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Geschichte des Fachbereichs bis ca. 1994

Prof. em. Dr. L. Tent

Stichworte zur Geschichte des Fachbereichs Psychologie
an der Philipps-Universität Marburg

1. Inoffizielle Gründung des "Psychologischen Instituts der Universität Marburg" (so in Veröffentlichungen aus dem ...) durch E.R. Jaensch 1913 im Zusammenhang mit seiner (von Philosophen) heftig kritisierten Berufung auf den damals ordentlichen Lehrstuhl für Philosophie (Nachfolge des jüdischen Neukantianers Hermann Cohen, 1842-1918). Das "Institut" ist die "psychologische Abteilung" des Philosophischen Seminars und anfangs in Räumen des Physikalischen Instituts untergebracht. Der erste Nachkriegs-Kongreß (seit 1914) der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle Psychologie findet 1921 in Marburg statt. Jaenschs Forschungen zur Eidetik erregen großes Aufsehen (Ber. 7. Kongr., Jena 1922, S. 3-49).

2. Offiziell wird das Institut am 16.7.1923 im sog. Kugelhaus (Kugelgasse 10) eingerichtet, nachdem Jaensch 1921 Rufe an die Universitäten Wien und Göttingen ausgeschlagen hatte. Das Institut verfügt über eine planmäßige Assistenstelle. Dem forschungstheoretischen Konzept Jaenschs entsprechend, wird es später (1933) in "Institut für psychologische Anthropologie" umbenannt.

3. Erich (Rudolf) Jaensch, geb. 26.2.1883 in Breslau, gest. 12.1.1940 in Marburg. Studierte in Breslau bei Ebbinghaus und ging dann nach Göttingen (1905-1910) zu G.E. Mueller. Diss. Göttingen "Zur Analyse der Gesichtswahrnehmung" (erschienen 1909 Z. Psychol. Erg.-Bd. 4); Habilitationsschrift (Straßburg): "Über die Wahrnehmung des Raumes" (erschienen 1911 Z. Psychol., Erg.-Bd. 6). Privatdozent für Philosophie und Psychologie in Straßburg 1910-1912; Lehrstuhlvertretung (für F. Krueger) in Halle 1912/13; 1913 ordentlicher Professor in Marburg. Seit 1936 bis zu seinem Tod Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Jaensch wird Anhänger der nationalsozialistischen Ideologie und vertritt auch in der Psychologie rassistische und antisemitische Positionen, vor allem im Zusammenhang mit seiner Typenlehre (vgl. Sieg, 1994).

4. Die Hauptarbeitsgebiete des Instituts unter Jaensch (und später, bis Kriegsende 1945, unter G.H. Fischer) sind (mit Überschneidungen, versteht sich):

4.1 Allgemeine Psychologie: Farbwahrnehmung, Tonwahrnehmung (Psychol. Akustik), "Lichtbiologie"; Aufbau der Wahrnehmungswelt und Grundlagen der menschlichen Erkenntnis; Schichtenstruktur und Entwicklungsgeschichte der psychophysischen Organisation.

4.2 Persönlichkeitspsychologie, Charakterologie; "psychologische Anthropologie" (ab etwa 1924) mit kulturphilosophischer Erweiterung zu einem wirklichkeits- und wertphilosophischen System auf psychologischer Grundlage: hier insbesondere die sog. Integrationstypologie (Persönlichkeitstypologie anhand des Grades der psychol. Integration der Persönlichkeitsschichten mit zahlreichen Einzeltypen).

4.3 Entwicklungspsychologie: Aufbau der Wahrnehmungs- und Vorstellungswelt sowie des "intellektuellen Lebens" bei Kindern und Jugendlichen; Verbreitung und psychologische wie pädagogische Bedeutung der subjektiven Anschauungsbilder (Eidetik).

4.4 Die Angewandte (oder Praktische) Psychologie spielt (außer im Sinne von 4.3) kaum eine Rolle (Blindenpsychologie, Forensische Psychologie, Ausleseprobleme; Ästhetik; Sportpsychologie).

5. Gert Heinz Fischer leitet das Institut 1941 bis 1945. Fischer (1909-1993) ist Jaensch-Schüler. Diss. "Ausdruck und Persönlichkeit" (erschienen 1934); Assistent bei Jaensch; Habilitation 1935 in Marburg; Universitäts-Dozent in Münster 1937, Wehrmachtspsychologe. Nach Jaenschs Tod ab 1940 zunächst Universitäts-Dozent, dann (seit 1941) beamteter a.o. Professor und Direktor des Instituts für Psychologische Anthropologie in Marburg (bis 1945; später als a.o. Professor z.Wv. Oberstudiendirektor und Leiter eines Studienseminars zur Ausbildung von Gymnasiallehrern in Kassel; seit 1974 im Ruhestand).

6. Ende 1946 wird der Ach- und Nelson-Schüler Heinrich Düker (geb. 24.11.1898 in Dassel, gestorben 2.11.1986 in Saarbrücken) auf den (bei dieser Gelegenheit wieder zum Ordinariat angehobenen) Lehrstuhl für Psychologie berufen und Direktor des "Instituts für Psychologie". Institut und Lehrstuhl sind seit 1948 der naturwissenschaftlichen Abteilung der Philosophischen Fakultät zugeordnet. H. Düker promovierte 1925 in Göttingen (Diss.: "Über das Gesetz der speziellen Determination") und habilitierte sich, ebenfalls bei Ach in Göttingen, 1929 mit "Psychologische Untersuchungen über freie und zwangsläufige Arbeit" (erschienen 1931 Z.Psychol. Erg.-Bd. 20). Als Verfolgter des NS-Regimes (Gefängnis 1936-1939, Konzentrationslager 1944-1945) war er Ende 1945 in die akademischen Rechte wiedereingesetzt und zum apl. Professor an der Universität Göttingen ernannt worden. Düker bleibt Direktor des Instituts bis zu seiner Emeritierung 1967. Die ersten Assistenten sind der Mediziner H. Wieding (bis 1950) sowie der Physiker und Mathematiker R. Fuchs (bis 1953). Aus kleinsten Anfängen des Wiederaufbaus nach dem Krieg heraus nimmt das Institut unter seiner Leitung und mit hervorragenden Mitarbeitern bald eine Spitzenposition unter den deutschsprachigen Instituten ein und gewinnt internationale Anerkennung (vgl. Murch & Wesley, 1966). Nach 30 Jahren findet 1951 wieder ein Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Marburg statt (18. Kongr.). 1959 ruft Düker die seither jährlich stattfindende Tagung experimentell arbeitender Psychologen (TeaP) ins Leben. Für seine Verdienste um die experimentelle Psychologie wird Prof. Düker 1975 der Titel eines Ehrendoktors der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Düsseldorf verliehen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie hat ihn zum Ehrenmitglied ernannt und 1978 mit der Wilhelm-Wundt-Medaille ausgezeichnet. - Düker war 1946-1947 erster demokratisch gewählter Oberbürgermeister der Stadt Göttingen nach dem Krieg und 1948-1962 ehrenamtlicher Richter am Staatsgerichtshof des Landes Hessen.

7. Die Hauptarbeitsgebiete des Instituts unter Düker sind:

7.1 Allgemeine experimentelle Psychologie: Übung, Lernen und Gedächtnis; visuelle Wahrnehmung, opt. Täuschungen, subjektive Anschauungsbilder (Eidetik); psychische Anspannung, Willenshandlung (Wollen), Emotionen (Motivierung, Leistungsmotivation; Differenzierungshypothese)

7.2 Forschungsmethoden in der Psychologie: mathematisch-statistische Verfahren; physiologische Methoden: Puls, Atmung, HGR, EEG (mit apparativen Entwicklungen); Skalierungsverfahren

7.3 Psychologische Diagnostik: Entwicklung standardisierter Testverfahren (spezielle kognitive Leistungen, Feinmotorik, Konzentration, Motivation, Schulreife)

7.4 Angewandte Psychologie

7.4.1 Arbeits- und Betriebspsychologie: psychische Beanspruchung, Ermüdung, Monotonie, Unfallforschung, Arbeitsplatzbewertung

7.4.2 Pharmakopsychologie: Differentielle Wirkung von psychotropen Substanzen; Keimdrüsenhormone und Leistungsfähigkeit

7.4.3 Pädagogische Psychologie: Wirkung von Erzieherverhalten und Veranschaulichungshilfen, Leistungssteigerung bei Lernschwachen, Schülerauslese (für weiterführende Schulen)

7.5 Daneben kommt der forensischen Psychologie (Glaubwürdigkeitsgutachten) eine gewisse Bedeutung zu. Die Entwicklungspsychologie, Psychologie der Persönlichkeit (und Differentielle Psychologie), die Sozialpsychologie sowie die Klinische Psychologie (nicht-direktive Therapie, Tausch) spielen in Forschung und Lehre eine untergeordnete Rolle.

8. Nach der Emeritierung Dükers zum WS 1967/68 sind die ordentlichen Professoren F. Merz (geb. 1924) und Th. Herrmann (geb. 1929) Direktoren des Instituts (Herrmann als Nachfolger Dükers). Merz, ein Schüler von Kafka und Peters in Würzburg (Promotion 1951; habilitiert bei Arnold 1960, Privatdozent in Würzburg), ist seit dem SS 1963 am Institut, zunächst als Dozent, seit dem WS 1964/65 als ordentlicher Professor und Mitdirektor Dükers. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Allgemeine, Differentielle und Entwicklungs-Psychologie sowie Arbeitswissenschaft. Herrmann, Schüler und Mitarbeiter von Wellek in Mainz (promoviert 1957, habilitiert in Mainz 1963), war seit 1964 ordentlicher Professor an der TH Braunschweig, ehe er 1968 dem Ruf nach Marburg folgte. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Allgemeinen, der Persönlichkeits- und der Sprach-Psychologie; daneben: Psychologie der Erziehungsstile. Er blieb zehn Jahre an der Philipps-Universität und ging dann (zum WS 1978/79) nach Mannheim.

9.1 Seit der Verselbständigung der beiden Abteilungen der Philosophischen Fakultät (philologisch-historische und mathematisch-naturwissenschaftliche) im Jahre 1964 hatte das Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät angehört. Das Institut verfügte zu diesem Zeitpunkt über folgende Wissenschaftlerstellen: 1 Ordinariat (H. Düker), 1 Dozent (F. Merz), 1 wissensch. Rat (H. Bartenwerfer), 1 Kustos (F.-K. Matthaei) und 5 wissenschaftliche Assistenten.

9.2. Im Zuge der Universitätsreform in Hessen, mit Auflösung der Fakultäten, ging das Institut nach einer kurzen Übergangszeit als "Sektion Psychologie" (in der Naturwissenschaftlichen Fakultät) 1971 im selbständigen Fachbereich Psychologie (04) auf. Das Amt des Institutsdirektors entfiel. An seine Stelle traten die jährlich aus den Professoren zu wählenden Dekane und die Fachbereichskonferenzen bzw. Fachbereichsräte (seit 1974) als Beschluß- und Wahlgremien nach dem Prinzip der Gruppenvertretung ("Gruppen-Universität" versus "Ordinarien-Universität"). Erster Dekan war Prof. Merz.

10. Wegen des starken Andrangs zum Psychologiestudium (unverhältnismäßig stärkere Zunahme als der steigenden Abiturientenquote entsprochen hätte) wurde die Zulassung von Studienbewerbern auf eine feste Jahreshöchstzahl beschränkt (numerus clausus, seit WS 1967/68). Die Zahl der Professorenstellen und der Stellen für Mitarbeiter wurde im Laufe der Zeit erhöht. Desgleichen wurden der Psychologie von der Universität mehr Geld und mehr Räume zugewiesen.

10.1 Stellenbestand des Fachbereichs im Haushaltsjahr 1980: Professoren 16, Dozent 1 (auslaufend); wissenschaft. Mitarbeiter 15; nicht-wissenschaftl. Mitarbeiter 20 (darunter 4 Lehrlinge). Außerdem stehen dem Fachbereich je eine volle Mitarbeiterstelle für die Wirtschaftsverwaltung und für die Bibliothek zur Verfügung.

10.2 An Sachmitteln (einschließlich Mitteln für die Beschäftigung von Hilfskräften und für Lehraufträge) wurden dem Fachbereich 1980 aus dem regulären Haushalt der Universität DM 202.000 (davon 28.000 für Lehraufträge) zugewiesen. An Drittmitteln standen 1979 außerdem DM 605.000 zur Verfügung.

10.3 Die Zulassungsquote für Studienbewerber ist zur Zeit (1980) auf jährlich 116, demnächst auf 120 festgesetzt. Das Studium kann nur jeweils zum Wintersemester begonnen werden. Die Gesamtzahl der Hauptfachstudenten belief sich im SS 1979 auf 430. Im Nebenfach studierten 65 Studenten Psychologie. Hinzu kommen zahlreiche Studenten vor allem des Fachbereichs Erziehungswissenschaften, an deren Ausbildung der Fachbereich beteiligt ist.

10.4 Der Fachbereich hat 1978 eine neue Diplom-Prüfungsordnung verabschiedet, die aber noch nicht in Kraft getreten ist. Sie sieht ein Studium in zwei Abschnitten von je fünf Semestern vor. Der erste Abschnitt dient der Grundausbildung und schließt mit der Diplom-Vorprüfung ab. Der zweite, stärker berufsorientierte Abschnitt läßt den Studenten die Wahl zwischen drei Anwendungsschwerpunkten: Klinische Psychologie, Pädagogische Psychologie, Arbeits- und Betriebspsychologie. Der ausgewählte Schwerpunkt wird im Zeugnis über die Diplomprüfung vermerkt. Die neue Prüfungsordnung soll die bewährte, 1963 unter Prof. Düker eingeführte Prüfungsordnung ersetzen, die ihrerseits die modifizierte erste Diplomprüfungsordnung für Psychologen von 1941 abgelöst hatte.1
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1Nach mehrmaliger Änderung tritt die neue Diplomprüfungsordnung samt der darauf abgestimmten Studienordnung erst 1995 in Kraft. Sie sieht eine auf neun (vier plus fünf) Semester verkürzte Studiendauer vor.
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10.5 Nach Abschluß des in drei Etappen erfolgten Umbaus des Institutsgebäudes (1974 bis 1978) verfügt der Fachbereich über eine Nutzfläche von insgesamt 2.041 m2. Darunter fallen 63 Arbeitszimmer, 25 Experimentierräume, 4 Beobachtungs-, Beratungs- und Therapieräume, 3 Werkstatträume sowie 10 Räume für Seminare und Vorlesungen. Außer der feinmotorischen Werkstatt besitzt der Fachbereich eine eigene elektronische Werkstatt, deren Anfänge auf Geräteentwicklungen durch Prof. Kalveram zurückgehen, ferner ein Fotolabor und während der Marburger Zeit Prof. Klaus Schneiders (1978-1985) ein Tierlabor.

11. Im Zusammenhang mit der Vermehrung der Wissenschaftler-Stellen ist das Spektrum der psychologischen Forschung und Lehre in Marburg reichhaltiger geworden. Vergleichsweise stark wurde in den letzten Jahren die Klinische Psychologie ausgebaut (3 Professuren). Sie ist der von den Studenten am weitaus stärksten gefragte Anwendungsschwerpunkt. Das Fundament für alle ist nach wie vor die gründliche Ausbildung in der allgemeinen experimentellen Psychologie und der psychologischen Methodenlehre. Die Methodenlehre spielt eine (inzwischen traditionell) besondere Rolle (3 Professuren plus Mitarbeiterstellen). Der Versuch von Verwaltung und Kultusministerium, diesen Stellenbestand aufgrund eines kurzsichtigen, einseitig orientierten Bedarfskalküls zu beschneiden, konnte abgewehrt werden. Die nach der neuen Diplomprüfungsordnung vorgesehenen Anwendungsschwerpunkte Pädagogische Psychologie sowie Arbeits- und Betriebspsychologie befinden sich im Aufbau.

12. Die Hauptarbeitsgebiete des Instituts bzw. des Fachbereichs seit dem Ausscheiden Prof. Dükers sind (bis Anfang der 90er Jahre):

12.1 Allgemeine experimentelle Psychologie: Wahrnehmung (vornehmlich visuelle); Gedächtnis, Lernen, Leistungs-Motivation; Motorik (Steuerung, Regelung); Sprachpsychologie (Prof. Herrmann); Motivation und Tierpsychologie (Prof. Schneider)

12.2 Psychologische Forschungsmethodik: Mathematische Psychologie; elektronische Datenverarbeitung; Entwicklung elektronischen Geräts (Prof. Kalveram); Systemtheorie; physiologische Methoden

12.3 Differentielle und Persönlichkeits-Psychologie, Genetische (Erb-)Psychologie: Persönlichkeitstheorie, Geschlechterunterschiede

12.4 Entwicklungspsychologie: Differenzierungshypothese (simultane Überlagerung); (Längsschnittuntersuchungen zur) Ontogenese von psychol. Merkmalen und von Verhaltensauffälligkeiten

12.5 Sozialpsychologie: zwischenmenschliche Attraktion, prosoziales Verhalten

12.6 Angewandte Psychologie

12.6.1 Klinische Psychologie: Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Erziehungsberatung und Kindertherapie (mit diagnost. Verhaltensliste); Gemeindepsychologie, Rehabilitation; bei Blinden und Amputierten Mobilitätstraining); Stottern; Anorexia nervosa

12.6.2 Pädagogische Psychologie: Verbalisierungseffekte, Lehrerurteil, Legasthenie, Konzentrationstraining, Erziehungsstile, Frühlesen

12.6.3 Arbeitspsychologie, Ergonomie: Mensch-Maschine-Systeme, Kranführertraining, Entwicklung von Blindenführgerät

12.7 Die forensische Psychologie spielt weiterhin nur am Rande eine Rolle (psychologische Begutachtung in Strafprozessen, interdisziplinäre Lehrveranstaltungen). Die Pharmakopsychologie wird nicht mehr fortgeführt. In der psychologischen Diagnostik tritt die Entwicklung neuer Verfahren (Marburger Verhaltensliste; Leseprüfbogen) hinter die eher theoretische Behandlung diagnostischer Probleme zurück.

Literatur

Burks, Barbara (1988). Die Reise der Psychologin Barbara Burks ins Nazi-Deutschland 1936. Report Psychologie, 13 (Heft 1), 10-21.

Catalogus professorum academiae Marburgensis, Band 2 (1979). Bearbeitet von Inge Auerbach. Marburg: Elwert.

Düker, H. (1972). Heinrich Düker. In J. Pongratz, W. Traxel & E.G. Wehner (Hrsg.), Psychologie in Selbstdarstellungen (S. 43-86). Bern: Huber.

Fischer, G.H. (1940). E.R. Jaensch zum Gedenken. Sein Werk und Vermächtnis. Zeitschrift für Psychologie, 148, 19-90 (mit ausführlicher Bibliographie).

Geuter, U. (1984). Die Professionalisierung der deutschen Psychologie im Nationalsozialismus. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Geuter, U. (1985). Nationalsozialistische Ideologie und Psychologie. In M.G. Ash & U. Geuter (Hrsg.), Geschichte der deutschen Psychologie im 20. Jahrhundert. Ein Überblick (S. 172-200). Opladen: Westdeutscher Verlag.

Geuter, U. (Hrsg.). (1986). Daten zur Geschichte der deutschen Psychologie, Band 1. Göttingen: Hogrefe.

Graumann, C.F. (Hrsg.). (1985). Psychologie im Nationalsozialismus. Berlin: Springer.

Jaensch, E. (1927a). Zur Geschichte des Psychologischen Instituts. In H. Hermelink & S.A. Kaehler (Hrsg.), Die Philipps-Universität zu Marburg 1527-1927 (S. 687-690). Marburg: Elwert (unveränd. Nachdruck 1977).

Jaensch, E.R. (1927b). Das psychologische Institut in Marburg. Mit 8 Zeichnungen von Gustav Pippart. Marburg: Elwert.

Janke, W. (1983). Heinrich Düker: Pioneer in Pharmacopsychology. Neuropsychobiology, 10, 156.

Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender (ab 1. Ausgabe 1925). Berlin: de Gruyter.

Murch, G.M. & Wesley, F. (1966). German Psychology and Its Journals. Psychological Bulletin, 66, 410-415.

Schmalt, H.-D. (1993). Konzepte und Methoden der Willenspsychologie - Narziß Ach und Heinrich Düker. In H.E. Lück & R. Miller (Hrsg.), Illustrierte Geschichte der Psychologie (S. 60-64). München: Quintessenz.

Sieg, U. (1994). Psychologie als "Wirklichkeitswissenschaft". Erich Jaenschs Auseinandersetzung mit der "Marburger Schule". In Speitkamp, W. (Hrsg.), Staat, Gesellschaft, Wissenschaft. Beiträge zur modernen hessischen Geschichte (S. 314-342). Marburg: Elwert.

Tent, L. (1979). Laudatio auf Prof. Dr. phil. Dr. rer. nat. h.c. Heinrich Düker. Psychologische Beiträge, 21, 331-342.

Tent, L. (1987). Nachruf auf Heinrich Düker. Psychologische Rundschau, 38, 106-109.

Tent, L. (1989). Psychologisches Experiment und politisches Handeln. Heinrich Düker: ein Lehrstück. In T. Herrmann (Hrsg.), Positionen der Psychologie 1949 und 1989 (S. 80-93). Göttingen: Hogrefe.

Traxel, W. (1978). Heinrich Düker zum 80. Geburtstag. Archiv für Psychologie, 130, II-V.

Traxel, W. (1988). Heinrich Düker, ein Repräsentant deutscher Experimentalpsychologie. Archiv für Psychologie, 140, 149-157.

Wirth, W. (1940). Erich Rudolf Jaensch. Archiv für die gesamte Psychologie, 106, I-XL.

Nachtrag

Tent, L. (Hrsg.). (1999). Heinrich Düker. Ein Leben für die Psychologie und für eine gerechte Gesellschaft, Bde. 1 und 2. Lengerich: Pabst Science Publishers.


Hinweis des Dekans:
Informationen über die neuere Entwicklung des Fachbereichs finden Sie im Strukturplan des Fachbereichs vom 13.12.2000.

Zuletzt aktualisiert: 11.09.2014 · Tobias Kästner

 
 
 
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