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Digitalisierung, Erfassung und Online-Publikation des „Bildindex zur Politischen Ikonographie“

UHH, RRZ/MCC, Mentz
Aus dem Bildindex zur Politischen Ikonographie, Kategorie 225/5, Abdankung. Warburg-Haus, Hamburg, Foto: UHH, RRZ/MCC, Mentz

Das Warburg-Haus in Hamburg beherbergt den 1991 vom Kunsthistoriker Martin Warnke begründeten und seither stetig erweiterten „Bildindex zur Politischen Ikonographie“ (BPI). Der BPI besteht aus etwa 200.000 Bildkarten mit montierten Reproduktionen von Kunstwerken, aber auch ergänzendem Material wie Fotos, Zeitungsausschnitten und Literaturhinweisen. Die Bildkarten sind in eine alphabetische Systematik von fast 1.000 Motivschlagworten aus den Bereichen Politischer Kultur und Sozialgeschichte einsortiert. Neben Schwerpunkten wie Herrscherikonographie enthält der BPI eine Vielzahl an Bildbelegen zur politischen Motivation und Aussagen von Kunstwerken. Am BPI können auch kulturgeschichtliche Traditionen gültiger Bildformeln und Motive, die häufig mythologische und religiöse Symboliken aufweisen von der Antike bis in die Gegenwart nachvollzogen werden.

Das Ziel des Projektes, in Kooperation zwischen dem Warburg-Haus Hamburg, dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK), der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena gemeinsam mit der digiCULT-Verbund eG den Gesamtbestand der Bildkarten zu digitalisieren, grundlegend hinsichtlich seiner Methodik zu erschließen und erstmals in einer eigenständigen, frei zugänglichen Online-Datenbank gemäß der Schlagwortsystematik recherchierbar zu machen, wurde erreicht. Die Anreicherung mit Normdaten und Schlagworten zur Sacherschließung bietet weitergehende Recherche- und Vernetzungsmöglichkeiten und erlaubt eine zukünftige Erweiterung des BPI-Webportals.

Digitalisiert bietet der BPI eine vielfältige Materialbasis, an die weitere Forschungsvorhaben anknüpften. Politische Ikonographie und der BPI wurden aus zwei Forschungsperspektiven in den Blick genommen: Als Forschungsfeld mit einer kritisch zu würdigenden interdisziplinären Genese und Ideengeschichte, wie auch als innovative Methode der Kunst- und Mediengeschichte von höchster Aktualität, deren Tragfähigkeit sich auch im digitalen Raum erweist.

Bis zum bevorstehenden Weblaunch gibt ein Angebot auf der Website des Warburg-Hauses in Hamburg Forschenden und der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit, den Bestand anhand ausgewählter Beispiele online zu entdecken: 
Bildkarte des Monats 

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Logo DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Laufzeit: 01.07.2020 - 31.12.2024
Projektleitung: Prof. Dr. Hubert Locher, Prof. Dr. Uwe Fleckner (Warburg-Haus Hamburg)
Koordination/Durchführung: Dr. Gabi Pahnke (ab 01.10.2021), Julia Schierl M.A. (bis Juni 2021)
Kontakt:
Weitere Partner: Warburg-Haus Hamburg, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, digiCULT-Verbund eG
Links: http://www.warburg-haus.de/forschungsprojekte/forschungsstelle-politische-ikonographie/