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Wohnen mit Aussicht!


Liebe Bewerber*innen, 

damit du vor Deiner Bewerbung ein besseres Bild von uns als selbstverwaltetem basisdemokratischem Wohnheim erhältst, möchten wir uns Dir kurz vorstellen. Wir möchten Dir dabei einen Überblick über die Geschichte und die Organisation unseres gegenwärtigen Hauslebens geben. Es geht uns mit dieser Darstellung auch darum, deutlich zu machen, dass wir weder Burschenschaft/stud. Verbindung noch frömmelndes Kloster sind. Unser beigefügtes "Formular" ist übrigens nicht wie ein Multiple-Choice-Test auszufüllen. Wir bitten dich viel mehr darum, dich anhand der Fragen etwas ausführlicher (gerne auch kreativ) vorzustellen. Die Haubewohner*innen werden dann durch ihre Wahl eine Rangliste der Bewerber*innen aufstellen. 
 
 
Zur Geschichte der Hessischen Stipendiatenanstalt 
Die Gründungsidee
Im Jahre 1527 wurde die Universität Marburg als erste protestantische Universität von Landgraf Philipp von Hessen gegründet. 1529 folgte die Gründung eines Studien-kollegs, das es begabten und mittellosen “Landeskindern” ermöglichen sollte, in Marburg ein Studium aufzunehmen und dabei durch ein Stipendium aus freier Kost und Logis unterstützt zu werden. Daher der Name “Hessische Stipendiatenanstalt”.
Der finanzielle Unterhalt dieser Einrichtung wurde im Rahmen des reformatorischen Gesamtkonzeptes geregelt. Zahlreiche Kirchengüter wurden säkularisiert und den Gemeinden übereignet. Im Gegenzug sollten hessische Städte u.a. die Hessische Stipendiatenanstalt finanziell unterstützen. Diese Städte wurden durch diese Regelung zu “Präsentationsstädten”, d.h. sie waren und sind berechtigt, einen ihrer Stadtbewohner*innen der Stipendiatenanstalt zur Aufnahme zu “präsentieren”. Neben einem kleinen Anteil von Studenten der Juristischen Fakultät waren es vor allem Angehörige der Theologischen Fakultät, die den Großteil der Hausbewohner stellten.
Das veränderte Gesicht der Hessischen Stipendiatenanstalt heute
Bis heute hat sich das Präsentationsrecht erhalten. Die Präsentationsstädte leisten nach wie vor ihren Beitrag zur Unterstützung der Hessischen Stipendiatenanstalt und präsentieren gelegentlich auch noch Studenten*innen. Die Hessische Stipendiatenanstalt trägt sich allerdings heute zu wesentlichen Teilen aus den Mieteinnahmen des Collegium Philippinum, die Beiträge der Präsentationsstädte machen nur noch einen kleinen Anteil ihres Haushaltes aus.
Für ein Drittel der 39 Hausbewohner steht ein Stipendium (z.Z. je Semester Buchgutschein € 130,-und freies Essen in der Vorlesungszeit) zur Verfügung. Die relativ günstige Miete, die kostenlose Benutzung der Waschmaschinen, mehrere Tageszeitungen, die Bibliothek, die Gemeinschaftsräume, Billiardzimmer u.v.m. sind weitere Vorteile des Collegium Philippinum.
Die Stipendiatenanstalt steht heute allen Konfessionen und Nichthessen offen. Im Haus sind auch so gut wie alle Fachbereiche vertreten. Im Unterschied zu anderen Studentenwohnheimen wird in den Semesterwochen ein gemeinsames Mittagessen angeboten, das uns in der “Schlossküche” von unserer Köchin zubereitet wird. Damit dieses Angebot aufrecht erhalten werden kann, sollten alle Hausbewohner so oft es ihnen möglich ist, versuchen, am Essen teilzunehmen. Gäste sind hier immer gerne gesehen. Die besondere Atmosphäre unseres Speisesaal, das gute Essen, das Wegfallen der mensaüblichen Warterei vor der Essensausgabe - all das lässt die meisten Hausbewohner den Schlossberg mittags gerne erklimmen.
Das Wohnheim bietet 39 Student*innen Platz, davon 33 in Einzelzimmern und 6 in drei Doppelzimmern. Es ist daher durchaus wahrscheinlich, dass neue Hausbewohner zunächst (in aller Regel für ein Semester) in ein Doppelzimmer einziehen müssen. Manchmal ziehen aber auch so viele der alten Hausbewohner/-innen aus, dass sofort eine Aufnahme in ein Einzelzimmer möglich ist.
Wichtig(st)es Charakteristikum des heutigen Hauslebens: Die Selbstverwaltung
Die Hessische Stipendiatenanstalt ist heute selbstverwaltet. Es wird von allen Hausbewohner*innen gewünscht, dass sie ihre Verantwortung für die Hausgemeinschaft wahrnehmen und die Fragen und Probleme des Zusammenlebens im Hausparlament, der “Hausversammlung” lösen. Dieses Prinzip der basisdemokratischen Selbstverwaltung bedeutet für jede Hausbewohner*in, dass sie/er* die Möglichkeit hat, die Umgebung, in der er/sie* lebt, selber zu gestalten. Natürlich bedeutet das auch, dass man die Verantwortung für die in der Hausversammlung gefundenen Beschlüsse tragen und dass man einen Teil seiner freien Zeit für die Selbstverwaltung einbringt.
Da dieses Prinzip der Selbstverwaltung für das Hausleben von großer Bedeutung ist, soll hier noch kurz erklärt werden, wer welche Funktionen im Haus ausübt. 
 
Folgende Personen und Gremien arbeiten im Haus zusammen:
-> Die Hausbewohnerinnen und Hausbewohner
• Die Hausversammlung
• Die Verwaltungskommission
• Die Tutorin / der Tutor
• Der Repetent
• Der Ephorus

Die Hausbewohner*innen
Durch das Prinzip der Selbstverwaltung entstehen im Haus Aufgaben, die von den Hausbewohnern entsprechend auch selbst erledigt werden müssen. So verwalten z.B. Bewohner*innen die Hauskasse, ziehen das Telefongeld ein, hel-fen der Köchin gegen Entgelt in der Küche oder vertreten die Hausversammlung in der Verwaltungskommission. Darüber hinaus sind natürlich bei größeren Festen oder Ausflügen alle gefragt, sich an der Organisation und Durchführung zu beteiligen.

Die Hausversammlung
Die HV findet im Semester regelmäßig einmal wöchentlich statt. (In den letzten Jahren jeweils montags.) An der HV sollten alle Bewohnerinnen und Bewohner nach Möglichkeit teilnehmen. Die Beschlüsse, die hier gefasst werden, sind für alle im Haus bindend. Die HV beschließt über die Vergabe der bezahlten Ämter (Küchenhilfen, etc.), des weiteren über die Anträge, die sie in der Verwaltungskommission stellen will, sie wählt die Tutoren u.v.a.m. Jede*r Hausbewohner*in kann Vorschläge oder Anträge in der HV verhandeln lassen.

Der Tutor/ die Tutorin
Die Tutorin und (bzw. oder) der Tutor wird von der Hausversammlung auf ein Jahr gewählt. Sie bzw. er lädt zur HV ein, organisiert Hausfeste und Hausfahrten und ver-tritt die Hausbewohner*innen gegenüber dem Repetenten, dem Ephorus und der eventuell auch der Verwaltungskommission.

Der Repetent / die Repetentin
Dieses Amt wird von einem Pfarrer (bzw. einer Pfarrerin) der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck ausgefüllt. Die Landeskirche hat auch die Besoldung dieser Stelle übernommen. Zum Aufgabenbereiche des Repetenten gehört die Begleitung der Studenten, das Angebot einer wöchentlicher Andacht und eines Gottesdienstes zu Semesterbeginn und Semesterende. Neben diesen theologisch geprägten Arbeiten ist er für die Hausverwaltung, für die Institution der “Mittwochsgäste” und den Kontakt mir der Universitätsleitung zuständig.

Der Ephorus
Der Ephorus ist ein Professor der Theologischen Fakultät. Er vertritt das Haus nach Außen, ist gewissermaßen der Bundespräsident der Hessischen Stipendiatenanstalt. Die Hausbewohner*innen können sich von ihm in Studienangelegenheiten in dessen Sprechstunde beraten lassen.

Die Verwaltungskommission

Die Verwaltungskommission ist das höchste Entscheidungsgremium der Hessischen Stipendiatenanstalt. Sie wird vom Kanzler der Universität geleitet. Außerdem gehören dieser Kommission der Ephorus, zwei Professoren aus verschiedenen Fachbe-reichen, eine Vertreterin (bzw. ein Vertreter des Bischofs der kurhessischen Kirche) und die gewählten Vertreter des Hauses an. Der Sachbearbeiter für unseren Haushalt aus der Universitätsverwaltung, der Tutor, die Tutorin und der Repetent nehmen an den Sitzungen mit beratender Stimme teil.
 
Also wir suchen DICH als neue*n Mitbewohner*in!

Hast du Lust auf…

... aktive Mitgestaltung des Hauslebens?
... Austausch mit anderen Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen und interkulturelles Zusammenleben?
... gemeinsames Mittagessen?
... Partys, AG’s und Ausflüge?

Dann bewirb dich bis zum Februar (genaues Datum folgt im Janunar 2020) bei uns für das Sommersemester 2020!

Wir freuen uns auf Dich!
Die Stipe

P.S.: Zeig uns dein Interesse durch eine ordentliche und ausführliche Bewerbung (wenn du magst auch kreativ :))

P.P.S.: Ausführlichere Informationen können dem Schlossflyer (rechts unter: siehe auch) entnommen werden.

  

Allgemeine Informationen zum Wohnheim der Universität Marburg


39 Plätze, davon
33 in Einzelzimmern und
  6 in Doppelzimmern (3 für Studierende aus den USA und Ungarn)

Miete: zwischen 98 € und 162 €

+ Festpreis für Telefonflat ins deutsche Festnetz, Internetzugang und Rundfunkgebühren (ca. 60 €/Semester)

Die Bewerbung ist direkt an das Wohnheim zu richten, 
Ansprechpartner sind die Tutoren.

Aufnahme nur zum Semesterbeginn (1. Oktober und 1. April)

Bewerbungsschluss
  Für das Wintersemester 2019/2020 bis 30.06.2019.

 

Die Termine zum Gespräch und zum gemeinsamen Mittagessen sind in der ersten Woche nach dem Bewerbungsschluss.

 Die Bewerbungsunterlagen im HTML-Format ansehen.

                     Die Bewerbungsunterlagen als PDF-Dokument herunterladen.
Unser Informationsblatt (Stand 2010) als PDF-Dokument Infoblatt herunterladen.





 

Zuletzt aktualisiert: 05.08.2019 · Schindel · Beitragende: Grevel

 
 
 

Collegium Philippinum, Schloss 3-4, D-35037 Marburg
Tel. +49 6421/2822489, Fax +49 6421 28-22500, E-Mail: repetent@staff.uni-marburg.de

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