Hauptinhalt

(Selbst-)Reflexion in der Schulpraxis - Mentorentag 2019

7. November 2019

Reflexionsfähigkeit ist eine zentrale Schlüsselkompetenz von pädagogischer Professionalität. Sie unterstützt die Erweiterung der individuellen Handlungsmöglichkeiten beziehungsweise die Verbesserung der eigenen Handlungsfähigkeit. Mit dem Ziel der Methoden- und Kriterienentwicklung zur Reflexion fand am 07.11.2019 der Mentorentag des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL) | ProPraxis statt.

Einleitend stellte Prof. Kati Hannken-Illjes das Konzept von Reflexion innerhalb der Marburger Praxismodule (MPM) dar und verdeutlichte dieses Verständnis sowie die (Grenzen der) Reflexionsfähigkeit am Beispiel eines Inhalts aus dem Studienfach Deutsch: An der mündlichen und/oder schriftlichen Argumentation.

Die Einschätzung überfachlicher Kompetenzen der Studierenden in den Praktika durch Mentor/innen bzw. betreuende Lehrkräfte oder Dozierende ist für die Studierenden von besonderer Bedeutung. Sie kann für die Reflexion der Praktikumserfahrungen im Rahmen der universitär angebotenen professionsbezogenen Beratung eine überaus wertvolle Unterstützung sein. Im Workshop „Kompetenzorientierte Reflexion: Reflexion und Begleitung der überfachlichen Kompetenzentwicklung im Lehramt“, unter der Leitung von Laura Lübke und Dominique Roitzsch-Pröhl (beide ZfL Marburg), diskutierten die Teilnehmer/innen, welche Facetten der überfachlichen Kompetenz sich von außen beobachten lassen und wie diese an die Studierenden zurückgemeldet werden können.

Im Zentrum des Workshops „Guter Unterricht? Betreuen, Begleiten, Beraten“, der von Stephanie Bachmann und Michael Fischer (Studienseminar für Gymnasien in Marburg) geleitet wurde, stand die Analyse des Videomitschnittes einer Unterrichtssequenz. Anhand dieser Sequenz wurden mit Hilfe der „Matrix – Grundlagen guten Unterrichts. Beraten, Beurteilen und Bewerten am Studienseminar für Gymnasien Marburg“ (2017) Schwerpunkte der Unterrichtsbeobachtung entwickelt, Kriterien für eine potentielle Beratung der Lehrkraft diskutiert und diese anhand von Indikatoren konkretisiert.

Abschließend stand Dr. Sven Page, Leiter des Praktikumsbüros und Referent für Studium und Lehre, für Fragen zur Organisation der MPM zur Verfügung.