Hauptinhalt

Kostenfreie Menstruationsprodukte - Pilotprojekt "PERIOD."

Schale mit Tampons
Foto: Nikol Gröning

Hintergründe zum Projekt

Das "Thema Menstruation" ist weitgehend unsichtbar und das Sprechen darüber bis heute oftmals mit erheblicher Scham behaftet. Obwohl die Periode sehr viele Menschen einen großen Teil ihres Lebens unfreiwillig begleitet, treffen wir Menstruationsprodukte wie Binden, Tampons oder Menstruationstassen nur sehr selten im öffentlichen Raum oder im Arbeitskontext an.

Darüber hinaus belegen immer mehr europäische Studien aus den letzten Jahren, dass sich viele Menschen nicht ausreichend mit Menstruationsartikeln ausstatten können - dies betrifft teilweise auch den Hochschulbereich. Gründe dafür sind meistens die persönliche finanzielle Situation und/oder ein fehlender Zugang zu diesen Produkten. Zusätzlich wird diese sogenannte „Periodenarmut“ von der gesellschaftlichen Tabuisierung des Themenfeldes Menstruation überschattet, die es nicht einfacher macht in einer eingetretenen Notlage nach einem Tampon oder einer Binde zu fragen. Daher sind wir überzeugt: Menstruationsprodukte gehören zum täglichen Bedarf wie Seife und Papierhandtücher. 

Der freie Zugang zu Periodenprodukten ermöglicht mehr Teilhabe und führt zu einer noch arbeits- und studienfreundlicheren Atmosphäre, in der sich Studierende und Beschäftigte besser auf ihr Studium oder ihre Arbeit konzentrieren können. Und nicht zuletzt möchten wir mit den kostenfreien Hygieneprodukten die Menstruation als Thema sichtbar machen und zu deren gesellschaftlicher Normalisierung und Ent-Tabuisierung beitragen.

Das Pilotprojekt "PERIOD." geht zurück auf eine Initiative des AStA-Referats Geschlechterpolitik mit Unterstützung des Student*innenparlaments und wurde im Februar 2022 gemeinsam mit der Vizepräsidentin für Chancengleichheit und Karriereentwicklung und den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ins Leben gerufen. Schnell gab es aus vielen (Fach-)Bereichen Zuspruch und Unterstützung, worüber wir uns sehr freuen.

Standorte (ab SoSe 2022)

Zunächst vier Standorte (2x Lahntal, 2x Lahnberge) wurden mit Spendern ausgestattet, in denen es Tampons und Binden in „Standard“-Größe gibt. Das einjährige Pilotprojekt wird gemeinsam durch den AStA und das Gleichstellungsbüro finanziert. Das Auffüllen der Spender übernehmen für die Pilotphase die Standorte selbst.

Standort Lahnberge:
 - Fachbereich 15 Chemie, Hans-Meerwein-Str. 4, E -102, Eingang Damentoilette rechts (-1/5930) 
 - Fachbereich 17 Biologie, Karl-von-Frisch-Str. 8, Ebene 1, Nordfoyer, Damen-WC, Raum 1023


Standort Lahntal:
 - Universitätsbibliothek, Deutschhausstr. 9, Damen-Toilette Raum 00/3170
 - Fachbereich 01 Rechtswissenschaften, Universitätsstr. 6, Savigny-Haus, Erdgeschoss, Vorraum der Bibliothek

Außerdem hängt ein weiterer Spender gegenüber des Hörsaalgebäudes im Erwin-Piscator-Haus (Stadthalle) im Erdgeschoss (Damentoilette). Dieser wird öffentlich zugänglich von der Stadt Marburg zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich streben wir an, dass die Spender nicht ausschließlich in Damentoiletten hängen, sondern auch an noch leichter zugänglichen Orten zu finden sind.

Wie geht es weiter?

Im Anschluss an die Testphase werden u.a. auf Basis von Rückmeldungen die örtlichen Bedarfe überprüft und eine genauere Kostenkalkulation vorgenommen. Um sich am Feedback zu beteiligen, können Sie gerne an dieser kurzen (5min) anonymen Ilias-Befragung teilnehmen: Feedback-PERIOD.