14.10.2013 Reform der Praxisphasen in der Lehrerbildung. Eine Dokumentenanalyse

Was haben die Reformen in den Praxisphasen der Lehramtsstudiengänge bisher gebracht?


Cover des Positionen-Heftes

Nach einer im Auftrag der Vodafone Stiftung im vergangenen Jahr durchgeführten repräsentativen Befragung von Lehrern an allgemeinbildenden Schulen fühlt sich jeder zweite durch das Lehramtsstudium nur unzureichend auf die Praxis vorbereitet; unter denjenigen, die weniger als fünf Jahre unterrichten, ist der Anteil der Kritiker sogar noch größer. Kaum ein anderes Thema beherrscht die Reformdebatte in der Lehrerbildung so sehr wie die Klage über mangelnden Praxisbezug und eine zu theorielastige Ausbildung.

Verfolgt man lediglich die öffentliche Diskussion in den Medien, entsteht leicht der Eindruck, dass sich an diesem Problem seit Jahrzehnten nichts geändert habe. Doch dieser Eindruck trügt: In den vergangenen zehn Jahren, nicht zuletzt befördert durch den PISA-Schock und den Bologna-Prozess, wurden die Lehramtsstudiengänge in allen Bundesländern reformiert und der Anteil der praktischen Ausbildungselemente erheblich ausgeweitet.

Zurzeit gibt es einen Trend, im Rahmen der gestuften Bachelor-/Master-Studiengänge ein ganzes Praxissemester einzuführen.

  • Doch ist die Vorbereitung auf die berufliche Praxis dadurch besser geworden?
  • Sind Praxissemester die ultima ratio, um Theorie und Praxis sinnvoll zu verzahnen?
  • Wie ist das Verhältnis von Theorie und Praxis in den reformierten Lehramtsstudiengängen?
  • Wie wird die Zusammenarbeit von Universitäten auf der einen und Studienseminaren und Schulen auf der anderen Seite organisiert?


Empirische Befunde zu diesen Fragen gibt es bis dato kaum, aber erste Antworten auf diese und weitere Fragen geben Esther Offenberg und Jutta Walke auf der Grundlage einer sorgfältigen Dokumentenanalyse - PDF. Erschienen im August 2013.

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