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Informationen und Programm der Tagung:

Die jeweils aktuellsten Informationen zum Programm der Tagung können Sie dieser Website entnehmen. Aktuell stehen die folgenden Plenumsvorträge fest:

Prof. Dr. Britta Hufeisen (TU Darmstadt): Brückenschläge: Vom DaZ- zum Englischunterricht zu …?

Prof. Dr. Susanne Prediger (TU Dortmund): Konzepte und Untersuchungen zum sprachsensiblen Mathematikunterricht für DaZ- und DaM-Lernende

Prof. Dr. Gesa Siebert-Ott / Dr. Lena Decker (Universität Siegen): Sprachsensibler Unterricht in allen Fächern - Professionalisierung angehender Lehrkräfte

 

Ein kompetenter Gebrauch fachspezifischer Sprech- und Textformen gilt gemeinhin als conditio sine qua non für den Schulerfolg. Sprachschwache Schülerinnen und Schüler scheitern jedoch allzu oft an dieser Voraussetzung. Dementsprechend verdeutlichen z.B. Textkorpora zum „Schuldeutsch“, wie schwer es Zweitsprachlerner/-innen fällt, die makrostrukturelle Architektur von Texten (vgl. Kohärenz) sowie die sie ausweisenden Sprachmittel (vgl. Kohäsion) und den dazu benötigten Wortschatz in angemessener Weise zu nutzen; mikrostrukturelle Phänomene wie die Verbklammer und Verbzweitstellung oder die Bildung von Wortformen bereiten ihnen hingegen – über kurz oder lang – weitaus weniger Probleme (s. Haberzettl 2009, Cantone & Haberzettl 2008, 2009).

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Workshop-Tagung als ein interdisziplinäres Forum für die 1., 2. und 3. Lehrerbildungsphase, in dem Möglichkeiten und Grenzen einer „Durchgängigen Sprachbildung“ unter dem Fokus fachspezifischer (mündlicher) Sprech- und (schriftlicher) Textmuster bzw. -formen diskutiert werden; besondere Aufmerksamkeit gilt dabei ihrer pragmatisch-kommunikativen Funktionalität und sprachlich-thematischen Ausgestaltung. Die jeweiligen Muster begreifen wir als Bausteine einzelner Sprech-Formen (z.B. ‚sich Vorstellen‘, ‚sich Verabreden‘, ‚ein Referat halten‘, ‚etwas erklären‘) und Text-Formen (z.B. ein Protokoll oder eine Zusammenfassung erstellen), die – anders als der linguistische Begriff der Textsorte – auch die prozesshafte Medialität didaktischer Lehr-Lern-Kontexte berücksichtigen (vgl. Pohl & Steinhoff 2010). Da v.a. kompetenzschwächere Lernende erwiesenermaßen von gut strukturierten, an der jeweiligen Gegenstandslogik systematisch aufeinander aufbauenden Wissensangeboten und Darstellungsformen nachhaltig profitieren, soll sich die Qualität von sprachsensiblen DaF-/DaZ-/DaM-Bildungsräumen auch an der systematischen Erschließung text- und sprechformspezifischer Funktionen und Sprachmittel im Zusammenhang mit themenspezifischen Kenntnissen (z.B. über den Beruf, auf den sich ein Bewerbungsschreiben bezieht) messen lassen. Hier ist die in dem jeweiligen Bildungsraum entwickelte Aufgabenkultur von zentraler Bedeutung (vgl. Becker-Mrotzek & Böttcher 2015).

Die Tagung untergliedert sich in drei Themenblöcke.

1. Professionalisierung der (angehenden) DaF-/DaZ-/DaM-Bildungsakteure (Vorträge): Wie können zukünftige oder bereits tätige Lehrpersonen aus textlinguistischer, diskurspragmatisch funktionaler oder text- und phraseodidaktischer Perspektive für DaF-/DaZ-/DaM-kompetenzförderliche Lehr-/Lern-szenarien qualifiziert werden? Erwünscht sind theoretisch und/oder empirisch fundierte Konzepte und Forschungen in der Lehreraus-, Fort- und Weiterbildung.

2. Diagnose, Förderung und Evaluation schülerspezifischer L1,2,n-Kompetenzen (Voträge): In diesem Themenblock sollen zunächst Sprachstandsdiagnosen von DaF-/DaZ-/DaM-Schüler/-innen präsentiert werden, die das von ihnen erreichte Kompetenzniveau hinsichtlich einzelner Sprech-/ Textformen näher bestimmen. Des Weiteren interessiert, welche textlinguistischen, diskurspragmatisch funktionalen oder text- und phraseodidaktischen Maßnahmen wie z.B. „Scaffolding“ implementiert wurden (Förderung) und zu welchen kompetenzspezifischen Veränderungen diese Maßnahmen geführt haben (Evaluation).

3. „Good/Bad Practice“-Beispiele (Workshops): Welche Sprech-/Textmuster oder -formen haben DaF-/DaZ-/ DaM-Lehrpersonen in ihrem Unterricht erarbeitet? Mit welchem Erfolg? Anhand von Schülerprodukten aus dem jeweiligen Unterrichtsgeschehen sollen die Beiträge Einblick in methodisch-didaktische Herangehensweisen ebenso wie in Probleme, Chancen und Hindernisse sprachsensiblen Lehrens und Lernens geben.

 

Beitragsanmeldungen zu den Vorträgen (Blöcke 1,2) und Workshops (Block 3) bis Mittwoch, den 15.03.2017:

Bitte senden Sie den Titel Ihres Beitrags und ein halbseitiges Abstract (ca. 250 Wörter) per Email an Una Dirks. Vorträge umfassen 45 Minuten (30 Minuten Vortrag, 15 Minuten Diskussion), Workshops dauern eine Stunde. Den CfP können Sie hier herunterladen.

 

Anmeldung der Tagungsteilnehmer/-innen bis Dienstag, den 02.05.2017 (begrenzte TN-Zahl!):

Bitte melden Sie sich bei Dagmar Schmidt per Email mit Angabe Ihrer Dienstadresse bzw. Institutionszugehörigkeit an. Die Einwahl in Workshops wird mit Feststehen des Programms über eine elektronische Anmeldemöglichkeit freigeschaltet werden. Für die Tagungsteilnahme wird ein Unkostenbeitrag von € 20,- (einschl. Getränke und Gebäck) erhoben. Studierende zahlen € 5,-

 

Anreise und Übernachtung in Marburg:

Das Hotel Marburger Hof hält für Tagungsteilnehmer bis zum 02.05. ein Abrufkontingent vergünstigter Zimmer in den Preisklassen Economy (EZ 63€/DZ 78€) und Standard (EZ 84€/DZ 104€) vor.

 

Tagungsteam: Prof. Dr. Una Dirks & Prof. Dr. Kathrin Siebold (AG DaF, Universität Marburg/Sevilla), StR Irakleia Kreuzer (Ricarda-Huch-Schule Dreieich/ AG DaF, Universität Marburg) in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung (Akad. Dir. Martin Lüdecke, StR Marion Lange, Dr. Dagmar Schmidt).

 


Zuletzt aktualisiert: 02.02.2017 · schmidt4

 
 
 
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Tel. +49 6421/28-23596, Fax +49 6421/28-24857, E-Mail: zfl@staff.uni-marburg.de

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