14.04.2010 Vierter Band der "Marburger Schriften zur Lehrerbildung" erschienen

Schöpfung und naturwissenschaftliches Weltbild von Marie-Christine Rohr

Der jüdisch-christliche Schöpfungsglaube, wie er in Texten des Alten Testaments bezeugt wird, rückt die Welt in eine Deutungsperspektive, die mit den Erklärungsmustern der neuzeitlichen Naturwissenschaft nicht vereinbar zu sein scheint. Doch jede Perspektive hat eine eigene nicht substituierbare Sicht auf die Welt und den Menschen, erst alle zusammen ermöglichen eine umfassende Wahrnehmung.

Aber welche Bedeutung können alttestamentliche Schöpfungstexte heute noch haben? Marie-Christine Rohr versucht aus den Texten heraus Antwortmöglichkeiten zu geben. In einem Ausblick stellt sie abschließend dar, welche Relevanz die Thematik für den schulischen Religionsunterricht hat.

Dieser ist mit einem zentralen Problem konfrontiert: Schülerinnen und Schüler meinen, entweder der Naturwissenschaft oder dem Schöpfungsgedanken Glauben schenken zu müssen. Die Religionspädagogik kann vermitteln, wie diese falsche Alternative vermieden werden kann und die alttestamentlichen Schöpfungstexte als Deutung und Würdigung der Welt, nicht aber als ihre empirische Beschreibung zu verstehen sind.

 

Marie-Christine Rohr (2010). Schöpfung und naturwissenschaftliches Weltbild. Alttestamentliche Texte - mit Blick auf ihre religionspädagogische Bedeutung. Marburg: Tectum-Verlag

Reihe "Marburger Schriften zur Lehrerbildung", Band 4.

Herausgeber: Prof. Dr. Bernhard Dressler und Prof. Dr. Lothar A. Beck im Auftrag des Zentrums für Lehrerbildung.

ISBN 978-3-8288-2227-9

Paperback, 154 Seiten

Tectum Verlag 

 Preis: 24,90 €

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