media beauftragt.

Sollten bei dieser Veranstaltung Film- und/oder Fotoaufnahmen gemacht werden, erklären Sie mit Ihrer Teilnahme Ihre Einwilligung in Verarbeitung und Verwendung der Bild-, Video- und Tonaufnahmen für Dokumentationszwecke sowie im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Forschungsstelle für Pharmarecht. Sollten Sie mit einer Speicherung nur zum Zwecke der Durchführung einer Veranstaltung einverstanden sein, wenden Sie sich bitte an die für die Veranstaltung zuständige Stelle (pharmarecht@jura.uni-marburg.de).

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Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung ist die Forschungsstelle für Pharmarecht an der Philipps-Universität in Marburg, Universitätsstraße 6, 35037 Marburg/Lahn, Tel.: 06421/28-21712, Fax: 06421/28-23110, E-Mail: pharmarecht@jura.uni-marburg.de, www.pharmarecht-marburg.de.

Sie können Ihre Einwilligung in die Datenverarbeitung und -speicherung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen (§ 7 Abs. 7 Datenschutz-Grundverordnung). Der Widerruf berührt nicht die Rechtmäßigkeit der auf Grund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung. Sie haben das Recht, eine unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten zu erhalten und das Recht, diese ggf. berichtigen oder löschen zu lassen oder die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen.

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Forschungsstelle für Pharmarecht an der Philipps-Universität in Marburg, Universitätsstraße 6, 35037 Marburg/Lahn, Tel.: 06421/28-21712, Fax: 06421/28-23110, E-Mail: pharmarecht@jura.uni-marburg.de, www.pharmarecht-marburg.de.

Ihnen steht außerdem das Recht zu, im Zusammenhang mit der Verarbeitung Ihrer Daten eine Beschwerde an die zuständige Datenschutzbehörde zu richten.

 


21. Marburger Gespräche zum Pharmarecht


Die 21. Marburger Gespräche zum Pharmarecht finden am 1. und 2. März 2018 statt.

Werberecht und Absatzförderung / Preisrecht

Auch die 21. Marburger Gespräche zum Pharmarecht haben sich dem gleichberechtigten Diskurs von Wissenschaft und Praxis verschrieben. Im Zeichen dieser Tradition sollen am 1. und 2. März 2018 Kernfragen des Werberechts und der Absatzförderung im Gesundheitswesen diskutiert werden.

Im März 2017 sind die Straftatbestände des §§ 299a und 299b StGB fast zwei Jahre in Kraft. Nachdem im Rahmen der vergangenen Symposien die Auslegung und die praktische Umsetzung der Korruptionstatbestände erläutert und diskutiert wurden, sollen durch die 21. Marburger Gespräche praxisorientiert dargelegt werden, welche Kooperationen im Gesundheitswesen überhaupt noch erlaubt, gewünscht und erforderlich sind.

Neben der Frage, wie regulatorische Anforderungen an die Vertragsgestaltung von Online-Portalen und digitalen Kommunikationswegen ausgestaltet sein müssen und wo die werberechtlichen Grenzen solcher „Zielgruppenplattformen“ für Ärzte und Patienten liegen, werden die rechtlichen Möglichkeiten des Informationsflusses seitens der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigungen und von Prüfgremien über die Wirtschaftlichkeit von Arzneimittelverordnungen beleuchtet und mögliche Rechtschutzmöglichkeiten gegen diese Informationen aufgezeigt.

Ein weiterer Vortrag widmet sich der Thematik steuerlich optimierter Vertriebsmodelle von Arzneimitteln. Eine Vielzahl international tätiger Pharmaunternehmen steuert ihre Vertriebstätigkeit in der EU aus steuerlichen Gründen über die Schweiz. Es werden die hiermit verbundenen Vorteile im Spannungsfeld zu regulatorischen Anforderungen an den Vertrieb und den Großhandeln mit Arzneimitteln in der EU herausgearbeitet. Den Abschluss des ersten Tages bildet die aktuelle Entwicklung zur Veröffentlichung von Zulassungsunterlagen durch die EMA.

Passend dazu befasst sich die Dinnerspeech auf dem Landgrafenschloss in Marburg mit dem Brexit und dessen Auswirkungen im Pharmasektor.

Der zweite Tag beschäftigt sich mit dem Themenschwerpunkt „Preisrecht“. Passend dazu befasst sich der erste Vortrag - angelehnt an die Entscheidung des LSG Berlin-Brandenburg von Juni 2017 - mit den aktuellen Entwicklungen der Mischpreisbildung, insbesondere bei Kombinationspräparaten. Ein weiterer Vortrag widmet sich § 130 a Abs. 4 SGB V, der Möglichkeit der Befreiung von Herstellerabschlägen und nimmt eine Würdigung vor, ob die Befreiung eine unzulässige staatliche Subvention darstellen kann. Im Anschluss erfolgt ein Überblick über die Auswirkungen des Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) auf die Versorgung mit Zystostatika. Durch das Gesetz soll die Qualität und Sicherheit in der Versorgung mit Arzneimitteln zur Krebsbehandlung sichergestellt werden. Dazu entfällt die bisherige Ausschreibungsmöglichkeit der Krankenkassen mit Apotheken; zugleich sollen Rabattverträge zwischen Krankenkassen und pharmazeutischen Herstellern mit Blick auf die nachhaltige Finanzierbarkeit ermöglicht und die Verhandlungsmöglichkeiten der Selbstverwaltung über die Preise erweitert werden. (Hilfstaxe).

Die 21. Marburger Gespräche zum Pharmarecht enden mit einer kritischen Analyse der aktuellen Rechtsprechung zu Rabatten und Skonti, unter anderem wird dabei die Thematik eines nationalen Versandhandelsverbots diskutiert.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Tagungsunterlagen erhalten angemeldete TeilnehmerInnen unter diesem Link.

 

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20. Marburger Gespräche zum Pharmarecht

20. Marburger Gespräche zum Pharmarecht am 2. + 3. März 2017: Compliance und Innovation

20 Jahre Marburger Gespräche zum Pharmarecht – 20 Jahre gleichberechtigter Diskurs von Wissenschaft und Praxis. Im Zeichen dieser Tradition sollen am 2. und 3. März 2017 Kernfragen der Bereiche Compliance und Innovation im Gesundheitswesen diskutiert werden.

Nachdem das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen am 4. Juni 2016 in Kraft getreten ist, gilt es nun, die neu geschaffenen Tatbestände der §§ 299a, 299b StGB hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzung näher zu untersuchen. Anknüpfend an die letztjährigen Vorträge, welche den Schwerpunkt in der Auslegung der Tatbestandsmerkmale setzten, sollen durch die 20. Marburger Gespräche praxisorientiert die möglichen Formen der Zusammenarbeit dargelegt und zugleich deren strafrechtlichen Schranken aufgezeigt werden. Im Rahmen des ersten Schwerpunktes „Compliance“ umfassen die ersten beiden Vorträge die Thematik der praktischen Umsetzung der §§ 299a, 299b StGB im Pharmaunternehmen hinsichtlich der komplexen Formen der Zusammenarbeit und im Weiteren die Auswirkungen auf das Strafrecht und die Strafverteidigung.

Zwei weitere Vorträge befassen sich mit einem Unterpunkt des Komplexes „Compliance“, dem Bereich des Datenschutzes. Einer der Vorträge informiert über die neuen Entwicklungen durch die Datenschutz-Grundverordnung. Dabei sollen gerade die Herausforderungen für die klinische Forschung vermittelt werden. Welche Daten sind für wen zugänglich und was deckt eine Einwilligung ab? Sind abgespeicherte Daten in einer Cloud wirklich sicher? Begriffe wie Safe Harbour und Privacy Shield werden hier eine Rolle spielen. Ein weiterer Vortrag zeigt aktuelle Fragen der Pharmakovigilanz auf. Dabei wird Bezug auf die Person des Stufenplanbeauftragten und dessen zu erbringende Anforderungen genommen sowie das Spannungsfeld von Pharmakovigilanz und Parallelimport beleuchtet.

Den Abschluss des ersten Tages bilden das Heilmittelwerbe- und das Kartellrecht. So beschäftigt sich ein Vortrag mit der Frage, ob mit Aussagen zum Zusatznutzen eines Arzneimittels geworben werden darf. Dabei gilt u.a. zu klären, ob ein konkreter Hinweis auf die Einigung des Arzneimittelherstellers und den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenversicherung über einen Erstattungsbetrag für den verschreibenden Arzt so zu verstehen ist, dass ihm bei einer Verschreibung des Arzneimittels kein Wirtschaftlichkeitsregress droht. Der letzte Vortrag des Tages befasst sich mit innovativen Arzneimitteln im Spannungsfeld des Kartellrechts.

Der zweite Tag beschäftigt sich mit dem Themenschwerpunkt „Innovationen“. Passend dazu befasst sich der erste Vortrag mit Neuerungen im Rahmen der klinischen Prüfung und den Anforderungen an die Umstrukturierung im pharmazeutischen Unternehmen hinsichtlich der Umsetzung der Verordnung Nr. 536/2014/EG. Mit dem Bereich der stratifizierten und der individualisierten Medizin beschäftigt sich ein weiterer Vortrag und zeigt deren Entwicklung und Chancen auf. Anschließend erfolgt ein Überblick über berufsrechtliche, datenschutzrechtliche und haftungsrechtliche Aspekte von E-Health. Anknüpfend an die Symposien der letzten Jahre folgt ein Beitrag über die neuesten Entwicklungen und Erfahrungen zum AMNOG.

Die 20. Marburger Gespräche zum Pharmarecht enden in Anlehnung an die Ausführungen zum AMNOG mit einem Vortrag über die aktuelle Spruchpraxis der Schiedsstelle und zeigt deren rechtliche Grundlagen und Verfahrensgarantien auf.

Die Forschungsstelle für Pharmarecht an der Philipps-Universität Marburg lädt herzlich zu ihren 20. Marburger Gesprächen am 2. und 3. März 2017 nach Marburg ein.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier. Die Tagungsunterlagen finden Sie unter diesem Link.

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Aula der Alten Universität

Die 19. Marburger Gespräche zum Pharmarecht fanden am 3. und 4. März 2016 statt.
Angemeldete Teilnehmer können sich die Tagungsunterlagen hier herunterladen!

Der Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen sieht unter anderem die Einführung des neuen Straftatbestands der „Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen“ (§ 299a StGB-E) vor, nachdem der Große Senat 2012 eine Strafbarkeit niedergelassener Ärzte wegen Bestechung und Bestechlichkeit gem. § 299 StGB mangels Amtsträgereigenschaft bzw. Beauftragtenstellung verneinte.

In diesem Zusammenhang werden neben der problematischen Formulierung der Tatbestandsmerkmale mit Blick auf den Bestimmtheitsgrundsatz und der möglicherweise eintretenden Kriminalisierung grundsätzlich erwünschter Kooperationen auch die Schutzgüter des § 299a StGB-E diskutiert.

So finden sich in der Gesetzesbegründung als Zielsetzungen sowohl der Schutz des Wettbewerbs im Gesundheitswesen als auch die Sicherung des Vertrauens der Allgemeinheit in die Integrität heilberuflicher Entscheidungen. Aber auch die Verletzung von Vermögensinteressen der Wettbewerber und Patienten sowie der gesetzlichen Krankenversicherungen soll verhindert werden, um einer Verteuerung medizinischer Leistungen und steigenden Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken.

Die 19. Marburger Gespräche zum Pharmarecht setzten ihren ersten Schwerpunkt auf die hiermit einhergehenden rechtlichen Fragestellungen und Probleme. Der einleitende Vortrag befasste sich mit strafrechtlichen Schutzanliegen im Gesundheitswesen. Danach wurden die Kooperationsformen der Akteure im Gesundheitswesen sowie die Thematik der Zuwendungen und Anreize in diesem Bereich untersucht. In der Folge standen praktische wie auch rechtliche Fragen der Umsetzung der anstehenden Regulierungen in einem Unternehmen, insbesondere auf dessen Leitungsebene, im Mittelpunkt, da neben den operativ Tätigen die Leistungsorgane ebenfalls eigene Risiken tragen. Im Anschluss daran wurden - in mittlerweile guter Tradition der Marburger Gespräche zum Pharmarecht - neue Entwicklungen im Verfahren nach dem AMNOG aufgezeigt.

Abschließend wurde am ersten Tag auf aktuelle Fragen zu Rabattvereinbarungen sowie insbesondere auf Wirkstoffvereinbarungen der Krankenkassen als neue Steuerungsinstrumente eingegangen.

Der zweite Tag der Marburger Gespräche zum Pharmarecht befasste sich mit den Themen Innovation und Naturheilkunde und begann mit einem Vortrag über Rechtsfragen zur zweiten medizinischen Indikation, insbesondere zum Innovationsschutz von Arzneimitteln mit patentgeschützten und patentfreien Indikationen. Anschließend wurde die Verantwortungsabgrenzung bei klinischen Prüfungen bzw. der Vertragsgestaltung nach neuem Recht thematisiert. Es folgte ein Vortrag, der den Status und die Entwicklung pflanzlicher Gesundheitsprodukte in Deutschland und Europa beleuchtet.

Die 19. Marburger Gespräche zum Pharmarecht endeten schließlich mit einem Vortrag zu der globalen Marktentwicklung und Regulierung pflanzlicher Gesundheitsprodukte.

Den Flyer zur Veranstaltung mit dem detaillierten Programm finden Sie unter diesem Link.




18. Marburger Gespräche zum Pharmarecht


Die 18. Marburger Gespräche zum Pharmarecht fanden am 5. und 6. März 2015 statt.

Transparenz und Neue Produkte

Die Forderung nach Transparenz und dem freien Zugang zu Informationen gehört zu den zentralen Anliegen der letzten Jahre. Den berechtigten Informationsinteressen stehen gerade im Bereich des Pharmarechts gewichtige Geheimhaltungsinteressen der Unternehmen entgegen. Daten über klinische Prüfungen oder über die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Arzneimitteln werden mit sehr hohem wirtschaftlichem Aufwand produziert, so dass die so gewonnenen Informationen nicht ohne weiteres allen zur Verfügung gestellt werden sollen. Transparenz wird aber auch im Verhältnis zwischen Pharmaindustrie und Ärzten gefordert. Der neue Transparenz-Kodex setzt dazu ganz neue Maßstäbe, denen sich die kodexgebundenen Unternehmen unterworfen haben. Auf für Ärzte haben diese neuen Regeln erhebliche Auswirkungen. Um Transparenz geht es auch bei der Bewertung des Nutzens von Arzneimitteln, und auch bei der Meldung möglicher schädlicher Wirkungen eines Arzneimittels geht es letztlich um Transparenz der Risiken. Der erste Tag der 18. Marburger Gespräche zum Pharmarecht stellt deshalb das Thema Transparenz in den Mittelpunkt der Diskussion.

Der zweite Tag der Veranstaltung konzentriert sich vor allem auf innovative Produkte im Gesundheitsbereich. Ein erster Schwerpunkt liegt dabei auf der personalisierten Medizin („Stratified Medicine“). Dieser Bereich kann für Patienten und Unternehmen erhebliche Vorteile bringen. Er wirft aber auch viele praktische Fragen und rechtliche Schwierigkeiten auf. Gleiches gilt für die Biosimilars, welche zu den wachsenden Geschäftsfeldern der Pharma- und Biotechnologieindustrie gehören. Auch hier gibt es viele höchst aktuelle Fragen, die auf den 18. Marburger Gesprächen zum Pharmarecht diskutiert werden.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Angemeldete Teilnehmer können die Tagungsunterlagen unter diesem Link herunterladen.



17. Marburger Gespräche zum Pharmarecht


Die 17. Marburger Gespräche zum Pharmarecht fanden am 6. und 7. März 2014 statt.

Marktzugang unter den Bedingungen des AMNOG und Werbung auf dem Markt

Der Marktzugang für innovative Arzneimittel unterliegt einigen Hürden. So verkomplizieren und verzögern beispielsweise die unterschiedlichen Regelungen und Verfahren in den EU-Ländern den Zugang zum europäischen Binnenmarkt teilweise erheblich. Analysen aus den letzten Jahren zeigen, dass in einzelnen Ländern mitunter über ein Jahr zwischen Zulassung eines Arzneimittels und dessen Verfügbarkeit für die Patienten liegen kann; wobei diese zeitlichen Abstände einem Aufwärtstrend unterliegen. Und auch auf dem deutschen Arzneimittelmarkt bereitet das Verfahren zur frühen Nutzenbewertung noch immer große Probleme. Die 17. Marburger Gespräche zum Pharmarecht widmen sich daher in einem ersten Schwerpunkt den verschiedenen europäischen und nationalen Aspekten des Marktzugangs für Arzneimittel.

Anschließend daran konzentriert sich der zweite Teil der Veranstaltung auf aktuelle Entwicklungen aus dem Werberecht. Besondere Bedeutung verdienen dabei die Werbung mit Studienergebnissen und die Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und pharmazeutischen Unternehmern. Abschließendes Thema der Marburger Gespräche zum Pharmarecht ist die Produkt- und Patienteninformation über Apps. Aufgrund der steigenden Zahl von Smartphone-Nutzern besitzt dieser innovative Bereich ein erhebliches Potential für den Arzneimittel- und Medizinproduktemarkt, wirft aber auch viele ungeklärte Rechtsfragen auf. Höchste Zeit also für eine umfassende rechtliche Untersuchung, was mit Apps möglich und zulässig ist!



16. Marburger Gespräche zum Pharmarecht


Die 16. Marburger Gespräche zum Pharmarecht fanden am 6. und 7. März 2013 statt.

Herausforderungen und Perspektiven des Pharmarechts

Rund zwei Jahre sind seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) vergangen und die Diskussionen reißen nicht ab. Insbesondere die frühe Nutzenbewertung neu zugelassener Arzneimittel sorgt für be¬achtliche Unsicherheiten. Die Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bilden daher einen Schwerpunkt der 16. Marburger Gespräche zum Pharmarecht. In Anknüpfung an die Veranstaltungen der letzten beiden Jahre werden bisherige Erfahrungen aus der Pharmaindustrie beleuchtet und konkrete Strategien für den praktischen Umgang mit der frühen Nutzenbewertung entwickelt.

Weitere Schwerpunkte sind Fragestellungen zu Datenschutz und Compliance – insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung. Außereuropäische Datenverarbeitung, kooperative Versorgungsforschung, Kampf gegen Arzneimittelfälschungen und Pharmakovigilanz sind nur einige der Themen, mit denen sich die Referenten in Ihren Vorträgen auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei stets die Konsequenzen für die Akteure des Arzneimittelmarktes.

Abgerundet werden die 16. Marburger Gespräche durch aktuelle Fragen des Medizinprodukterechts und die abendliche Dinnerspeech im Fürstensaal des Marburger Landgrafenschlosses von Herrn Prof. Dr. Jochen Maas, der passend zum diesjährigen Thema fragt: „Quo Vadis pharmazeutische Industrie?“. Herr Staatssekretär Steffen Saebisch vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wird das Grußwort zur Abendveranstaltung sprechen.



Tagungsband zu den Marburger Gesprächen 2013


Herausforderungen und Perspektiven des Pharmarechts

Band 23 der Marburger Schriften zum Gesundheitswesen erschienen


Ab sofort ist der Tagungsband zu den 16. Marburger Gesprächen zum Pharmarecht verfügbar. Einen Überblick über den Inhalt finden Sie hier.

Zum Nomos-Shop gelangen Sie hier.



Tagungsband zu den Marburger Gesprächen 2012


Kommunikation und Transparenz im Gesundheitswesen

Band 22 der Marburger Schriften zum Gesundheitswesen erschienen


Ab sofort ist der Tagungsband zu den 15. Marburger Gesprächen zum Pharmarecht verfügbar. Weitere Informationen finden Sie hier.

Zum Nomos-Shop gelangen Sie hier.

Zuletzt aktualisiert: 30.01.2019 · beltz

 
 
 
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