Willkommen auf der Homepage des
Seminars für Vor- und Frühgeschichte Marburg
Das Vorgeschichtliche
Seminar der Philipps-Universität Marburg zählt zu den international
traditionsreichsten Einrichtungen ihrer Art. Der erste Lehrstuhl für
das Fach Vor- und Frühgeschichte wurde hier 1927 eingerichtet -
gleichzeitig mit der Einrichtung der Professur für Prähistorische
Archäologie in Edinburgh. Nach Marburg wurde Gero von Merhart
berufen, nach Edinburgh Gordon Childe. Beide Lehrstühle prägten über
Jahrzehnte die Entwicklung des Faches. Der "Marburger Schule" Gero von
Merharts entstammt ein erheblicher Teil der Professoren später
gegründeter Institute anderer Universitäten. Entscheidende Impulse zur
Erforschung der Bronze- und Eisenzeit gingen von Marburg aus. Diese
Epochen bilden noch heute einen Schwerpunkt des Vorgeschichtlichen
Seminars, der jedoch um den Bereich der Mittelalterarchäologie und
übergreifende Arbeiten zur Wirtschafts- und Geoarchäologie erweitert
wurde.
Seit Institutsgründung befassen
sich Forschungsarbeiten und Lehrangebot innerhalb des
Seminars sowohl mit der regionalen, hessischen Landesarchäologie als
auch mit überregionalen vor- und frühgeschichtlichen Fragestellungen.
Dazu gehören abgeschlossene und laufende Seminarprojekte genauso wie am
Seminar erstellte Examensarbeiten mit Themen aus nahezu
sämtlichen europäischen Ländern, darüber hinaus aus Südamerika, dem
Vorderen Orient und Zentralasien.
Das
Vorgeschichtliche Seminar Marburg verfügt über eine umfangreiche
Bibliothek, deren Bestände seit Institutsgründung energisch aufgebaut
wurden und den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden. Daher umfasst die
Sammlung als eine der wenigen ihres Faches nicht nur seltene
Vorkriegsmonographien, sondern zumeist auch lückenlos alte
Fachzeitschriftenjahrgänge.
Durch die guten Beziehungen des Seminars nach
Osteuropa wuchsen umfangreiche Bestände osteuropäischer Literatur
und durch die intensiven Forschungen zur Eisenzeit und dem
Frühmittelalter entstanden Sammlungsschwerpunkte über diese
Epochen.
Die Lehrsammlung
mit einer Vielzahl an Fundstücken als Anschauungsmaterial für Forschung
und Lehre, ist aufgrund der Breite und des Umfanges des Fundspektrums
die bedeutendste des Faches in Deutschland.
Sie wurde 1920 ins Leben gerufen und umfasst Objekte aller vor- und
frühgeschichtlichen Epochen Europas, Vorderasiens und
Nordafrikas.
Das
Seminargebäude und die Lehrsammlung liegen zentral in Marburg,
Parkplätze befinden sich unweit davon. Die nächste Bushaltestelle, an
der fast alle Linien halten, ist in einer Minute, der Hauptbahnhof per
Bus in sechs Minuten und alle für das Studium der Vor- und
Frühgeschichte relevanten Bibliotheken der Nachbarwissenschaften zu Fuß
spätestens in zehn Minuten erreichbar. Die Mensa liegt gegenüber auf
der anderen Seite der Lahn, während sich die Seminare der Klassischen
Archäologie, der Kunstgeschichte und der Christlichen Archäologie sogar
im selben Gebäude befinden.
Es liegt am Fuße der mittelalterlichen Altstadt Marburgs mit Schloß,
gotischen Kirchen und hunderten von Fachwerkbauten. Die übersichtliche
Stadt zeichnet sich durch ihr reiches Kulturangebot und ihr
studentisches Flair aus, das reizvolle Umland kann gut mit dem
Fahrrad erkundet werden.

