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Arboretum

Echte Sumpfzypresse
Foto: Patrick Vogel

Wie die systematische Abteilung gehört das Arboretum zu den klassischen Bereichen eines botanischen Gartens. Im Marburger Botanischen Garten hat man sich entschieden, die Baumsammlung als relativ kleinen Bereich zu Demonstrationszwecken anzulegen – unter anderem deshalb, weil es in Hessen und den angrenzenden Bundesländern schon berühmte und artenreiche Arboreten gibt.
Das Marburger Arboretum befindet sich im nördlichen Teil des Gartens als mehr oder weniger breite Randbepflanzung zur Begrenzung der Anlage. Darüber hinaus bildet es einen Rahmen für die zentral angeordnete Beetanlage der systematischen Abteilung und der Heil- und Nutzpflanzen. Den deutlichen Schwerpunkt legen wir bei den Nadelgehölzen im weitesten Sinne - inklusive Ginkgo und Ephedra, deren Blattorgane nicht ohne weiteres als Nadeln bezeichnet werden können. Doch natürlich gibt es bei uns auch "echte" Laubbäume zu sehen - zum Beispiel Pappeln, Weiden, Birken, Erlen, Buchen, Eichen, Ahorne, Platanen, Eschen und Linden.

Chilenische Araukarie
Foto: Patrick Vogel

Wenn Sie sich auf einen Spaziergang durch das Arboretum begeben wollen, werden Sie zunächst links vom Haupteingang von einer Eibe empfangen, weiter links finden Sie einige Bäume der Gattung Ephedra. Während "Nadelbäume" wie zum Beispiel Tannen, Fichten, Kiefern, Lebensbäume und Zedern zu der weitläufigen Klasse der "Nadelartigen" (Pinatae) gehören, ist der Ginkgo biloba am nördlichen Eingang wieder ein einzelner Vertreter einer ganzen Klasse (Ginkgoatae). Schon Goethe widmete ihm im "Fernöstlichen Diwan" ein Gedicht. Auf dem Weg zum Ginkgo kommen Sie an der sehr eindrucksvollen Gruppe der Urwelt-Mammutbäume vorbei. "Metasequoia glyptostroboides" war bereits lange aus Versteinerungen bekannt, bevor sie erst 1941 lebend in China entdeckt wurde. Im gleichen Bereich befinden sich Sumpfzypressen und imposante Zedern. Auf der östlichen Seite des Gartens folgen die verschiedenen baumförmigen Vertreter der zahlreichen Familien der Magnoliophytina. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen nach den verschiedenen Wuchsformen krautig (nicht verholzt), strauchig (verholzt) und baumförmig (verholzt mit Stammbildung).

Baumpatenschaften

Gegen eine Spende von mindestens 100 Euro kann man seit 2006 die Patenschaft für einen Baum übernehmen. Der Name des Spenders bzw. der seines Unternehmens wird dann für ein Jahr auf einer Tafel vor dem selbst ausgewählten Baum angebracht. Wer eine Baumpatenschaft übernehmen möchte, wendet sich bitte ans .