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Informationen für sehbehinderte und blinde Studierende

Ausgangslage

Mit ca. 150 blinden und wesentlich sehbehinderten Studierenden ist die Philipps-Universität Marburg die Hochschule mit dem weitaus größten Anteil an dieser Studierendengruppe in Deutschland. Darüber hinaus findet sich hier das bundesweit breiteste Fächerspektrum, das von blinden und sehbehinderten Studierenden belegt wird.

Die Philipps-Universität ist seit langem bemüht, diesem Umstand Rechnung zu tragen. So wurde Anfang 1987 der Arbeitsbereich zur Beratung und Studienunterstützung Behinderter eingerichtet, aus dem die "Servicestelle für behinderte Studierende" (SBS) hervorgegangen ist.

Die SBS ist Ansprechpartner für alle behinderten und chronisch kranken Studierenden und Studieninteressierten. Jedoch haben die Mitarbeiter:innen der Servicestelle, den besonderen Gegebenheiten an der Philipps-Universität entsprechend, schwerpunktmäßig besondere Aufgabengebiete übernommen. So ist Stefanie Ingiulla besonders für körperbehinderte, chronisch und psychisch erkrankte Studierende, Brita Kortus und Christine Krause für hörbehinderte Studierende und Josef Bauer für blinde und sehbehinderte Studierende zuständig. Hinzu kommen mehrere studentische Hilfskräfte zur Unterstützung der sehbehinderten und blinden Studierenden (zur Zeit im Umfang von ca. 180 Stunden monatlich).

Beratung

Unsere Beratungstätigkeit umfasst sowohl die Beratung der verschiedenen Einrichtungen der Universität in allen Fragen, die für das Studium behinderter Personen von Bedeutung sind, als auch die individuelle behinderungsspezifische Beratung sehbehinderter und blinder Studieninteressierter und Studierender. Sie betrifft alle Phasen des Studiums, von der Aufnahme des Studiums, über studienbegleitende Beratung bis hin zu Fragen bei der Bewältigung der Abschlussprüfungen.

Bei der individuellen Beratung werden z.B. Fragen der Studienfinanzierung, der Hilfsmittelversorgung oder des Nachteilsausgleiches behandelt. Diese Fragen erfordern oft eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Kostenträgern, Prüfungsämtern, Behörden und Verbänden. Häufig werden auch behinderungsspezifische Möglichkeiten und Grenzen in Bezug auf die Absolvierung verschiedener Studiengänge erörtert.

Bei der behinderungsspezifischen Beratung der verschiedenen Universitätseinrichtungen geht es z.B. um Fragen der barrierefreien baulichen Gestaltung oder um eine adäquate Geräteausstattung. Dabei müssen oft geeignete Finanzierungswege aufgezeigt bzw. Kontakte zu potentiellen Kostenträgern (z.B. Stiftungen) aufgenommen werden.

Maßnahmen zur Unterstützung sehbehinderter und blinder Studierender: