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NFDI4Culture – Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern

Als eines von mittlerweile 26 (+1) jeweils fachspezifischen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) wird NFDI4Culture seit Oktober 2020 mittlerweile in der 2. Laufzeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. 
Das Ziel von NFDI4Culture ist der Aufbau einer bedarfsorientierten Infrastruktur für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern in Deutschland. Um dieses Ziel  den Bedürfnissen verschiedener kulturwissenschaftlicher Fächer und der Kreativwirtschaft entsprechend umzusetzen, wurden interdisziplinäre Kooperationen zwischen den Fachbereichen Architektur- und Kunstwissenschaft, Musikwissenschaft, Theater- und Tanzwissenschaft sowie Film- und Medienwissenschaft aufgenommen, die gemeinsam eine wissenschaftsgeleitete Struktur auf nationaler Ebene umsetzen.
Die heterogenen Kulturdaten, die innerhalb von Forschungsprojekten oder in digitalen Datenangeboten dieser Fachdomänen entstehen, sollen mit Unterstützung und Beratungsangeboten von NFDI4Culture entsprechend der FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) qualitativ aufbereitet, nutzbar und austauschbar gemacht sowie nachhaltig in regionalen und vernetzten Wissensspeichern gesichert werden. 
Eine Vernetzung von NFDI4Culture zum gesamteuropäischen Raum erfolgt über die Einbindung der NFDI als deutscher Node der European Open Science Cloud (EOSC).

  • NFDI4Culture Laufzeit 1

    In der erfolgreich abgeschlossenen ersten Projektphase von NFDI4Culture hat das DDK in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesbibliothek Dresden (SLUB) und dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig die Entwicklung, Definition und Anwendung von Qualitätsstandards innerhalb der Fachdomänen durch Beratungs- und Trainingsangebote gefördert und Richtlinien für ein Datenqualitätsmanagement erarbeitet.
    In einem Teilprojekt wurde in Kooperation mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) zudem das Metadatenschema LIDO (Lightweight Information Describing Objects) als Datenaustauschformat weiterentwickelt. LIDO ermöglicht die digitale Beschreibung und den Austausch von Kulturgutdaten, z.B. Museumsobjekten oder Bauwerken.
    In einem anderen Teilprojekt wurden in Kooperation mit dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft bauhistorische Fachvokabulare mit internationalen Referenzvokabularen vernetzt. 

    Laufzeit: 01.10.2020 bis 30.09.2025
    Projektpartner Teilprojekte DDK:  Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft
    Koordination DDK: Dr. Gabi Pahnke (ab 01.08.2023)
    Durchführung DDK:  Angela Kailus M.A., Dr. Celia Krause
  • NFDI4Culture Laufzeit 2

    Im Anschluss an die vorangegangenen Arbeiten richtet das DDK zusammen mit der Verbundzentrale des GBV (VZG) Göttingen in der zweiten Projektphase eine Servicestelle zur Nutzung des Metadatenschemas LIDO ein. Bei dieser LIDO-Servicestelle erhalten die Fachcommunitys und die Kulturerbe-Einrichtungen, aber auch beispielsweise die Betreiber von Datenangeboten oder Software-Anbieter sowohl Beratung als auch Training und Unterstützung im Umgang mit LIDO. 
    Außerdem setzt das DDK in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek (SLUB) Dresden und dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig die Aufgabe fort, die Qualität von Datenangeboten insbesondere in der Kunstwissenschaft, der Musikwissenschaft und in den Performing Arts überprüfbar zu machen. Dies geschieht durch die Entwicklung, Definition und Anwendung von Qualitätsstandards für Forschungsdaten und von Richtlinien für ein Datenqualitätsmanagement.
    Auf der Grundlage dieser beiden Arbeitsschwerpunkte werden jährliche Veranstaltungen zur Vermittlung an die Fachdomänen ausgerichtet, die dazu beitragen, die Qualität von Kulturdaten in digitalen Angeboten zu verbessern. 

     

    Laufzeit: ab 01.10.2025
    Projektpartner Teilprojekte DDK:  Verbundzentrale des GBV (VZG) 
    Durchführung DDK:  Dr. Celia Krause
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Logo DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Gesamtprojektleitung: Prof. Torsten Schrade, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
Projektleitung DDK: Dr. Christian Bracht
Projektpartner:

Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz;
Deutsches Bergbaumuseum, Bochum (2. Laufzeit);
FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur;
Philipps-Universität Marburg;
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg;
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden;
Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin;
TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, Hannover;
Universität Leipzig;
Universität Paderborn;
Universität zu Köln.

Kontakt:
Links: Homepage NFDI4Culture