Die Arbeitsbereiche des Forschungsschwerpunktes Experimentelle und Klinische Biopsychologie:
Experimentelle und Klinische Neuropsychologie (Sprecher: Prof. Dr. Dr. Martin Peper)
Als neue Arbeitseinheit der AG Allgemeine und Biologische Psychologie befindet sich die Neuropsychologie im Aufbau. Sie befasst sich u.a. mit den zerebralen Korrelaten der Wahrnehmung und Verarbeitung emotionaler Reize, dem Aufrechthalten dieser Informationen im Arbeitsgedächtnis, dem emotionalen Lernen, sowie der Kontrolle emotionaler Reaktionen beim Menschen. Bisher wurden spezielle Verhaltensparadigmen in Verbindung mit psychophysiologischen Methoden (vegetative Messgrößen, SEEG/LFP, fMRI) eingesetzt. Gegenstand unserer aktuellen Forschung sind folgende Fragen: Welche elementaren Funktionskomponenten sind an emotionalen Aktivierungs- und Lernprozessen beteiligt? Welche Wechselwirkungen präfrontaler und mesiotemporaler Hirnregionen treten vor, während und nach einer emotionalen Aktivierung auf? Wie sind das emotionale Regulationsverhalten und die sozio-emotionalen Fähigkeiten im Kontext der präfrontalen Exekutivfunktionen organisiert? Welche basalen, neurochemischen Mechanismen tragen zu funktionalen Interaktionen zwischen Lernen, Emotion und Persönlichkeitseigenschaften bei? Ziel unserer Arbeit ist es, zur neuro-kognitiven Modellbildung im Bereich der elementaren sozio-emotionalen Exekutivfunktionen beizutragen. In den Anwendungsfeldern der Neuropsychologie stehen aktuell vor allem die dysexekutiven Funktionsstörungen bei Patienten mit frontalen Hirnläsionen oder psychiatrischen Auffälligkeiten im Vordergrund (insbesondere Persönlichkeitsstörungen bei Rechtsbrechern, neurotoxisch bedingte Störungen, ADHD, Borderline, u.a.).
Zu den Seiten der Arbeitsgruppe http://www.staff.uni-marburg.de/~peper/

